Dienstag, 27. Oktober 2026

BerlinCALM-Bot folgt auf Bobbi

[17.03.2025] An einem Nachfolger für den Ende vergangenen Jahres abgeschalteten Verwaltungs-Chatbot Bobbi arbeitet der Berliner Senat. Dieser soll auf einem großen Sprachmodell à la ChatGPT basieren.

Der Verwaltungs-Chatbot Bobbi hat ab dem Jahr 2017 allerlei Fragen zur Berliner Verwaltung beantwortet, bevor er Ende 2024 abgeschaltet wurde (wir berichteten). Von einem Gespräch, das kaum von einem menschlichen zu unterscheiden wäre, wie es bei modernen KI-Anwendungen der Fall ist, war Bobbi nach Angaben des Berliner Senats immer weit entfernt. Letztlich habe es sich nur um eine bessere Suchmaschine mit freundlichem Gesicht gehandelt.

Der digitalpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, Jan Lehmann, hat durch die Antwort auf seine Anfrage nun herausgefunden, wie es nach der Abschaltung des Chatbots weitergeht. Demzufolge sind die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen für eine Nachfolgelösung bereits geklärt – was für Berlin nicht selbstverständlich sei, so Lehmann.  

Einig ist sich der Berliner Senat nach Angaben von Jens Lehmann auch darüber, wohin die Reise gehen soll: Statt eines regelbasierten Chatbots, wie Bobbi es war, soll der neue Chatbot auf einem großen Sprachmodell à la ChatGPT basieren – eine Conversational AI with Large Language Models, kurz CALM.

Bereits in diesem Jahr soll eine „prototypische, explorative Systemumgebung“ erstellt werden, die auch von den Bürgerinnen und Bürgern nutzbar sein soll. Aufbauend auf den damit gewonnenen Erfahrungen könne der neue Chatbot dann entwickelt oder eingekauft werden. Dabei werde vor allem darauf Wert gelegt, dass der Verwaltungs-Chatbot nicht halluziniert, wie es bisweilen bei ChatGPT vorkommt. Es darf auf keinen Fall vorkommen, dass plötzlich Verwaltungsleistungen erfunden oder falsch dargestellt werden.

Lehmann: „Die KI wird leisten, dass auf Anfragen nicht mehr mit schwer verständlichem Verwaltungsdeutsch geantwortet wird und wird zudem auch auf noch so viele Nachfragen geduldig eingehen. Um ihn bekannt zu machen, darf Bobbis schlauer Nachfolger gerne auch wieder einen niedlichen Namen bekommen. Wir sollten die Berlinerinnen und Berliner in einem kleinen Wettbewerb darüber abstimmen lassen.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Blick über die Müritz auf die St.-Marien-Kirche in der Stadt Röbel, Deutschland

Mecklenburgische Seenplatte: KI unterstützt beim Bauantrag

[22.10.2026] Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte setzt bei der digitalen Baugenehmigung auf Künstliche Intelligenz. Ein neuer KI-Assistent soll Antragstellende durch das Verfahren führen, Fragen beantworten und die Vollständigkeit der Anträge verbessern. mehr...

Symbolfoto: KI-Assistent Metti in Gestalt eines jungen Mammuts mit einem handy in der Hand vor einer Stadtansicht von Mettmann

Mettmann: Metti gibt Auskunft

[21.10.2026] Die Stadt Mettmann setzt auf einen KI-basierten Bürgerassistenten, der rund um die Uhr Fragen beantwortet und Informationen in mehr als zehn Sprachen bereitstellt. Die Einführung verlief nach Angaben der Stadt unkompliziert und mit geringem technischem Aufwand. mehr...

Karsten Wildberger auf einer Bühne, im Hintergrund großer Monitor mit Aufschrift "Agentic AI Hub"

BMDS: Neue Runde für KI-Agenten

[21.10.2026] Agentische KI kann Verwaltungen bei internen Abläufen, der Antragsbearbeitung und im Bürgerservice entlasten. Im Agentic AI Hub des BMDS erproben Kommunen und Start-ups entsprechende Anwendungen. Das Vorhaben geht nach einem vielversprechenden Start nun in die zweite Runde. mehr...

interview

Interview: Viel mehr als ein Chatbot

[20.10.2026] Künstliche Intelligenz kann nicht nur Bürgeranfragen automatisiert beantworten. Welche Potenziale KI-Agenten für Kommunen und Stadtwerke bieten, erläutert Carolin Edler-Mende, Geschäftsführerin von Aristech, im Interview mit Kommune21 auf der Smart Country Convention 2026. mehr...

