HessenInnovative Lösungen für krisenfeste Strukturen

Lösungen für eine krisensichere Kommunikationsinfrastruktur sind eines der Betätigungsfelder des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange.
(Bildquelle: olyapylypenko/123rf.com)
Hessen treibt die Entwicklung innovativer Lösungen für digitale Resilienz und krisenfeste Infrastrukturen weiter voran und nimmt damit – nach Angaben des Digitalministeriums – eine bundesweite Vorreiterrolle ein. Nun besuchten Digitalministerin Kristina Sinemus und der Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt, Michael Meister, das emergenCITY-Lab in Darmstadt. Dort informierten sie sich über aktuelle Forschungsprojekte und Demonstratoren, die zeigen, wie digitale Systeme auch in Ausnahmesituationen zuverlässig funktionieren – und unter Umständen Leben retten können, wie im Fall eines Radarsystems für die Rettungshilfe, das durch Machine Learning unterstützt Verschüttete aufspüren kann.
Lösungen für Notfallkommunikation
Mit dem Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange – kurz: DiReX – an der Technischen Universität Darmstadt wurde im Jahr 2025 ein zentraler Baustein geschaffen, um digitale Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen. DiReX soll wissenschaftliche Erkenntnisse über Reallabore, Demonstratoren, Start-up-Förderung und Weiterbildungsangebote direkt in die Anwendung bringen. Das Zentrum baut dabei auf den Forschungsergebnissen des LOEWE-Zentrums emergenCITY auf. Dort wurden unter anderem mit der Litfaßsäule 4.0 (wir berichteten) und speziellen Sensor- und Notfallboxen (Heinerbox) Instrumente entwickelt, die in Krisensituationen dazu beitragen, Bürgerinnen und Bürger mit Informationen zu versorgen – auch, wenn andere Kommunikationsmittel ausgefallen sind.
Aus exzellenter Forschung entstehen konkrete Lösungen
„Der Besuch im emergenCITY-Lab zeigt eindrucksvoll, wie aus exzellenter Forschung konkrete Lösungen entstehen, die im Ernstfall Leben retten und die Funktionsfähigkeit Kritischer Infrastrukturen sichern können“, sagte Digitalministerin Kristina Sinemus. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit setze wichtige Impulse für die Zukunftsfähigkeit und Krisenfestigkeit digitaler Systeme in Hessen und darüber hinaus. Staatsminister Michael Meister ergänzt: „Die Zusammenarbeit mehrerer hessischer Universitäten mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der Stadt Darmstadt sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat Vorbildcharakter.“
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