Donnerstag, 2. Juli 2026

StudieDigitale Wirtschaft im Vergleich

[14.11.2012] Im internationalen Vergleich liegt Deutschlands digitale Wirtschaft laut einer aktuellen Studie im oberen Mittelfeld. Nachholbedarf besteht vor allem bei der Nutzung von neuen Technologien und Anwendungen.

Ihren aktuellen Monitoring-Report Digitale Wirtschaft haben TNS Infratest und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auf dem Nationalen IT-Gipfel in Essen (13. November 2012) vorgestellt. Untersucht wurden die Leistungsfähigkeit der IKT-Branche und der Internet-Wirtschaft in den Bereichen Markt, Infrastruktur und Nutzung in insgesamt 15 Ländern. Der Standort Deutschland liegt nach Angaben von TNS Infratest auf Rang sechs und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr einen Platz gutmachen. Spitzenreiter sind die USA mit 76 von 100 möglichen Punkten, gefolgt von Südkorea. Ab dem dritten Rang stelle sich das Feld dicht gedrängt auf: So lägen zwischen dem drittplatzierten Japan und dem gemeinsam mit Frankreich neuntplatzierten China lediglich sechs Bewertungspunkte. „Deutschlands digitale Wirtschaft ist auf einem guten Weg, kann aber deutlich mehr“, kommentiert Tobias Weber, Projektleiter des Monitoring-Reports. „Vernetzung und Infrastruktur sind in Deutschland zwar gut entwickelt, jedoch wachsen die Unternehmen derzeit nicht ambitioniert genug.“ So sei Deutschland zwar nach Umsätzen die viertgrößte IKT-Nation weltweit, Länder wie Brasilien, Indien oder China seien jedoch besser platziert, weil sie deutlich schneller wachsen. Zudem nutzen die Deutschen laut der Studie neue Technologien und Anwendungen eher verhalten, was Deutschland im internationalen Ranking ebenfalls zurückwirft. Sabine Graumann, Senior Director bei TNS Infratest: „Die aktuelle Herausforderung an Wirtschaft und Politik lautet, schnellere Übertragungsraten bereitzustellen. Nur so können sich neue Anwendungen verbreiten und neue Geschäftsfelder entstehen.“





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