4. DigitalministerkonferenzBessere Zusammenarbeit aller Ebenen

Bei der 4. Digitalministerkonferenz kam auch die föderale Aufgabenteilung zur Sprache. Beschlossen werden soll diese aber erst im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz.
(Bildquelle: MASTD/Schacht)
Die Digitalministerinnen und Digitalminister der Länder trafen Anfang dieser Woche bei der 4. Digitalministerkonferenz (DMK) in Berlin zusammen (wir berichteten). Bei der Konferenz unter dem Vorsitz der rheinland-pfälzischen Digitalministerin Dörte Schall standen vor allem Verwaltungsthemen im Fokus: Gesprochen wurde beispielsweise über eine nationale souveräne Technologie-Plattform für die Digitalvorhaben, den sogenannten Deutschland-Stack sowie über Deutschlands Weg zur digitalen Autonomie im europäischen Rahmen. Niedersachsens Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, setzte sich beim Treffen der Digitalministerinnen und -minister von Ländern und Bund aber auch für eine Stärkung der föderalen Zusammenarbeit ein. Dies sei ein wichtiger Schlüssel, um die Verwaltungsdigitalisierung voranzubringen.
ITZBund-Leistungen auch für Kommunen?
„Wenn es uns gemeinsam gelingt, Synergien zu heben und effektiver zwischen Bund, Ländern und Kommunen zusammenzuarbeiten, werden wir eine spürbar digitalere, bürgerfreundlichere und effektivere Verwaltung erleben“, betonte die Ministerin. Die Zahl und die Breite der Aufgaben im Bereich Digitalisierung sei enorm groß. Deshalb müssten Bund und Länder und zumindest alle öffentlichen IT-Dienstleister dringend stärker abgestimmt arbeiten. „Ungeachtet einiger Schwächen in der Umsetzung hat sich das Einer-für-Alle-Prinzip bewährt“, so Behrens. Sie forderte außerdem, dass die Services des Informationstechnikzentrums Bund (ITZBund) auch den Ländern und Kommunen zugänglich gemacht werden. Dass an mehreren Stellen in Deutschland de facto unabhängig voneinander an den gleichen digitalen Problemlösungen gearbeitet werde, könne man „den Bürgerinnen und Bürgern nicht erklären“.
Einfachere Verwaltungsprozesse
Auch über Staatsmodernisierung haben sich die Digitalministerinnen und -minister der Länder mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger ausgetauscht – ein weiterer Faktor, der dazu beiträgt, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen. „Eine deutliche Vereinfachung und Modernisierung der Verwaltungsabläufe ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung in der Verwaltung“, betonte Behrens. So sollen beispielsweise überzogene Formerfordernisse abgeschafft und insbesondere Planungs- und Genehmigungs- sowie Vergabeverfahren deutlich vereinfacht werden. Verständliche, praxistaugliche und leichter digitalisierbare Gesetze und Verordnungen tragen dazu bei, Verwaltungsprozesse einfacher und digitaler auszugestalten.
Im Dezember wollen Bund und Länder im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) über die vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) angekündigte Föderale Modernisierungsagenda beraten und diese beschließen (wir berichteten). Zuletzt hatte auch der Nationale Normenkontrollrat eine neue, effizientere Aufgabenbündelung zwischen Bund, Ländern und Kommunen dringend angemahnt (wir berichteten).
Hessen: Land und Kommunen gestalten Zukunft
[23.02.2026] In Hessen haben das Land und die Kommunalen Spitzenverbände den Zukunftspakt vereinbart, um die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. Dies soll durch den Abbau bürokratischer Lasten, eine faire Finanzierung und engere Zusammenarbeit der Ebenen bei der Digitalisierung erreicht werden. mehr...
Thüringen: Digitalisierung auf Kurs
[17.02.2026] Platz vier im Bundesvergleich, Vorreiter bei digitaler Souveränität und Open Source sowie klare Pläne für 2026 – was hinter den Zahlen steckt und wo Thüringen bewusst andere Wege geht, erläutert Landes-CIO Milen Starke im Interview. mehr...
Frankfurt am Main: Neues Transformation Office
[16.02.2026] In Frankfurt am Main übernimmt nun das Transformation Office die Steuerung der Digitalisierungsvorhaben in der Verwaltung. Wurden die Projekte bislang überwiegend dezentral realisiert, sollen diese fortan beim Transformation Office gebündelt und so effizienter und wirkungsvoller umgesetzt werden. Das Office arbeitet mit allen Ämtern der Stadt zusammen. mehr...
