Donnerstag, 15. Oktober 2026

Frankfurt am MainKompetenz für KI

[16.07.2026] Ein zentrales KI-Kompetenzteam baut die Stadt Frankfurt am Main auf. Damit sollen der Wissensaustausch einzelner Initiativen und Synergieeffekte gefördert sowie dem demografischen Wandel in der Verwaltung begegnet werden.

Frankfurt am Main bündelt KI-Kompetenzen in einem neuen Team.

(Bildquelle: neyro2008/123rf.com)

Die Stadt Frankfurt am Main richtet im Amt für Informations- und Kommunikationstechnik ein zentrales KI-Kompetenzteam ein. Ziel ist es laut einer städtischen Presseinformation, den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung stadtweit zu koordinieren, vorhandene Aktivitäten zu bündeln und einheitliche Standards zu entwickeln.

„Die Umsetzung basiert auf der Rahmenstrategie Digitalisierung und ist ein weiterer Schritt hin zu einer zeitgemäßen und digitalen Verwaltung. Im privaten Alltag sind KI-Funktionen wie Chatbots längst selbstverständlich. Dieser Entwicklung müssen wir uns auch in der Verwaltung stellen. Wichtig ist dabei, KI-Applikationen strukturiert, datenschutzkonform und unter Einhaltung verbindlicher ethischer Standards gezielt dort einzuführen, wo Mitarbeitende entlastet und der Service für Frankfurterinnen und Frankfurter verbessert werden kann“, sagt Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales.

Einsatz bislang punktuell

Bislang wurden KI-Anwendungen in einzelnen Ämtern bereits punktuell eingesetzt, wie zum Beispiel der Chatbot 115 der Föderalen IT-Kooperation (FITKO) auf der städtischen Website, ein Übersetzungstool auf der Bürgerbeteiligungsplattform ffm.de sowie KI-gestützte Verfahren auf der urbanen Datenplattform, etwa zur Auswertung von Mobilitäts-, Umwelt- und Infrastrukturdaten. Bereits jetzt evaluiert das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik den Einsatz von KI-Sprachmodellen.

Mit dem neuen Kompetenzteam sollen der Wissensaustausch einzelner Initiativen sowie Synergieeffekte gefördert werden, teilt die Stadt des Weiteren mit. Zudem soll das Kompetenzteam sicherstellen, dass neue Anwendungen nach einheitlichen Qualitäts- und Sicherheitskriterien umgesetzt werden. Mögliche Einsatzfelder reichten dabei von der Prüfung eigener stadtinterner Chatbots bis zur Vereinfachung von Formularen für Bürgerinnen und Bürger.

Grundlage schaffen

Mit dem Aufbau des Kompetenzteams reagiert die Stadt eigenen Angaben zufolge auch auf den demografischen Wandel in der Verwaltung. In den kommenden Jahren werden zahlreiche Beschäftigte altersbedingt ausscheiden. Durch den Einsatz von KI können Routineaufgaben perspektivisch automatisiert beziehungsweise unterstützt und somit die vorhandenen Personalressourcen gezielter eingesetzt werden.

Eine stadtweite Umfrage im Jahr 2025 habe ergeben, dass sämtliche teilnehmenden Ämter den Einsatz von KI grundsätzlich befürworten, zugleich aber das Fehlen einer zentralen Ansprechstelle als wesentliche Hürde nannten. „Die gezielte und nutzenstiftende Einführung von KI ist ein langfristiger Veränderungsprozess, den wir gemeinsam mit den Fachämtern strukturiert gestalten wollen“, sagt O’Sullivan. „Mit dem KI-Kompetenzteam schaffen wir dafür die notwendige Grundlage.“





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