Samstag, 20. Juni 2026

KILLMoin für Bremen

[05.06.2025] Nach Hamburg und Niedersachsen setzt jetzt auch die Freie Hansestadt Bremen auf den KI-Assistenten LLMoin. Damit sollen Beschäftigte entlastet und die Effizienz gesteigert werden.
Laptop mit KI-Kopfsymbol davor

Bremer Verwaltung wird künftig von KI unterstützt.

(Bildquelle: peshkova/123rf.com)

Die Bremer Verwaltung setzt künftig auf den KI-Assistenten LLMoin. Das hat der Senat jetzt beschlossen. LLMoin ist ein speziell für den Einsatz in Behörden entwickelter Textassistent. Wie der Bremer Finanzsenat mitteilt, basiert LLMoin auf einem Large Language Model und weist in der Funktionsweise Ähnlichkeiten zu ChatGPT auf, unterscheidet sich aber deutlich mit einem starken Fokus auf Datenschutz, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit.

Finanzsenator Björn Fecker sagt: „Die Einführung von LLMoin ist ein Meilenstein für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung. Der KI-Assistent entlastet die Beschäftigten der Verwaltung bei der täglichen Arbeit. Zum Beispiel bei der Texterstellung oder auch bei Rechercheaufgaben. Das bringt Zeitvorteile und erhöht die Effizienz von Verwaltungsprozessen. Davon profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger. Gegenüber herkömmlichen KI-Assistenten ist mit LLMoin gewährleistet, dass die Daten in einer geschützten und datenschutzkonformen Umgebung bearbeitet werden.“

Bremen greift laut der Pressemeldung auf alle Funktionen von LLMoin zurück. Dazu gehören Textzusammenfassung, Recherche-Assistenz und Textgenerierung, bei der die KI aus Stichwörtern oder Vorgaben wie der gewünschten Textart vollständige Texte wie Vermerke oder E-Mails erstellt. Darüber hinaus können Beschäftigte mit der KI chatten und dabei beispielsweise Ideen für einen Vortrag sammeln oder sortieren, heißt es in der Pressemeldung aus Bremen.

Beträchtliches Synergie- und Effizienzpotenzial

Der Einsatz von LLMoin hat beträchtliches Synergie- und Effizienzpotenzial. Selbst bei der sehr konservativen Annahme, dass Bremer Verwaltungsbeschäftigte mit dem KI-Assistenten lediglich fünf Minuten Arbeitszeit pro Tag einsparen, käme das einer Wertschöpfung von rund hundert Vollzeitstellen gleich, so der Finanzsenat.

Für die Beschäftigten seien Schulungen zur Arbeit mit dem KI-Assistenten vorgesehen. Außerdem könne auf bereits existierende Schulungsmodule aus Hamburg (wir berichteten) zurückgegriffen werden, wo der KI-Assistent ebenso wie in Niedersachsen (wir berichteten) bereits erfolgreich genutzt wird. Ein erster Pilot-Roll-out ist für Juli geplant. LLMoin kommt nach Angaben des Finanzsenats in der Kernverwaltung sowie in einigen Eigenbetrieben zum Einsatz, die dafür die technischen Voraussetzungen haben.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Symbol_Chatbot_Stadt_Bingen_BIN_KI

Bingen: Beliebter Chatbot

[18.06.2026] Der Binger Chatbot BIN-KI erfreut sich großer Beliebtheit: Mehrere tausend Bürgeranfragen gingen seit Jahresbeginn ein, eine mehrsprachige Eingabe ist im Echtbetrieb und weitere Ausbauschritte befinden sich bereits in der Umsetzung. mehr...

Die pandemische Lage hat auch 2021 die Themen Datenschutz und Informationsfreiheit bestimmt.

Baden-Württemberg: Arbeitshilfen zu KI in der Verwaltung

[18.06.2026] Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit in Baden-Württemberg hat zwei neue Praxishilfen vorgelegt. Dabei geht es um KI-Transkription von Gemeinderatssitzungen sowie um den § 3a Landesdatenschutzgesetz zum KI-Einsatz in der Verwaltung. mehr...

URBAN.KI: Umfrage zum KI-Einsatz

[17.06.2026] Die KI-Initiative URBAN.KI hat eine Umfrage zum Einsatz von KI in Kommunen gestartet. Die Teilnahme ist bis zum 31. Juli möglich. mehr...

Blick über sitzendes Publikum auf ein Podium mit animiert talkendem Moderator

SIT: Kommunale KI-Kooperation für Südwestfalen

[16.06.2026] Der kommunale IT-Dienstleister Südwestfalen-IT baut mit der KI-Community Südwestfalen ein neues Austauschformat für Städte und Gemeinden auf. Kommunen sollen ihre eigenen Anwendungsfälle einbringen, Erfahrungen teilen und KI-Lösungen gemeinsam nutzen oder beschaffen können. mehr...

