UlmBilanz zum Projekt Zukunftsstadt

2019 fiel in Ulm der Startschuss für die Zukunftsstadt 2030. Nun wurde Bilanz gezogen.
v.l.: die damalige Bundesforschungsministerin Anja Karliczek; Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch; Sabine Meigel, Leiterin der Geschäftsstelle „Digitale Agenda“; Ronja Kemmer, MdB
(Bildquelle: BMBF)
Im Jahr 2015 hat die Stadt Ulm gemeinsam mit 51 deutschen Städten am Wettbewerb Zukunftsstadt 2030 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) teilgenommen – und schaffte es mit sieben weiteren Städten in die dreijährige Realisierungsrunde (wir berichteten). Zum Ende des Programms hat die Kommune nun Bilanz gezogen und die Ergebnisse der Zukunftsstadt 2030 vorgestellt. Wie die Stadt mitteilt, wurden im Rahmen des Projekts unter dem Motto „Nachhaltigkeit digital gestalten – Internet der Dinge für alle“ nachhaltig geprägte Ideen für die Stadtentwicklung im Alltag verankert.
Die Bürgerinnen und Bürger seien dabei von Beginn an als Ideengeber gefragt gewesen. So hätten im Rahmen der Zukunftsstadt 2030 mehr als 155 Veranstaltungen an verschiedenen Orten in der Stadt mit circa 3.000 Bürgerinnen und Bürgern stattgefunden, auch digitale Beteiligungsmöglichkeiten seien zum Einsatz gekommen.
Pionierarbeit geleistet
Pionierarbeit sei auch im Bereich der urbanen Infrastruktur geleistet worden, so die Stadt Ulm weiter. Ein Schaugarten für sensorbasierte Lösungen etwa mache den Weinhof zum Experimentierfeld. Der LoRaPark bringe nicht nur den Ulmern das Thema Sensorik näher, sondern werde mittlerweile auch von Unternehmen, wissenschaftlichen Institutionen und Kommunen aus ganz Deutschland und der Schweiz besucht. Als Basis für die Daten diene das LoRaWAN (Long Range Wide Area Network). Seit 2016 sei Ulm eine der ersten Städte weltweit, die ein solches flächendeckende Netzwerk betreibe. LoRaWAN ermögliche eine nachhaltige, resiliente Stadtentwicklung auf Basis von Sensordaten.
Darüber hinaus hat die Stadt Ulm im Rahmen der Zukunftsstadt eine Musterwohnung entwickelt, die zeigt, wie digitale Lösungen ältere Menschen nachhaltig dabei unterstützen können, bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden zu leben (Active Assisted Living). Zudem wurde das Weiterbildungsangebot Digitalmentoren etabliert, um insbesondere ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger bei der Nutzung digitaler Geräte und Angebote zu unterstützen. Ein weiterer Auszug aus den zahlreichen digitalen Lösungsansätzen, die in Ulm aus dem Programm Zukunftsstadt hervorgingen: Fahrradständer werden nun ausschließlich an den Orten platziert, wo sie nachweislich gebraucht werden, Mitarbeitende der Kommune loten im Kreativraum aus, wie Themen der Modernisierung in die Stadtverwaltung getragen werden können, und Hochbeete sammeln mittels modernster Sensortechnologie autark Regenwasser und tanken Sonnenstrahlen.
Mission Smart City geht weiter
Zum Ende des Programms Zukunftsstadt 2030 hat die Stadt Ulm nach eigenen Angaben bereits weitere Smart-City-Vorhaben im Blick. So seien im Teilprojekt Smartes Grün innovative Ansätze im Bereich Begrünung und Bewässerung im Dichter- und Wengenviertel geplant. Zudem ermöglichten zukünftig sprechende Bäume (Talking Trees) in der Ulmer Innenstadt die Erhebung und Übermittlung von Echtzeitdaten über deren Zustand und Gesundheit. „Wir wollen die Mission Smart City fortsetzen“, bekräftigt Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch, „denn für uns, unsere Partner und unsere Fördergeber ist sie durchweg ein ungemein wertvolles Projekt.“
Pforzheim: Ideen für die Smart City
[15.10.2026] Wie können offene Daten und Künstliche Intelligenz dazu beitragen, kommunale Herausforderungen zu lösen? Beim Smart City Hackathon in Pforzheim entwickeln die Teilnehmenden Anfang November praxisnahe Lösungen – vom Landschaftsschutz bis zum Winterdienst. mehr...
Apps: Smart City kann klein starten
[13.10.2026] Auch kleinere und mittlere Kommunen können Smart-City-Angebote mit überschaubarem Aufwand umsetzen. Ein möglicher Einstieg sind kommunale Apps: Sie bündeln Informationen, vernetzen lokale Akteure und eröffnen neue Wege für den Austausch mit der Bürgerschaft. mehr...
