Montag, 26. Oktober 2026

Kreis BergstraßeFörderung für KI

[14.07.2025] Der Kreis Bergstraße will den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zunächst in Jobcentern vorantreiben. Das Projekt „KI_Hub Kommunal“ wird vom Digitalministerium gefördert.
Maschine links im Bild, Mann und Frau rechts im Bild mit Papier in der Hand

Das Land Hessen fördert das KI-Projekt des Kreises Bergstraße.

Digitalministerin Kristina Sinemus überreicht den Förderbescheid an den Landrat des Kreises Bergstraße, Christian Engelhardt.

(Bildquelle: Klaus Mai/HMD)

Mit dem Projekt „KI_Hub Kommunal“ will der Landkreis Bergstraße den Einsatz von Künstlicher Intelligenz gezielt vorantreiben. Ziel ist es, die Arbeit der Jobcenter effizienter, bürgerorientierter und zukunftssicher zu gestalten. Dafür sollen zunächst geeignete Anwendungsfelder für KI identifiziert und Mitarbeitende durch praxisnahe Schulungen befähigt werden, die Technologie sicher einzusetzen. Das teilt das hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation mit. Zudem seien Innovationswerkstätten geplant, in denen neue Lösungen interdisziplinär entwickelt und erprobt werden. Das Digitalministerium unterstützt dieses Vorhaben über das Programm „Starke Heimat Hessen“ mit insgesamt 882.000 Euro.

Das Projekt baut auf der bestehenden smarten Datenplattform des Kreises Bergstraße auf. Für die Entwicklung neuer KI-Tools werden dabei auch Erkenntnisse und Daten aus dem bereits geförderten Projekt „Smarter Kreis Bergstraße“ genutzt, das mit rund 895.000 Euro ebenfalls vom Digitalministerium gefördert wurde.

Wichtiges Unterstützungstool

„KI kann ein wichtiges Unterstützungstool für die öffentliche Verwaltung sein. Das Projekt KI_Hub Kommunal setzt genau hier an, indem es Künstliche Intelligenz als praktisches Werkzeug in den Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter integriert, um sie gezielt zu entlasten und Prozesse effizienter zu gestalten. Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist zudem das Transferpotenzial, sodass die entwickelten Lösungen künftig auch in anderen Bereichen der kommunalen Verwaltung eingesetzt werden können“, sagte Digitalministerin Kristina Sinemus.

Der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt ergänzt: „Künstliche Intelligenz birgt für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und in diesem Fall insbesondere für unsere Kunden gleichermaßen ein enormes positives Potenzial. Wir gehen das Thema KI in unserer Kreisverwaltung daher konsequent an. Mithilfe von KI können wir zum Beispiel personelle Ressourcen schonen und Abläufe organisatorisch und zeitlich deutlich optimieren. Und wir können zusätzlich in puncto Serviceangebot bestmögliche Effekte erzielen.“

Hintergrund

Um die Kommunen zu unterstützen, Austausch und Vernetzung zu ermöglichen, hat die hessische Landesregierung im Frühjahr 2020 die Geschäftsstelle Smarte Regionen im Haus der Digitalministerin eingerichtet. Mit dem Programm „Starke Heimat Hessen“ werden die Kommunen bei wichtigen Zukunftsprojekten unterstützt. Über die Förderung smarter Kommunen und Regionen stellt das Land seit 2021 rund 16 Millionen Euro jährlich für kommunale Digitalisierungsvorhaben bereit. Bisher wurden 125 Vorhaben mit einer Gesamtfördersumme von rund 99 Millionen Euro unterstützt. Seit 2025 ergänzt eine neue Förderlinie das Programm: Sie unterstützt die Nachnutzung erprobter, datenplattformbasierter Lösungen. Auch nicht direkt geförderte Kommunen profitieren über Formate des Wissenstransfers, etwa durch die Best-Practice-Datenbank oder Erfahrungskreise.





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