Donnerstag, 28. Mai 2026

FuldaPilotstandort für schnelleres Gründen

[28.05.2026] Fulda übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung von Gründungsverfahren. Als eine von neun Pilotkommunen wurde die Stadt mit ihrer Nachbargemeinde Petersberg vom Bund für das Projekt „Schneller Gründen“ ausgewählt.
Dom Luftaufnahme Fulda Domplatz Innenstadt

Als eine der Pilotkommunen des Projekts „Schneller Gründen“ will Fulda den Weg in die Selbstständigkeit spürbar einfacher machen.

(Bildquelle: Stadt Fulda | Christian Tech)

Ein Unternehmen zu gründen, soll in Fulda künftig einfacher, schneller und digitaler möglich sein. Die hessische Stadt und ihre Nachbargemeinde Petersberg sind einer von neun Standorten in Deutschland zur Pilotierung des Bundesprojekts „Schneller Gründen“. Das teilt das Hessische Ministerium der Finanzen mit. Das Projekt ziele darauf ab, den Gründungsprozess in Deutschland deutlich zu vereinfachen, zu beschleunigen und vollständig zu digitalisieren. Ein zentraler Baustein ist der digitale Kombiantrag für Gewerbe- und Steueranmeldung, der ab Juli 2026 an den Pilotstandorten unter Realbedingungen getestet wird.

„Das Projekt macht den Weg frei für mehr Unternehmergeist und weniger Bürokratie“, kommentiert Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori. „Fulda wird dabei eine Schlüsselrolle spielen: Als Pilotregion zeigt Osthessen, wie moderne, digitale Verwaltung Gründungen spürbar beschleunigen kann.“
„Unser Ziel ist eine vollständig digitale Unternehmensgründung innerhalb von 24 Stunden“, erklärt Kristina Sinemus, Ministerin für Digitalisierung. „Dafür müssen Verwaltungsleistungen digital gebündelt, Register besser vernetzt und das Once-Only-Prinzip konsequent umgesetzt werden.“

Auch Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld freut sich über das starke Signal für den Wirtschaftsstandort. Gemeinsam mit dem Bund, dem Land Hessen und den beteiligten Behörden wolle man den Weg in die Selbstständigkeit spürbar einfacher machen.

Im Rahmen des Projekts hat das Land Hessen vor allem auch seine Start-up-Szene im Blick, denn „gute Ideen dürfen nicht an Formularen und rechtlichen Hürden scheitern“, so Justizminister Christian Heinz: „Wer ein Start-up gründen will, soll das schnell, digital und rechtssicher tun können – vom Notartermin bis zur Handelsregistereintragung.“ Die Erkenntnisse und Erfahrungen des Pilotstandorts Fulda seien hierbei wertvoll für ganz Hessen.





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