Donnerstag, 5. März 2026

TampereFinnische Metaversum-Stadt

[04.08.2023] Als Pionierstadt des Metaversums bezeichnet sich die finnische Stadt Tampere. Intelligente Lösungen, welche die digitale und physische Welt nahtlos verbinden, sollen hier vor allem das Wohlbefinden der Bürger steigern. Die Stadt geht dazu viel in den Austausch mit anderen Städten.

Eine nahtlose Kombination aus digitaler und physischer Welt soll das städtische Leben im finnischen Tampere mehr und mehr verbessern. Wie sich der Website Smart Tampere entnehmen lässt, kooperiert die Stadt dafür nicht nur mit branchenführenden Unternehmen wie VTT, Microsoft und Nokia. Sie beschreibt auch die Kooperation mit anderen Städten und Ökosystempartnern als unerlässlich, um das Potenzial des Metaversums voll ausschöpfen zu können. Das spiegelt sich beispielsweise in Tamperes Agieren rund um die so genannten Sechs-Städte-Strategie wider. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Strategie der sechs größten Städte Finnlands, um große Herausforderungen wie die Urbanisierung oder Digitalisierung zu bewältigen. Neben Tampere stehen Helsinki, Espoo, Vantaa, Turku and Oulu hinter der Strategie. Im Mittelpunkt dieser Entwicklungen soll immer der Mensch stehen. Entsprechend will auch Tampere das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger als Gradmesser für die Metaverse-Entwicklung verstehen.
Als „Pionierstadt des Metaversums“ will Tampere außerdem Testplattform für andere Städte, Unternehmen und die Forschung sein. Laut Smart Tampere hat die Stadt bereits ein Netzwerk aufgebaut, das es Stadtbewohnern, Unternehmen und Forschungseinrichtungen ermöglicht, Smart-City-Lösungen zu erproben und zu entwickeln. Insgesamt 26 Verbundexperimente seien hier bislang abgeschlossen worden, von denen elf als dauerhafter Bestandteil in den städtischen Betrieb integriert seien. Hinzu kommen Veranstaltungen wie Hackathons. Hunderten von Teilnehmern habe dies ermöglicht, sich über die neuesten Technologien zu informieren, Kontakte zu knüpfen und ihre Ideen vorzustellen. Tampere ist des Weiteren aktiver Teilnehmer mehrerer internationaler Netzwerke rund um die intelligente Stadt. Dazu zählen das Nordic Smart City Network, The European Innovation Partnership for Smart Cities and Communities (EIP-SCC), Open and Agile Smart Cities (OASC) oder der International Council for Local Environmental Initiatives (ICLEI).
Ein Thema der Metaverse-Stadt Tampere ist auch die Digitalisierung der Verwaltung. Bis zum Jahr 2025 sollen deren Dienstleistungen überwiegend elektronisch angeboten werden. Das Smart Tampere Digitalization Program umfasse umfangreiche Übergangsinitiativen und agile Experimente. Denn durch schnelle Experimente mit einer begrenzten Teilnehmerzahl lasse sich herausfinden, welche digitalen Dienste am besten funktionieren. Dadurch vermeide die Stadt erfolglose Beschaffungen und erhalte gleichzeitig Informationen über neueste Technologien. Angedeutet wird außerdem, dass die Stadt ihre Abläufe im Blick behalten und sie gegebenenfalls anpassen will.
Ein weiteres Ziel der Metaverse-Stadt: Bis zum Jahr 2030 will Tampere CO2-neutral werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Blick von Außen durch die Glasfront eines Ladengeschäfts ins Stadtlabor Soest

Studie: Ankerorte für den digitalen Wandel

[04.03.2026] Stadtlabore, Makerspaces und Digitalwerkstätten machen Smart-City-Themen für den Alltag greifbar. Im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities (MPSC) wurde nun untersucht, wie solche Ankerorte des digitalen Wandels wirken – und was sie für Kommunen leisten können. mehr...

Eine bei der Polizeibehörde Freiburg um Breisgau angestellte Person nimmt mit der Smartphonekamera ein geparktes Fahrzeug auf.

Scan-Fahrzeuge: Abschluss der Versuchsreihe in Freiburg

[02.03.2026] Baden-Württemberg hat in mehreren Pilotkommunen den Einsatz von Scan-Fahrzeugen zur digitalen Parkraumkontrolle getestet. Den Abschluss der Versuchsreihe bildet nun Freiburg. Die Ergebnisse aller Pilotversuche sollen in einem Handlungsleitfaden für Kommunen zusammengefasst werden. mehr...

Nahaufnahme der Reifen und des Unterbodens eines PKW auf verschneiter Straße.

Bad Pyrmont: Smarte Glätte-Detektion

[26.02.2026] Wie glatt es auf den Straßen wird, ist eine Frage, die nicht nur Verkehrsteilnehmende, sondern auch die Winterdienste stark beschäftigt. In Bad Pyrmont werden dazu spätestens im nächsten Winter exakte Daten zur Verfügung stehen. Möglich macht’s ein über LoRaWAN verbundenes Sensorennetzwerk. mehr...

Ein öffentlicher Mülleimer mit Transponder in Arnsberg.

Arnsberg: Smarte Abfallbehälter

[20.02.2026] Die Technischen Dienste Arnsberg behalten öffentliche Abfallbehälter nun mittels Künstlicher Intelligenz (KI) im Blick. Transponder messen den Füllstand der Behältnisse, die KI wertet die gesammelten Daten aus und berechnet optimale Abfuhrtouren.  mehr...

