Samstag, 9. Mai 2026

Formular-ManagementAssistent fürs Standesamt

[15.11.2019] Intelligente Formularassistenten helfen bei der medienbruchfreien Abwicklung von Prozessen im Standesamt. Die Schnittstelle zu AutiSta und die Einbindung von E-Payment vervollständigen das Angebot, sind aber optional.
Stadt Diepholz setzt auf Online-Urkundenservice.

Stadt Diepholz setzt auf Online-Urkundenservice.

Die Erwartungen an die Dienstleistungen der öffentlichen Hand werden geprägt von der alltäglichen Präsenz von Internet, Handy und den vielen kleinen Helfern und Assistenten in Verkaufsportalen und sozialen Netzwerken. Ohne Warteschlange und unverständliche Papierformulare wollen Bürger nutzerorientiert Anträge stellen, Sachverhalte klären, Urkunden bestellen, Geburten oder Sterbefälle anzeigen.
Das Onlinezugangsgesetz (OZG) gibt den Beteiligten hier einen zeitlichen und rechtlichen Rahmen vor. Diesen mit Leben zu füllen, stellt jedoch eine besondere Herausforderung dar. Wenig sinnvoll ist es, für jeden Bereich eine eigenständige technische Lösung zu kreieren, denn der Aufwand für die Einrichtung und Betreuung ist weder wirtschaftlich vertretbar noch mit den vorhandenen Ressourcen leistbar. Daher sieht das Antragsmanagement 4.0 von Form-Solutions mit seinen mehr als 5.000 Verlagsobjekten eine gesamtheitliche Lösung für alle Bereiche der Verwaltung vor.

Wartung und Pflege inbegriffen

Es beinhaltet auch Lösungen für das Standesamt mit seinen sehr stark formalisierten Verwaltungsabläufen und Formularen. Diese steigern den Service für die Anfragenden und reduzieren den Aufwand bei den Verwaltungen. Das verdeutlichen die jahrelangen Erfahrungen von Standesämtern, etwa der Städte Diepholz mit jährlich rund 170 Bestellungen und Coesfeld.
Mit den intelligenten Formularassistenten können Bürger ebenso wie andere Stellen folgende Prozesse medienbruchfrei abwickeln: die Bestellung von Geburts-, Ehe-, Sterbe- und Lebenspartnerschaftsurkunden auf der Basis von XPersonenstand, die Anzeige von Geburten und Sterbefällen sowie in Kürze die Anzeige von Eheschließungen. Mit nur einem Link auf der Homepage oder im Portal decken die Assistenten derzeit sechs wichtige Anliegen im Standesamtsbereich ab. Die Daten werden medienbruchfrei und datenschutzkonform über eine Schnittstelle an das Fachverfahren AutiSta übergeben. Mit dem optionalen E-Payment erfolgt eine automatisierte und zuverlässige Einnahme der Gebühren für die Urkunden. Die Technik erlaubt auch eine schrittweise Einführung zunächst ohne Schnittstelle und/oder E-Payment mit oder ohne individuelle Gebührensätze und Inhalte. Die spezielle Ausgestaltung der Assistenten stellt die barrierefreie und rechtskonforme Nutzung sicher. Die Assistenten werden von der Verlagsabteilung von Form-Solutions gewartet und gepflegt, ohne dass sich das jeweilige Standesamt darum kümmern muss.

