Samstag, 7. November 2026

KILLMoin für Bremen

[05.06.2025] Nach Hamburg und Niedersachsen setzt jetzt auch die Freie Hansestadt Bremen auf den KI-Assistenten LLMoin. Damit sollen Beschäftigte entlastet und die Effizienz gesteigert werden.
Laptop mit KI-Kopfsymbol davor

Bremer Verwaltung wird künftig von KI unterstützt.

(Bildquelle: peshkova/123rf.com)

Die Bremer Verwaltung setzt künftig auf den KI-Assistenten LLMoin. Das hat der Senat jetzt beschlossen. LLMoin ist ein speziell für den Einsatz in Behörden entwickelter Textassistent. Wie der Bremer Finanzsenat mitteilt, basiert LLMoin auf einem Large Language Model und weist in der Funktionsweise Ähnlichkeiten zu ChatGPT auf, unterscheidet sich aber deutlich mit einem starken Fokus auf Datenschutz, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit.

Finanzsenator Björn Fecker sagt: „Die Einführung von LLMoin ist ein Meilenstein für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung. Der KI-Assistent entlastet die Beschäftigten der Verwaltung bei der täglichen Arbeit. Zum Beispiel bei der Texterstellung oder auch bei Rechercheaufgaben. Das bringt Zeitvorteile und erhöht die Effizienz von Verwaltungsprozessen. Davon profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger. Gegenüber herkömmlichen KI-Assistenten ist mit LLMoin gewährleistet, dass die Daten in einer geschützten und datenschutzkonformen Umgebung bearbeitet werden.“

Bremen greift laut der Pressemeldung auf alle Funktionen von LLMoin zurück. Dazu gehören Textzusammenfassung, Recherche-Assistenz und Textgenerierung, bei der die KI aus Stichwörtern oder Vorgaben wie der gewünschten Textart vollständige Texte wie Vermerke oder E-Mails erstellt. Darüber hinaus können Beschäftigte mit der KI chatten und dabei beispielsweise Ideen für einen Vortrag sammeln oder sortieren, heißt es in der Pressemeldung aus Bremen.

Beträchtliches Synergie- und Effizienzpotenzial

Der Einsatz von LLMoin hat beträchtliches Synergie- und Effizienzpotenzial. Selbst bei der sehr konservativen Annahme, dass Bremer Verwaltungsbeschäftigte mit dem KI-Assistenten lediglich fünf Minuten Arbeitszeit pro Tag einsparen, käme das einer Wertschöpfung von rund hundert Vollzeitstellen gleich, so der Finanzsenat.

Für die Beschäftigten seien Schulungen zur Arbeit mit dem KI-Assistenten vorgesehen. Außerdem könne auf bereits existierende Schulungsmodule aus Hamburg (wir berichteten) zurückgegriffen werden, wo der KI-Assistent ebenso wie in Niedersachsen (wir berichteten) bereits erfolgreich genutzt wird. Ein erster Pilot-Roll-out ist für Juli geplant. LLMoin kommt nach Angaben des Finanzsenats in der Kernverwaltung sowie in einigen Eigenbetrieben zum Einsatz, die dafür die technischen Voraussetzungen haben.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Blick in die Leitstelle Haldensleben

Kreis Börde: KI übersetzt fremdsprachige Notrufe

[06.11.2026] Der Kreis Börde setzt in seiner Integrierten Leitstelle in Haldensleben auf eine KI-gestützte Übersetzungslösung. Das gemeinsam mit dem Unternehmen e*Message entwickelte System e*loquentia soll Sprachbarrieren bei Notrufen überwinden und die Einsatzbearbeitung erleichtern. mehr...

Frau in einem hellen Büro starrt mit genervtem Gesichtsausdruck auf einen Computerbildschirm

Bitkom-Umfrage: Mehr Zuspruch für KI im Amt

[05.11.2026] Elf Prozent der Erwachsenen haben laut einer Bitkom-Umfrage bereits KI bei Behördenangelegenheiten genutzt. Gut die Hälfte würde lieber mit einem KI-Assistenten als mit einem Menschen sprechen, wenn sie dafür Warte- oder Öffnungszeiten vermeiden könnte. mehr...

Visualisierung eines fotorealistischen Avatars, im Hintergrund ein Büro mit Aktenordnern und einem Schreibtisch
bericht

Bürgerservice: Der Avatar als Bürgerberater

[04.11.2026] Wie muss ein Avatar gestaltet sein, um vom menschlichen Gegenüber positiv wahrgenommen zu werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Frankfurt University of Applied Sciences. Zusammen mit einem Start-up werden zudem fotorealistische digitale Avatare entwickelt, die künftig etwa als Bürgerberater zum Einsatz kommen könnten. mehr...

bericht

AKDB-Kommunalforum: Bürgermeister setzen auf KI

[02.11.2026] Eine neue Studie der Universität Bremen und der KGSt zeigt: Künstliche Intelligenz ist in den Führungsetagen der Kommunalverwaltungen angekommen. 89 Prozent der Bürgermeister und Landräte in Deutschland unterstützen den KI-Einsatz, 44 Prozent nutzen die Technologie täglich. Allerdings fehlen vielerorts klare Zuständigkeiten für das Datenmanagement. mehr...

