Dienstag, 18. August 2026

RegistermodernisierungBremens KoSIT unterstützt den Bund

[29.04.2022] Die Bremer Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) hat mit der Registermodernisierungsbehörde des Bundes eine mehrjährige Kooperation vereinbart. Die KoSIT wird sich dabei vor allem mit EU-Schnittstellen befassen. Dazu schafft die Hansestadt auch neue Stellen im IT-Bereich.

Eine Modernisierung der bisher dezentral geführten elektronischen Datenbestände der öffentlichen Verwaltung – die so genannte Registermodernisierung – ist ein wichtiges Element der Digitalisierungsbestrebungen von Bund, Ländern und Kommunen. In den nächsten Jahren wird die Bremer Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) den Bund und die Bundesländer in den nächsten Jahren bei der dringend notwendigen Registermodernisierung unterstützen. Eine Vereinbarung für eine mehrjährige Kooperation hat die KoSIT am 21. April 2022 mit der Registermodernisierungsbehörde des Bundes getroffen. Dies gab die Pressestelle des Senators für Finanzen bekannt, bei dem auch IT-Management und E-Government angesiedelt sind.
Bremen sei bereits seit langem ein Kompetenzzentrum für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung durch innovative Technologien, heißt es in der Meldung. Mit der Registermodernisierung sei nun ein neuer Aufgabenschwerpunkt für die KoSIT hinzugekommen. Eine moderne Verwaltung brauche leistungsfähige Register, betont Martin Hagen, der für die Digitalisierung zuständige Staatsrat im Bremer Finanzressort. Bürger wie Unternehmen hätten zu Recht den Anspruch, dass sie ihre Daten nicht bei jedem Antrag erneut angeben müssen. Und auch die Behörden sollten problemlos auf einmal erfasste Angaben zurückgreifen können, so Hagen. Ein milliardenschweres Programm solle bis 2025 die Daten der wichtigsten Register besser zugänglich machen. Die Aufgabe der Registermodernisierungsbehörde, die den Aufbau des technischen Systems in Deutschland koordiniere, werde vom Bundesverwaltungsamt (BVA) übernommen.

EU-weite Vernetzung

Die KoSIT wolle sich in den nächsten Jahren vor allem bei den Schnittstellen in Richtung Europa engagieren, denn bis Ende nächsten Jahres vernetzt die europäische Kommission die Verwaltungen ihrer Mitgliedsstaaten. Frank Steimke, einer der beiden Leiter der KoSIT, erklärt einen möglichen Anwendungsfall: Wenn beispielsweise eine deutsche Studentin im Ausland eine Entscheidung zur Anerkennung von Studiennachweisen benötige, solle sie die zukünftig ganz einfach elektronisch erhalten können. Dies höre sich selbstverständlich an, sei aber technisch anspruchsvoll. 27 Mitgliedsstaaten müssten sich auf gemeinsame Technologien und Regeln einigen. Soweit möglich sollen die europäischen Lösungen auch in Deutschland zur Anwendungen kommen. Dadurch werde nicht nur Zeit und Geld bei der Registermodernisierung in Deutschland gespart, sondern auch die Verbindung zur IT-Strategie Europas gestärkt.
Die nun vereinbarte Kooperation mit der Registermodernisierungsbehörde läuft zunächst bis Ende 2025. Pro Jahr stehen bis zu drei Millionen Euro für die in Bremen wahrzunehmenden Aufgaben zur Verfügung. Die KoSIT wolle nun versuchen, mit dem Geld noch mehr hochqualifizierte Stellen zu schaffen. Zwar sei die Lage auf dem Arbeitsmarkt angespannt, doch bestehe in Bremen die Chance, die Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland und Europa unmittelbar zu gestalten.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Parkscheinautomat, davor Arm und Hand mit Handy

Wiesbaden: Jeder dritte Parkvorgang ist digital

[18.08.2026] Das Handyparken hat sich in Wiesbaden zum Bezahlen von Parkgebühren etabliert. Über ein Drittel der Parkvorgänge werden digital abgewickelt. Die Stadtverwaltung profitiert von der komfortablen Möglichkeit ebenfalls: Die erforderliche technische Vorrichtung tragen die Parkenden bereits in ihrer Tasche. mehr...

Drei verschiedene Screenshots der App

Regional-App: Das Fichtelgebirge entdecken

[14.08.2026] Was machen wir heute? Darauf hat die FichtelApp jetzt einige Antworten parat. Ihr neuer Tagesplaner stellt aus Ausflugszielen, Veranstaltungen und Einkehrmöglichkeiten Vorschläge für einen Tag im Fichtelgebirge zusammen – für Gäste ebenso wie für Einheimische. mehr...

Aachen: Krönungssaal erhält AR-Führung

[14.08.2026] Aachen entwickelt eine Augmented-Reality-Führung für den historischen Krönungssaal des Rathauses. Ab 2027 sollen Besucherinnen und Besucher mit AR-Brillen sieben Stationen der Stadt- und europäischen Geschichte erleben. mehr...

Kommune21 im Gespräch: Künzell berichtet über Erfahrungen

[12.08.2026] Wie läuft die Einführung neuer Software im Verwaltungsalltag tatsächlich ab? Im nächsten Webinar „Kommune21 im Gespräch“ berichten die Gemeinde Künzell und JCC Software über Erfahrungen, Schwierigkeiten und Erkenntnisse aus mehreren Digitalisierungsprojekten. mehr...