Individueller Assistent trotz Standardisierung

Dank responsivem Layout passt sich das Formular automatisch an die Bildschirmgröße des jeweiligen Endgeräts an. Schritt für Schritt leitet der Assistent durch den Prozess. Je nachdem, welche Urkunde in welchem Formular benötigt wird, erscheinen erforderliche oder entfallen unnötige Fragen. Auf Basis der hinterlegten Gebührensätze berechnet sich der Preis für die Urkunden.
Bei Aufruf über ein Portal oder bei Nutzung des Personalausweises lassen sich die Antragstellerdaten automatisch vorbefüllen. Solche Funktionen sichern ebenso wie die Autovervollständigung der Postleitzahl, Plausibilisierungsregeln und Validierungen die Qualität der erfassten Daten. Der zuständige Sachbearbeiter kann die Bestellungen und Anzeigen einsehen und direkt in AutiSta weiterverarbeiten.
Individuelle Kundenwünsche, Besonderheiten und Abläufe bei den Standesämtern erfordern eine Anpassung des Standardassistenten aus dem Verlagssortiment. Mit der so genannten Konfigurationsliste lassen sich diese einpflegen und so im Standardassistenten hinterlegen, dass die allgemeinen und rechtlichen Vorgaben um Kundenanforderungen ergänzt werden – egal, ob es sich um individuelle Gebühren oder bestimmte Auswahlkriterien bei der Versandart handelt. Im Ergebnis erhält jeder Kunde seinen individuellen Assistenten, obwohl es ein standardisierter Verlagsassistent ist.

Nutzung als Einzelapplikation möglich

Der Assistent kann auch als Einzelapplikation genutzt werden, wenn der Kunde nicht sowieso schon das Verlagssortiment lizenziert hat. Für die Einarbeitung und Nutzung sowohl der Schnittstelle zu AutiSta als auch von Kundenanpassungen ist lediglich eine, nach Aufwand bemessene Einrichtungsgebühr fällig.
Viele weitere komplexe Ausfüllassistenten für den Standesamtsbereich sind in Planung. Zunächst wird, wie bereits erwähnt, die Geburten- und Sterbefallanzeige um die Anzeige von Eheschließungen erweitert. Zudem werden die Nutzerorientierung und der Ausbau der schon weitgehend vorhandenen Barrierefreiheit mit Blick auf die Umsetzungsfrist zum 1. September 2020 verbessert.

Frank-Olaf Wilhelm ist Geschäftsführer Verwaltungsdigitalisierung und Verlag bei der Form-Solutions GmbH, Selina Alfaiate leitet dort den Verlagsbereich Personenstandswesen.




Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
eine Frau schiebt eine Restabfalltonne auf die Straße

Kreis Oldenburg: SAP zentralisiert Abfallwirtschaft

[08.05.2026] Pünktlich zum Jahresbeginn hat der Kreis Oldenburg gemeinsam mit dem IT-Dienstleister KDO ein technisches Großprojekt auf Basis seines bestehenden SAP-Systems erfolgreich zum Abschluss gebracht: Die Zentralisierung der Abfallwirtschaft. mehr...

Auf einem Smartphone ist eine digitale G´Hundemarke zu sehen, im Hintergrund ist verschwommen ein Hundesgesicht erkennbar
bericht

Essen: Hundesteuermarke auf dem Smartphone

[06.05.2026] Wer einen Hund hält, muss diesen anmelden und erhält dafür eine Hundesteuermarke. Für die rund 30.000 Hunde in Essen steht diese seit Beginn dieses Jahres nicht mehr als Metallmarke, sondern in digitaler Form zur Verfügung. mehr...

Räumfahrzeug auf einer verschneiten Straße in einer Stadt

Winterdienst: Digital auf den nächsten Schnee vorbereiten

[05.05.2026] Bei frühsommerlichen Temperaturen bereiten sich viele Kommunen bereits auf den nächsten Winterdienst vor. Angesichts zunehmend dynamischer Wetterlagen und hoher Anforderungen an Reaktionsgeschwindigkeit und Koordination gewinnen digitale Lösungen zur Alarmierung und Einsatzsteuerung an Bedeutung. mehr...

Kita
bericht

Kita-Lösungen: Ganztagsbetreuung verwalten

[29.04.2026] Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem kommenden Schuljahr stehen Kommunen vor der Aufgabe, mehr Angebote zu schaffen und deren Vergabe effizient zu organisieren. Digitale Lösungen können helfen, Nachfrage und Kapazitäten besser zu steuern. mehr...