Blick auf Schreibtisch: Laptop, Hände, gefüllte Kaffeetasse

Rheingau-Taunus-Kreis: Eigene KI für den Verwaltungsalltag

[19.10.2026] Texte entwerfen und zusammenfassen, Informationen schneller recherchieren oder Besprechungen automatisch dokumentieren: KI kann Beschäftigte in Verwaltungen bei vielen Aufgaben unterstützen. Der Rheingau-Taunus-Kreis will dafür ein eigenes KI-Sprachmodell aufbauen – Nachnutzung inklusive. mehr...

auf einem kleinen Fußballfeld an einem öffentlichen Platz spielen Kinder

Wiesbaden: Stadtentwicklung mit KI erleben

[14.10.2026] Wie könnten öffentliche Räume künftig gestaltet werden? Mit dem neuen KI-Tool „Stadtvisionen Wiesbaden“ können Bürgerinnen und Bürger unterschiedliche Zukunftsszenarien für reale Orte in der Stadt entwerfen. Die Anwendung soll zum Nachdenken über Stadtgestaltung anregen. mehr...

Ein laptop steht aufgeklappt auf einem Schreibtisch, auf dem Monitor ist die Anwendung KAI zu sehen

AKDB: Weitere Kommunen können KAI nutzen

[13.10.2026] Nach einer dreimonatigen Pilotphase mit knapp 30 Kommunen stellt die AKDB ihren KI-Assistenten KAI nun weiteren Verwaltungen zur Verfügung. Die Anwendung soll Beschäftigte bei der Recherche, Texterstellung und Nutzung von Verwaltungswissen unterstützen. mehr...

Advertorial: KI im Posteingang der Verwaltung: was sie abnimmt und wo die Grenze liegt

[12.10.2026] Wenn KI Anträge, Rechnungen und Anfragen vorsortiert, bleibt in der Verwaltung mehr Zeit für die eigentliche Fallarbeit. Wie weit die Automatisierung des Posteingangs gehen kann – und warum die letzte Entscheidung beim Menschen bleiben sollte. mehr...

Eher dunkler, blau-violett-beleuchteter Saal mit vielen Menschen, im Hintergrund eine Bühne.

Bitkom: Ja zur Behörden-KI

[08.10.2026] Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt wachsende Zustimmung zu KI bei Behördenanträgen. Meist soll ein Mensch an der Entscheidung beteiligt sein. Gefragt sind auch Behörden, die von sich aus aktiv werden, und mehr Tempo bei der kommunalen Digitalisierung. mehr...

Arnsberg: Bürger können Arni fragen

[07.10.2026] Bürger der Stadt Arnsberg müssen nun nicht mehr auf Öffnungszeiten achten, wenn sie eine Frage an die Stadtverwaltung haben, sondern können sich damit ab sofort an den KI-gestützten Chatbot Arni wenden. mehr...

Frau am Schreibtisch mit Overlay aus Ordnericons und Dokumentenicons

deAI Labs: Marktstart für KI-Plattform daeo

[07.10.2026] Mit daeo bringt das deutsche KI-Start-up deAI Labs eine Plattform für Mittelstand und Verwaltung auf den Markt. Sie soll verstreute Daten für unterschiedliche KI-Anwendungen aufbereiten. Der kommunale Software-Anbieter komuna nutzt sie bereits in seinem Support. mehr...

Stilisierte Darstellung eines Chatbots mit Headset, verschwommen im Hintergrund ist eine Frau zu sehen, die den Bot antippt.

European Public Sector Award: BärGPT auf Platz zwei

[06.10.2026] Der Berliner KI-Assistent BärGPT wurde beim European Public Sector Award für nutzerzentrierte Dienste auf regionaler und lokaler Ebene prämiert. Die Anwendung von Senatskanzlei und CityLAB Berlin hilft bei Recherche, Texterstellung und Dokumentenbearbeitung. mehr...

Besucher am „Tag der offenen Baustelle“ auf dem Gelände des entstehenden IPAI CAMPUS im Heilbronner Norden

Komm.ONE: Beitritt zum KI-Netzwerk IPAI

[06.10.2026] Komm.ONE ist jetzt Mitglied des Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) in Heilbronn. Der kommunale IT-Dienstleister will dort seine Expertise in der Verwaltungsdigitalisierung einbringen und Kommunen stärker mit Fachleuten für Künstliche Intelligenz vernetzen. mehr...

Ein Straßenschild mit dem Zusatz "Hochwasser" steht vor einer Wasserfläche im Abendlicht.

Leverkusen: KI und Radar erkennen Hochwasserlagen

[30.09.2026] Die Stadt Leverkusen beteiligt sich über die Kooperation ÜVAW am Aufbau von KIRa-Berg, einem KI- und radargestützten Frühwarnsystem im Bergischen Land, das Überflutungsgefahren früher erkennt. Die Stadt könnte im Ernstfall schneller handeln und die Bevölkerung besser warnen. mehr...

Personengruppe zum Gruppenbild aufgestellt hinter den Buchstaben "bcsd"

bcsd: KI hilft beim Stadtmarketing

[30.09.2026] Auch im Stadtmarketing gehören KI-Anwendungen vielerorts bereits zum Arbeitsalltag. Eine Untersuchung der bcsd und der imakomm Akademie zeigt: Die praktische Nutzung wächst schneller, als die nötigen Strategien, Kompetenzen und Regeln entstehen. mehr...