Screenshot aus einem der gebärdensprachvideos

Augsburg: Digitale Teilhabe ausgebaut

[07.08.2026] Im EU-geförderten Projekt DIWA 4.0 erweitert Augsburg schrittweise den barrierearmen Zugang zu städtischen Informationen. Nach Angeboten in Fremdsprachen und Leichter Sprache stehen auf der Website nun auch Videos in Deutscher Gebärdensprache bereit. mehr...

Databund/BMDS: Besserer Informationsfluss

[06.08.2026] Das BMDS und der Databund haben eine Initiative gestartet, die es ermöglichen soll, dass IT-Unternehmen früher über zentrale Digitalvorhaben des Bundes informiert werden. Gleichzeitig sollen sie ihre Erfahrungen künftig einfacher in die Planungen einbringen. mehr...

Hochwassergebiet, knapp über der Wasserfläche sieht man ein Verkehrsschild, im Hintergrund Bäume und eine Stadtsilhouette

Schleswig-Holstein: Einheitliche Technik für große Schadenslagen

[04.08.2026] Schleswig-Holstein beschafft eine neue Software für die Bevölkerungsschutzbehörden von Land und Kommunen. Sie soll den Austausch von Lageinformationen nahezu in Echtzeit ermöglichen und vor allem bei großflächigen Schadenslagen eine bessere Koordination unterstützen. mehr...

QR-Tafel im Bunten Garten in Mönchengladbach

Mönchengladbach: Smarte Parktour

[04.08.2026] Mit einer Web-App lässt sich eine beliebte Parkanlage in Mönchengladbach nun individuell entdecken. Die digitale Führung verbindet Natur, Geschichte und Wissenswertes mit den Möglichkeiten moderner Technologie. mehr...

Absperrband Feuerwehr dahinter verschwommen Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehreinsatzkräfte
bericht

Katastrophenmanagement: Im Ernstfall den Überblick behalten

[29.07.2026] Kommunen müssen sich heutzutage auf zahlreiche potenzielle Krisen vorbereiten. Doch wann ist eine Lage überhaupt eine Krise? Der KGSt-Lagecheck hilft Kommunen, die Situation einzuschätzen und die richtigen Schritte einzuleiten. Digital und notfalls auch ohne Strom. mehr...

William Schmitt leitet den kommunalen IT-Dienstleister Komm.ONE und folgt nun an der Spitze des Kontrollgremiums der govdigital auf Dieter Rehfeld.

Vitako: Neue Vorstandsspitze

[20.07.2026] Digitale Souveränität, KI, Registermodernisierung und knappe Kassen: Die kommunalen IT-Dienstleister stehen vor anspruchsvollen Jahren. Mit William Schmitt rückt nun der bisherige Stellvertreter an die Spitze ihres Bundesverbands Vitako. mehr...

Farbige Sprechblasen, die mit Linien verbunden sind

TSA: Satzungen und Ortsrecht digital verwalten

[20.07.2026] Viele Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Pflege, Veröffentlichung und Bereitstellung von Satzungen und Rechtsvorschriften. Ein von TSA Public Services initiierter Erfahrungsaustausch soll dabei helfen, bewährte Ansätze kennenzulernen. mehr...

Mehrere Personen auf einem Gehweg, schauen auf ein Smartphone

Hamm: App ins Abenteuer Stadtgeschichte

[17.07.2026] App ins Abenteuer Stadtgeschichte: In der App „Heimat Hamm“ verschmelzen auf einem digitalen Stadtrundgang dank Augmented Reality (AR) Geschichte und Gegenwart. mehr...

Kampagnenmotiv von „125 Jahre Stuttgarter Amtsblatt“ in goldenem Design. Auf der rechten Seite sieht man Leseproben auf verschiedenen digitalen Endgeräten und der Printausgabe.

Stuttgart: Amtsblatt auch als E-Paper

[17.07.2026] Das Stuttgarter Amtsblatt informiert seit 125 Jahren über Kommunalpolitik, Verwaltung und Stadtleben. Nun erscheint das offizielle Bekanntmachungsorgan der Stadt auch als E-Paper mit Vorlesefunktion und Archiv. Die Printausgabe bleibt bestehen. mehr...

DLR-Drohne findet Menschen, die in Not geraten sind – hier im Übungsszenario


DLR: Neue Technik für den Katastrophenschutz

[16.07.2026] In einer groß angelegten Übung im Ahrtal haben 16 Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gezeigt, wie neue Technologien – etwa Drohnen oder robotische Systeme – die Prozesse im Katastrophenschutz stärken und verbessern können. mehr...

Eine Person arbeitet an einem Laptop. Über der Tastatur sind grafisch dargestellte digitale Benutzerprofile und Checklisten eingeblendet. Die Illustration symbolisiert die digitale Verwaltung von Nutzerdaten, Identitäten oder Registrierungsprozessen.

Kommune21 im Gespräch: Digitaler Wandel in Baden-Württemberg

[15.07.2026] Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Baden-Württemberg steht vor wichtigen Entscheidungen. Im Webinar „Kommune21 im Gespräch“ werden Roland Bernhard und William Schmitt am 21. Juli 2026 über die künftige Ausrichtung der Verwaltungsdigitalisierung, die Rolle von Komm.ONE und die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen diskutieren. mehr...