Straßenfest mit Essensbuden

EDV Ermtraud: Gaststätte online anmelden

[15.04.2026] Das Land Baden-Württemberg hat den Anzeigeweg im Gaststättengewerbe vereinfacht. Das Unternehmen EDV Ermtraud hat jetzt einen Online-Dienst vorgestellt, über den Bürgerinnen und Bürger ihre Anzeige künftig digital einreichen können. mehr...

Mainz: Umstellung auf den digitalen Bauantrag

[14.04.2026] Die Stadt Mainz treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen voran: Künftig wird auch das zentrale Fachverfahren Bauantrag digital unterstützt. Die Umstellung auf das neue Verfahren erfolgt schrittweise. 
 mehr...

Hund Vicky

nextgov iT: Digitale Hundeverwaltung

[09.04.2026] Gemeinsam mit kommunalen Fachämtern hat der Anbieter nextgov iT einen Dienst für die digitale Hundeverwaltung entwickelt. Der medienbruchfreie Prozess soll den Bürgerservice erhöhen und die Kommunen entlasten. mehr...

Park im Frühling, Bäume, ein Weg und Bänke

RIWA: Lösungen für die digitale Baumpflege

[08.04.2026] Mit seinem Produktportfolio für ein modernes, digitales Baum- und Grünflächenmanagement gibt GIS-Anbieter RIWA Kommunen ein praxisnahes Werkzeug an die Hand, um ihr Baummanagement effizient zu gestalten. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform

[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...

Eine lächelnde Frau hält ein Tablet in der Hand, im Hintergrund ist ein Großraumbüro zu sehen.

AKDB: Digitale Einbürgerung wird flexibler

[31.03.2026] Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern hat den Online-Dienst Digitale Einbürgerung um eine Zwischenspeicherungsfunkion erweitert. Laufende Anträge können nun für bis zu 30 Tage gesichert und zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise über ein anderes Endgerät weiterbearbeitet werden. mehr...

Frau mit laptop auf dem Sofa - Start Kita-Portal cloppenbrügge

Coppenbrügge: Kitaportal gestartet

[26.03.2026] Über ein digitales Kitaportal verfügt jetzt der Flecken Coppenbrügge. Die Kommune im Kreis Hameln-Pyrmont setzt dabei auf Software vom E-Government-Spezialisten NOLIS. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Tisch mit einem Startknopf versammelt.

Kreis Kassel: Medienbruchfrei zur Baugenehmigung

[17.03.2026] Seit März nimmt der Kreis Kassel Bauanträge nur noch online entgegen. Somit läuft das gesamte Baugenehmigungsverfahren vollständig digital ab, was die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen und beschleunigen soll. mehr...

Advertorial: Digitale Transformation braucht Struktur – und konkrete Lösungen

[05.03.2026] Auf dem GovTech-Gipfel Berlin 2026 wurde deutlich: Digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung braucht mehr als Strategiepapiere – sie braucht sofort umsetzbare Lösungen. In der Masterclass von Christopher Bock zeigte sich, wie skalierbare Fachverfahren wie raum]für[raum bereits heute Effizienz, Transparenz und Struktur in hybride Arbeitsmodelle bringen. Der klare Tenor des Gipfels: Jetzt handeln – nicht später. mehr...

Stadt Wolfsburg will sich zukunftsorientiert aufstellen.

Wolfsburg: SAP für Finanz- und Personalprozesse

[05.03.2026] In Wolfsburg wird die bisherige Software zur Steuerung von Finanz- und Personalprozessen durch ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning) abgelöst. Zum Einsatz kommen die Lösungen SAP S/4HANA für das Finanzwesen sowie das Personalmanagement- und Abrechnungssystem SAP SuccessFactors. mehr...

Richter hält Hammer in der Hand im Gerichtssaal

München: Open Source für die Schöffenwahl

[04.03.2026] Einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Justizverwaltung macht die Stadt München. Die Einführung der Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz soll für effizientere Abläufe bei der Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern sorgen. mehr...