GeoIT Days: Potenzial von KI für Geodaten

[15.06.2026] Künstliche Intelligenz erweitert die Möglichkeiten von Geo-Informationssystemen und Digitalen Zwillingen für Infrastruktur, Verwaltung und Energiewende. Auf den GeoIT Days in Münster diskutieren Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, welche Folgen diese Entwicklung für Planung und Entscheidungsprozesse hat. mehr...

zwei Personen mit Urkunde und Pokal_neuraflow gewinnt bei WSA

neuraflow: Als Young Innovator geehrt

[09.06.2026] Bei den World Summit Awards wurde das deutsche Start-up neuraflow als Young Innovator ausgezeichnet. Die KI-Plattform neurapolis für die öffentliche Verwaltung konnte die internationale Jury überzeugen. mehr...

d.velop SUMMIT: KI-Angebote im Fokus

[04.06.2026] d.velop bringt vom 9. bis 11. Juni 2026 mehr als 2.000 Fachbesucher in Düsseldorf zusammen, um KI-Anwendungen, Datensouveränität und Prozessdigitalisierung aus der Praxis zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht erstmals d.velop AI mit dem neuen agent center – einer Plattform für den kontrollierten KI-Einsatz auf Basis bestehender Dokumentenstrukturen. mehr...

Vektorgrafik, die mehrere Personen zeigt, die an einem Tisch sitzend miteinander diskutieren, teilweise mit Laptopeinsatz.

BMDS: KI-Hackathon für schnellere Genehmigungen

[04.06.2026] Das Bundesdigitalministerium lädt Ende Juni zum Hackathon für die Open-Source-KI-Lösung SPARK nach Berlin. Das Assistenzsystem soll die Prüfung umfangreicher Genehmigungsanträge erleichtern. Interessierte können sich bis Mitte Juni mit einem kurzen Motivationsschreiben bewerben. mehr...

Bildschirm mit der Picture-Prozessplattform und KI-Funktion

Picture: KI fürs Prozessmanagement

[28.05.2026] KI-Funktionen sind ab sofort fester Bestandteil der Prozessmanagementplattform von Anbieter Picture. Anwender gelangen damit schneller zu ersten Prozessmodellen und Verbesserungsvorschlägen und profitieren von spürbaren Arbeitserleichterungen. mehr...

Hannover_Hanni_icon

Hannover: Digitale Kontaktwege erweitert

[11.05.2026] Hannovers Chatbot Hanni ist jetzt auch per Telefon und WhatsApp erreichbar. Damit erweitert die niedersächsische Landeshauptstadt ihre digitalen Kontaktwege und sorgt für mehr Service und Zugänglichkeit. mehr...

Vor einer Hecke stehen verschiedene Mülltonnen

Kreis Leer: Voicebot Hainz berät zur Müllabfuhr

[08.05.2026] Über einen neuen telefonischen Service verfügt jetzt der Abfallwirtschaftsbetrieb im Kreis Leer: Voicebot Hainz berät Kunden künftig rund um die Uhr zu Abfallarten, Abfuhrterminen, Annahmestellen oder Öffnungszeiten. mehr...

mit punkten durchzogenes Gehirn vor Laptop-Bildschirm

Initiative #MyAI: Aktionsmonat für kommunale KI

[05.05.2026] Viele Verwaltungen arbeiten gerade an ähnlichen Fragen: Wie lässt sich KI verantwortungsvoll einführen? Wie gelingt der Schritt vom Piloten in den Alltag? Im Aktionsmonat Mai wollen rund 25 Städte und Gemeinden unter dem Hashtag #MyAI2026 genau das sichtbar machen. 
 mehr...

Fliegende Euro-Banknoten vor dem Himmelshintergrund. Geld fliegt in der Luft. 500 Euro in Farbe. 3D-Darstellung
bericht

Förderwesen: Mittel automatisiert beantragen

[04.05.2026] Jährlich bleiben mehrere Millionen Euro an Fördermitteln ungenutzt. Das liegt zum einen an der komplexen, teils unübersichtlichen Förderlandschaft, zum anderen am hohen administrativen Aufwand, der mit dem Abruf von Fördermitteln verbunden ist. Der Einsatz digitaler Lösungen kann hier Abhilfe schaffen. mehr...

Zwei Personen sitzen vor einem Bildschirm auf dem die SMARD-Gov-Plattform zu sehen ist

Prosoz: Workshop zum Projekt SMARD-Gov

[24.04.2026] Einen Online-Workshop zum datenschutzkonformen Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung veranstaltet das Unternehmen Prosoz. Hintergrund ist das Forschungsprojekt SMARD-Gov. mehr...

Das Wohngeld Plus soll Bürger von hohen Energiekosten und gestiegenen Mieten entlasten.

Tübingen: KI für Wohngeld im Test

[23.04.2026] In Tübingen können sich Studierende beim Ausfüllen des Wohngeldantrags jetzt KI-Unterstützung holen. Die Testphase läuft noch bis 1. Mai. Denkbar sind perspektivisch eine Übertragung auf weitere Anträge für soziale Leistungen sowie eine Nachnutzung durch andere Kommunen. mehr...