OsnabrückSchule digitalisiert Energieverbrauch

Am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium wird der Wärme-, Strom- und Wasserverbrauch digital erfasst.
(Bildquelle: Stadt Osnabrück/Luca Bauer)
Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Osnabrück hat während der Herbstferien neue Technik zur digitalen Erfassung von Wärme-, Strom- und Wasserverbrauch installiert. Wie die Stadt Osnabrück mitteilt, ist die Schule damit Teil eines Smart-City-Pilotprojekts der Stadt, das sich auf die Energieeffizienz in öffentlichen Bestandsgebäuden konzentriert. Ziel ist es, Osnabrück bis 2040 klimaneutral zu machen.
Die neue Technik erlaube es, den Energieverbrauch auch an schwer zugänglichen Stellen zu erfassen und potenzielle Störungen schneller zu erkennen. „Die Stadt Osnabrück unternimmt bereits viel, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Das Smart City-Projekt bildet nun einen weiteren Baustein, der sich in unsere bereits bestehenden Energiesparmaßnahmen einfügt“, erklärt Dirk Jaeckel, Fachdienstleiter Technische Betriebe der Stadt Osnabrück.
Neben der digitalen Verbrauchserfassung wurden CO₂-Sensoren zur Überwachung der Raumluft installiert. In Zukunft sollen Fenstersensoren hinzukommen, um Heizen und Lüften optimal zu koordinieren. Die Datenübertragung erfolgt über ein Funknetz, das in Zusammenarbeit mit SWO Netz, Projektpartner im Bereich Smart City, eingerichtet wurde.
Das Projekt bietet laut Stadt nicht nur infrastrukturelle Vorteile, sondern auch pädagogischen Nutzen. Schülerinnen und Schüler erhalten Zugang zu den Verbrauchsdaten und lernen, diese zu analysieren. Dies stärke ihre Kompetenzen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und veranschauliche das Thema Energiesparen. „Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium hat bereits einen MINT-Schwerpunkt und jetzt können wir mit unserem eigenen Gebäude arbeiten. Das macht alles noch viel greifbarer“, sagt Schuldirektorin Uta Wielage.
Die Initiative ist Teil des Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities, das vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der KfW mit 3,45 Millionen Euro unterstützt wird. Ziel der Smart City Osnabrück ist es, die Daseinsvorsorge mithilfe technischer Innovationen zu verbessern und die Digitalisierung erlebbar zu machen.
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