NiedersachsenLand und Landkreis realisieren Online-Services

Der Landkreis Nienburg/Weser und das Land Niedersachsen haben Erfolge bei der Verwaltungsdigitalisierung erzielt.
(Bildquelle: Kreis Nienburg/Weser)
Die Verwaltungen im Landkreis Nienburg/Weser und das niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung haben gemeinsam ein Zeichen gesetzt: Innerhalb von knapp drei Monaten konnten alle kreisangehörigen Kommunen zahlreiche OZG-Fokusleistungen und Leistungen von föderalem Interesse digital bereitstellen. Möglich gemacht hat das laut Ministeriumsangaben ein im November 2025 pilotiertes neues gemeinsames Vorgehen zwischen dem Innenministerium, dem Landkreis und allen kreisangehörigen Kommunen sowie deren IT-Dienstleistern. Das Ergebnis sei ein gemeinschaftlicher Erfolg – und ein Beleg dafür, dass Verwaltungsdigitalisierung in der Fläche schnell gelingen kann, wenn Land und Kommunen von Anfang an strukturiert zusammenarbeiten.
Neue digitale Leistungen in allen Kommunen
Ab sofort stehen Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt Nienburg/Weser, der Stadt Rehburg-Loccum, den Samtgemeinden Grafschaft Hoya, Heemsen, Mittelweser, Steimbke, Uchte und Weser-Aue sowie im Flecken Steyerberg zusätzliche Services aus dem Bereich der OZG-Fokusleistungen und Leistungen von föderalem Interesse digital zur Verfügung. In allen Kommunen können unter anderem die elektronische Wohnsitzanmeldung sowie Anträge im Zusammenhang mit Eheschließungen online erledigt werden, so das Innenministerium. Die Stadt Nienburg/Weser bietet darüber hinaus auch Wohngeld- sowie Bauanträge digital an.
Mit den neuen digitalen Angeboten können so viele Anliegen zeit- und ortsunabhängig erledigt werden. Gleichzeitig tragen die Online-Verfahren zu einer Entlastung der Verwaltungen bei und ermöglichen effizientere Abläufe.
Auch der Landkreis Nienburg/Weser erweitert sein digitales Serviceangebot: Bürgerinnen und Bürger können dort bereits waffenrechtliche Erlaubnisse, Wohngeld sowie Elterngeld online beantragen. Weitere Dienste wie eine Verpflichtungserklärung, einen Antrag auf Einbürgerung oder auf Unterhaltsvorschuss stehen kurz vor der allgemeinen Verfügbarkeit.
Kein Einzelkämpferthema
Anke Pörksen, Staatssekretärin für Digitalisierung im Innenministerium, sagt: „Der Erfolg des gemeinsamen Vorgehens in Nienburg hat bewiesen, dass Verwaltungsdigitalisierung auch in einem Flächenland schnell und hoch dynamisch funktioniert. Von den Erfahrungen, die im Landkreis Nienburg gewonnen werden konnten, profitieren jetzt über die Taskforce Digitalisierung viele andere Kommunen in Niedersachsen.“
Martin Franke, Bürgermeister der Stadt Rehburg-Loccum, ergänzt: „Dieses Projekt ist für mich der beste Beweis, dass Digitalisierung kein Einzelkämpferthema ist. Wir haben im Landkreis Nienburg/Weser gemeinsam angepackt – der Landkreis, alle kreisangehörigen Kommunen und das Innenministerium. So haben wir nicht nur unsere Verwaltungen effizienter gemacht, weil Prozesse erstmals durchgehend digitalisiert wurden, sondern können nun den Menschen ein modernes und bequemes Serviceangebot unterbreiten.“
Vom Modellprojekt zur landesweiten Initiative
Das in Nienburg erprobte Vorgehen – die systematische Zusammenarbeit von Land, Landkreis und Kommunen vor Ort – hat laut Innenministerium wichtige Erkenntnisse geliefert zu organisatorischen Hürden, die bei der Einführung digitaler Dienste typischerweise auftreten, dazu, wie sie gemeinsam überwunden werden können und wie sich der Roll-out signifikant beschleunigen lässt. Das so Erlernte sei in die Arbeit der vor wenigen Wochen im Innenministerium eingerichteten Taskforce Digitalisierung Niedersachsen (wir berichteten) eingeflossen. Die Taskforce bündelt alle relevanten Akteurinnen und Akteure erstmals unter einem Dach. Ihr Ziel ist es, den Roll-out digitaler Verwaltungsleistungen niedersachsenweit systematisch zu beschleunigen und insbesondere kleine und mittlere Kommunen strukturiert zu unterstützen.
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