Roboterhand auf einer Tastatur

Kreis Bergstraße: EMMA entlastet die Verwaltung

[29.10.2026] Der Kreis Bergstraße setzt auf Robotic Process Automation (RPA) und die Software EMMA, um wiederkehrende Verwaltungsaufgaben zu automatisieren. Allein im Gesundheitsamt wurden rund 100 Prozesse auf ihr Automatisierungspotenzial untersucht. mehr...

Blick über die Müritz auf die St.-Marien-Kirche in der Stadt Röbel, Deutschland

Mecklenburgische Seenplatte: KI unterstützt beim Bauantrag

[22.10.2026] Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte setzt bei der digitalen Baugenehmigung auf Künstliche Intelligenz. Ein neuer KI-Assistent soll Antragstellende durch das Verfahren führen, Fragen beantworten und die Vollständigkeit der Anträge verbessern. mehr...

Symbolfoto: KI-Assistent Metti in Gestalt eines jungen Mammuts mit einem handy in der Hand vor einer Stadtansicht von Mettmann

Mettmann: Metti gibt Auskunft

[21.10.2026] Die Stadt Mettmann setzt auf einen KI-basierten Bürgerassistenten, der rund um die Uhr Fragen beantwortet und Informationen in mehr als zehn Sprachen bereitstellt. Die Einführung verlief nach Angaben der Stadt unkompliziert und mit geringem technischem Aufwand. mehr...

Karsten Wildberger auf einer Bühne, im Hintergrund großer Monitor mit Aufschrift "Agentic AI Hub"

BMDS: Neue Runde für KI-Agenten

[21.10.2026] Agentische KI kann Verwaltungen bei internen Abläufen, der Antragsbearbeitung und im Bürgerservice entlasten. Im Agentic AI Hub des BMDS erproben Kommunen und Start-ups entsprechende Anwendungen. Das Vorhaben geht nach einem vielversprechenden Start nun in die zweite Runde. mehr...

interview

Interview: Viel mehr als ein Chatbot

[20.10.2026] Künstliche Intelligenz kann nicht nur Bürgeranfragen automatisiert beantworten. Welche Potenziale KI-Agenten für Kommunen und Stadtwerke bieten, erläutert Carolin Edler-Mende, Geschäftsführerin von Aristech, im Interview mit Kommune21 auf der Smart Country Convention 2026. mehr...

Blick auf Schreibtisch: Laptop, Hände, gefüllte Kaffeetasse

Rheingau-Taunus-Kreis: Eigene KI für den Verwaltungsalltag

[19.10.2026] Texte entwerfen und zusammenfassen, Informationen schneller recherchieren oder Besprechungen automatisch dokumentieren: KI kann Beschäftigte in Verwaltungen bei vielen Aufgaben unterstützen. Der Rheingau-Taunus-Kreis will dafür ein eigenes KI-Sprachmodell aufbauen – Nachnutzung inklusive. mehr...

auf einem kleinen Fußballfeld an einem öffentlichen Platz spielen Kinder

Wiesbaden: Stadtentwicklung mit KI erleben

[14.10.2026] Wie könnten öffentliche Räume künftig gestaltet werden? Mit dem neuen KI-Tool „Stadtvisionen Wiesbaden“ können Bürgerinnen und Bürger unterschiedliche Zukunftsszenarien für reale Orte in der Stadt entwerfen. Die Anwendung soll zum Nachdenken über Stadtgestaltung anregen. mehr...

Ein laptop steht aufgeklappt auf einem Schreibtisch, auf dem Monitor ist die Anwendung KAI zu sehen

AKDB: Weitere Kommunen können KAI nutzen

[13.10.2026] Nach einer dreimonatigen Pilotphase mit knapp 30 Kommunen stellt die AKDB ihren KI-Assistenten KAI nun weiteren Verwaltungen zur Verfügung. Die Anwendung soll Beschäftigte bei der Recherche, Texterstellung und Nutzung von Verwaltungswissen unterstützen. mehr...

Advertorial: KI im Posteingang der Verwaltung: was sie abnimmt und wo die Grenze liegt

[12.10.2026] Wenn KI Anträge, Rechnungen und Anfragen vorsortiert, bleibt in der Verwaltung mehr Zeit für die eigentliche Fallarbeit. Wie weit die Automatisierung des Posteingangs gehen kann – und warum die letzte Entscheidung beim Menschen bleiben sollte. mehr...

Eher dunkler, blau-violett-beleuchteter Saal mit vielen Menschen, im Hintergrund eine Bühne.

Bitkom: Ja zur Behörden-KI

[08.10.2026] Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt wachsende Zustimmung zu KI bei Behördenanträgen. Meist soll ein Mensch an der Entscheidung beteiligt sein. Gefragt sind auch Behörden, die von sich aus aktiv werden, und mehr Tempo bei der kommunalen Digitalisierung. mehr...

Arnsberg: Bürger können Arni fragen

[07.10.2026] Bürger der Stadt Arnsberg müssen nun nicht mehr auf Öffnungszeiten achten, wenn sie eine Frage an die Stadtverwaltung haben, sondern können sich damit ab sofort an den KI-gestützten Chatbot Arni wenden. mehr...