Montag, 8. Juni 2026

KILLMoin für Bremen

[05.06.2025] Nach Hamburg und Niedersachsen setzt jetzt auch die Freie Hansestadt Bremen auf den KI-Assistenten LLMoin. Damit sollen Beschäftigte entlastet und die Effizienz gesteigert werden.
Laptop mit KI-Kopfsymbol davor

Bremer Verwaltung wird künftig von KI unterstützt.

(Bildquelle: peshkova/123rf.com)

Die Bremer Verwaltung setzt künftig auf den KI-Assistenten LLMoin. Das hat der Senat jetzt beschlossen. LLMoin ist ein speziell für den Einsatz in Behörden entwickelter Textassistent. Wie der Bremer Finanzsenat mitteilt, basiert LLMoin auf einem Large Language Model und weist in der Funktionsweise Ähnlichkeiten zu ChatGPT auf, unterscheidet sich aber deutlich mit einem starken Fokus auf Datenschutz, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit.

Finanzsenator Björn Fecker sagt: „Die Einführung von LLMoin ist ein Meilenstein für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung. Der KI-Assistent entlastet die Beschäftigten der Verwaltung bei der täglichen Arbeit. Zum Beispiel bei der Texterstellung oder auch bei Rechercheaufgaben. Das bringt Zeitvorteile und erhöht die Effizienz von Verwaltungsprozessen. Davon profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger. Gegenüber herkömmlichen KI-Assistenten ist mit LLMoin gewährleistet, dass die Daten in einer geschützten und datenschutzkonformen Umgebung bearbeitet werden.“

Bremen greift laut der Pressemeldung auf alle Funktionen von LLMoin zurück. Dazu gehören Textzusammenfassung, Recherche-Assistenz und Textgenerierung, bei der die KI aus Stichwörtern oder Vorgaben wie der gewünschten Textart vollständige Texte wie Vermerke oder E-Mails erstellt. Darüber hinaus können Beschäftigte mit der KI chatten und dabei beispielsweise Ideen für einen Vortrag sammeln oder sortieren, heißt es in der Pressemeldung aus Bremen.

Beträchtliches Synergie- und Effizienzpotenzial

Der Einsatz von LLMoin hat beträchtliches Synergie- und Effizienzpotenzial. Selbst bei der sehr konservativen Annahme, dass Bremer Verwaltungsbeschäftigte mit dem KI-Assistenten lediglich fünf Minuten Arbeitszeit pro Tag einsparen, käme das einer Wertschöpfung von rund hundert Vollzeitstellen gleich, so der Finanzsenat.

Für die Beschäftigten seien Schulungen zur Arbeit mit dem KI-Assistenten vorgesehen. Außerdem könne auf bereits existierende Schulungsmodule aus Hamburg (wir berichteten) zurückgegriffen werden, wo der KI-Assistent ebenso wie in Niedersachsen (wir berichteten) bereits erfolgreich genutzt wird. Ein erster Pilot-Roll-out ist für Juli geplant. LLMoin kommt nach Angaben des Finanzsenats in der Kernverwaltung sowie in einigen Eigenbetrieben zum Einsatz, die dafür die technischen Voraussetzungen haben.





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