Vier Personen stehen unter einer LED-Tafel, die Parkmöglichkeiten in Wolfsburg anzeigt.

Wolfsburg: City-Infosystem ersetzt Parkleitschilder

[12.02.2026] In Wolfsburg informieren jetzt smarte, frei programmierbare LED-Tafeln flexibel über freie Parkmöglichkeiten und den Verkehr in der Stadt und können auch darüber hinausgehende Hinweise ausstrahlen. Aus dem einstigen Parkleitsystem ist somit ein multifunktionales City-Informationssystem geworden. mehr...

Gruppenfoto vor weißem Lieferwagen

Marpingen: Pilotprojekt für KI-gestütztes Straßenmanagement

[02.02.2026] In Marpingen werden Schäden an Straßen und Verkehrsschildern von kommunalen Fahrzeugen bei Alltagsfahrten per Smartphone erfasst. Eine KI-gestützte Open-Source-Lösung übernimmt die Aufbereitung der Daten. Bald soll die Lösung in 25 weiteren saarländischen Kommunen ausgerollt werden. mehr...

Richard Himes und Landrat Bär halten einen Taupunktsensor, der in einem Raum steht.
bericht

Kreis Hof: Werkzeug für Winterdienst

[29.01.2026] Taupunktsensoren unterstützen im Hofer Land den Winterdienst. Dabei agieren Kreis und angehörige Kommunen gemeinsam. Die Entscheidung über das Ausrücken, Streuen oder Räumen treffen trotz der umfassenden Daten weiterhin die Beschäftigten. mehr...

Drei Personen stehen nebeneinander in einem Raum und halten eine Urkunde und den Milesight Impact Award 2025 in den Händen.

Smart Waste Hürth: Weltweites Leuchtturmprojekt

[27.01.2026] In Hürth messen Ultraschallsensoren den Füllstand öffentlicher Abfallbehältnisse und senden diese Daten an eine Künstliche Intelligenz. Die ermittelt, wann die Müllwagen welche Route nehmen sollten, um die Behälter zu leeren. Jetzt ist Smart Waste Hürth als weltweit sichtbares Leuchtturmprojekt ausgezeichnet worden. mehr...

Zwei Screenshots aus er App Park Stark: links die Umkreissuche, rechts Anzeige aller freien bzw. belegten Parkplätze im Stadtgebiet von Mannheim.

Mannheim: Orientierung für barrierefreies Parken

[20.01.2026] In Mannheim steht eine neue, barrierefreie App für die Suche nach freien Schwerbehindertenparkplätzen zur Verfügung. Park-Stark nutzt Echtzeitdaten von über 250 Stellplätzen und zeigt Verfügbarkeit, Navigation und Alternativen direkt auf dem Smartphone an. mehr...

Blick auf eine Veranstaltungshalle. Im Hintergrund ist ein Messestand zu sehen, davor stehen zahlreiche kleinere Tische, an denen Personen zusammen sitzen.

Mönchengladbach: Fünfter Smart City Summit Niederrhein

[20.01.2026] Mönchengladbach lädt am 26. Februar zur fünften Auflage des Smart City Summit Niederrhein ein. Mit Vorträgen, Workshops und einem großen Ausstellungsbereich richtet er sich an ein Fachpublikum, das sich mit der digitalen Transformation von Kommunen beschäftigt. Dabei werden strategische Perspektiven mit anschaulichen Praxisbeispielen verknüpft. mehr...

Bürgermeister Michael Gerdhenrich hält die neue Broschüre in der Hand, im Hintergrund ist auf einem Bildschirm das Video zu BE smart zu sehen.

Beckum: BE smart

[09.01.2026] Konsequent treibt Beckum die Entwicklung zur Smart City voran. Beispielsweise bietet die Stadt mittlerweile ein digitales Bürgerbüro, eine Mängelmelder-App oder einen Kita-Navigator an. Einige ihrer Digitalisierungsprojekte stellt die Kommune nun in einer digitalen Broschüre und einem Kurzfilm vor. mehr...

Porträtaufnahme von Karola Voss.
interview

Serie Digitalstädte: KI wird uns weiterhelfen

[08.01.2026] Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß will im Bereich Wissensmanagement noch stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und dadurch Ressourcen schonen. mehr...

Blick auf das Hauser Rathaus, ein großzügiger Backsteinbau.
bericht

Serie Digitalstädte: Mit Super-App unterwegs

[07.01.2026] In einer losen Serie stellt Kommune21 Digitalstädte mit Vorbildcharakter vor. Den Anfang macht Ahaus: Die nordrhein-westfälische Stadt ist ein Reallabor für digitale Anwendungen – mit einer Super-App als Schlüssel. mehr...

Screenshot der Startseite von herzlich-digital.de.

Kaiserslautern: Geordnete Liquidation von KL.digital

[06.01.2026] Die Stadt Kaiserslautern bereitet die geordnete Liquidation der KL.digital GmbH zum 30. Juni 2026 vor. An diesem Tag endet der Förderzeitraum der Modellprojekte Smart Cities, auf der die finanzielle Grundlage von KL.digital vollständig beruht. Die Projekte und Ideen sollen aber nahtlos in die Stadtverwaltung übergehen und dort weiterentwickelt werden. mehr...

Ein Netzwerk bestehend aus leuchtenden Linien.

Göttingen: Ausbau des städtischen Messnetzes

[22.12.2025] Ein Sensoriknetzwerk liefert der Stadt Göttingen wichtige Informationen über Wasserstände, die Baumgesundheit und die lokale Klimaentwicklung. Das Netz soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Die Daten sollen unter anderem in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen. mehr...