Smart City Summer School Dresden: Wissenstransfer für die Stadt der Zukunft
[12.10.2026] Wie lassen sich erfolgreiche Smart-City-Lösungen dauerhaft in Kommunen etablieren und auf andere Städte und Gemeinden übertragen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Smart City Summer School 2026 in Dresden. Forschende aus rund 50 wissenschaftlichen Einrichtungen diskutierten über Wissenstransfer, Resilienz und die Wirkung digitaler Stadtentwicklung. mehr...
Smart City: Digitale Grundversorgung dauerhaft sichern
[08.10.2026] Smarte Städte und Regionen brauchen mehr als befristete Modellprojekte. Sechs Verbände fordern dauerhaft finanzierte, übertragbare Strukturen für die digitale Daseinsvorsorge. Erprobte Lösungen sollen weiterbetrieben werden und allen Kommunen zugutekommen. mehr...
Smart Country Convention: Smart Water als Basis für weitere Anwendungen
[02.10.2026] Zenner zeigt auf der Smart Country Convention 2026, wie sich die Digitalisierung der Wasserwirtschaft mit weiteren Smart-City-Anwendungen verbinden lässt. Eine gemeinsame LoRaWAN-Infrastruktur soll dabei Daten aus unterschiedlichen kommunalen Bereichen übertragen. mehr...
Hamm: Digitaler Erfolgskurs
[24.09.2026] Hamm stellt die Weichen für die nächste Phase seiner Digitalisierung: Die bisherige Digitalisierungsstrategie wird zu einer Smart-City-Strategie für 2027 bis 2032 weiterentwickelt. Neue KI-Anwendungen und eine modernere Dateninfrastruktur sollen dabei eine größere Rolle spielen. mehr...
Köln: MobilitätsCockpit verstetigt
[23.09.2026] Köln führt die Datenplattform MoCKiii nach Abschluss der Förderphase dauerhaft fort. Sie verknüpft Verkehrs-, Umwelt- und Wetterdaten in Echtzeit. Die Informationen fließen unter anderem in Verkehrsanlagen, das Brückenleitsystem und die Mobilithek ein. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 6: Resilient und nachhaltig
[22.09.2026] Um zukunftsfähige urbane Infrastrukturen – smarte Quartiere – zu schaffen, sollten Kommunen die Digitalisierung konsequent als Hebel für ganzheitliche Nachhaltigkeit und Resilienz nutzen. Dabei können sie sich an vier Leitfragen orientieren. mehr...
Haselhorst Smart City Ranking: Ranking ohne Rangliste
[17.09.2026] Das Haselhorst Smart-City-Ranking verzichtet 2026 erstmals darauf, die Platzierungen der untersuchten Städte aktiv zu veröffentlichen. Ganz geheim bleibt die Rangliste dennoch nicht: München hat seinen erneuten ersten Platz bereits selbst bekannt gegeben. mehr...
Gütersloh: Zusammenarbeit im Urban Stack
[17.09.2026] Gemeinsam kommt man auf dem Weg zu Digitaler Souveränität besser voran: Dieser Überzeugung sind die aktuell zehn Kommunen, die sich der von der Stadt Gütersloh entwickelten Datenplattform Urban Stack bereits angeschlossen haben. Beim ersten Community-Treffen gab es jetzt konkrete Weichenstellungen und Neuigkeiten. mehr...
Mönchengladbach / Viersen: Nächtliche Kaltluftströme unter der Lupe
[16.09.2026] In einem gemeinsamen Smart-City-Projekt erforschen Mönchengladbach und Viersen über fest installierte Sensoren die Kaltluftströme in den beiden Städten. Ziel ist es, damit neue Datengrundlagen für Klimaanpassung und Stadtplanung zu schaffen. mehr...
Smart City Index 2026: Stuttgart übernimmt die Spitze
[09.09.2026] Stuttgart führt erstmals den Smart City Index des Digitalverbands Bitkom an und verdrängt München auf Rang 2. Hamburg folgt auf Platz 3. Mönchengladbach, Bremen, Erlangen und Hildesheim zählen zu den größten Aufsteigern unter den deutschen Großstädten. mehr...
Braunschweig: Innovationsstrategie für die digitale Zukunft
[09.09.2026] Für die digitale Transformation der Verwaltung hat Braunschweig eine Innovationsstrategie vorgelegt, über die der Rat Ende September entscheidet. Sie umfasst den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Lösungen sowie den Aufbau einer urbanen Datenplattform. mehr...
Smart-City-Plattformen: Neuer DIN-Standard veröffentlicht
[07.09.2026] Handlungsempfehlungen für den Aufbau resilienter, skalierbarer und nachhaltiger Smart-City-Infrastrukturen liefert jetzt die neue DIN SPEC 91377 zu „Datenmodellen und Protokollen in offenen urbanen Plattformen“. mehr...
Wolfsburg: Virtuelles Modell für reale Planungen
[02.09.2026] Das virtuelle Wolfsburg ist fertig. Der vollständig auf Open-Source-Technologien basierende digitale Stadtzwilling bündelt unter anderem Klima-, Wetter- und Straßenzustandsdaten und soll städtebauliche Vorhaben anschaulicher machen – für die Planenden ebenso wie für Bürgerinnen und Bürger. mehr...


