Heidelberg / Hochschule Ludwigsburg: Theorie und Praxis verzahnen
[09.02.2026] Mit dem Ziel, die digitale Modernisierung der Verwaltung voranzutreiben, haben die Stadt Heidelberg und die Hochschule Ludwigsburg jetzt eine Kooperation vereinbart. Geplant sind regelmäßige gemeinsame Forschungsprojekte, aus denen sich Best-Practice-Beispiele auch für andere Kommunen ableiten lassen. mehr...
Schleswig-Holstein: Konsequent digital
[28.01.2026] Von Anlagengenehmigung bis zum Wohngeld: Schleswig-Holstein setzt den Roll-out von Onlinediensten und die Digitalisierung der Verwaltung weiter konsequent um. Ein landeseigenes Digitalisierungs-Dashboard soll die Fortschritte künftig visualisieren. mehr...
OZG-Leistungen: Schub für die digitale Verwaltung
[26.01.2026] Der Bund sowie Bayern und Hessen als Pilotländer erproben einen neuen Weg, um digitale Verwaltungsdienste überall anbieten zu können. Dabei finanziert der Bund Roll-in-Teams für die Kommunen, während sich die Länder verpflichten, bis Ende 2026 fünf Online-Dienste landesweit einzuführen. Das Verfahren soll auf andere Länder übertragen werden. mehr...
Deutscher Städtetag: Lüneburgs OB ist neue Vizepräsidentin
[26.01.2026] Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch ist die neue Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages. Sie folgt auf Katja Dörner, die im Herbst 2025 nicht erneut zur Oberbürgermeisterin gewählt wurde und somit auch aus dem Präsidium des DST ausgeschieden ist. mehr...
Potsdam: Neuer Digitalisierungsrat
[19.01.2026] In Potsdam hat sich der zweite Digitalisierungsrat der Stadt konstituiert. Er soll in den kommenden drei Jahren den digitalen Wandel der brandenburgischen Landeshauptstadt begleiten und bringt dafür Expertise aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein. mehr...
Saarland: Dritte Auflage des E-Government-Pakts
[08.01.2026] Das Saarland und die Kommunen haben die dritte Auflage ihres E-Government-Pakts unterzeichnet. Das Land wird demnach die Kommunen bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und beim Ausbau digitaler Angebote unterstützen. Ein gemeinsames IT-Steuerungsgremium wird die vereinbarten Maßnahmen begleiten. mehr...
GovTech Kommunal: Kommunen digital handlungsfähig machen
[18.12.2025] Die Initiative GovTech Deutschland hat ihr Angebot um den Verein GovTech Kommunal erweitert. Es soll damit eine bundesweite Einheit geschaffen werden, welche die kommunale Digitalisierung systematisch bündelt und konsequent an den Bedarfen der Städte, Gemeinden und Landkreise ausrichtet. Die Mitgliedschaft steht mit gestaffeltem Beitragsmodell allen Kommunen offen. mehr...
Hanau: Stadtweite IT neu ausgerichtet
[18.12.2025] Hanau hat sich das Ziel gesteckt, bis 2030 die Digitalisierung der gesamten „Unternehmung Stadt“ abzuschließen. Dazu werden Entscheidungs-, Verantwortungs- und Budgetstrukturen künftig an einer Stelle gebündelt, zudem soll die Stelle des CDO geschaffen werden. mehr...
Deutscher Landkreistag: Kommunen in Modernisierungsagenda einbinden
[11.12.2025] Die von Bund und Ländern vereinbarte föderale Modernisierungsagenda bewertet der Deutsche Landkreistag (DLT) als positiv. Damit Bürger, Unternehmen und Kommunen jedoch tatsächlich entlastet werden, ist ein enger Schulterschluss mit Landkreisen, Städten und Gemeinden bei der Umsetzung erforderlich. mehr...
Sachsen-Anhalt: Zentrale Serviceagentur für Kommunen
[08.12.2025] Eine Machbarkeitsstudie aus Sachsen-Anhalt zeigt, dass eine zentrale Serviceagentur für Kommunen Verwaltungsabläufe beschleunigen und verbessern kann. Digitalministerin Lydia Hüskens kündigte an, dass ab 2026 sukzessive eine Unterstützungseinheit für Kommunen umgesetzt werden soll. mehr...
IT-Planungsrat: Kommunalbeirat NOOTS
[08.12.2025] Das Kommunalgremium des IT-Planungsrats übernimmt im Zuge der Neuaufstellung des Nationalen Once-Only-Technical-Systems (NOOTS) zusätzlich die Rolle des Kommunalbeirats NOOTS. Es hat dabei keine Entscheidungsbefugnis, sondern erfüllt eine Resonanz- und Feedbackfunktion. mehr...






















