Samstag, 11. April 2026

VitakoNRW stand im Fokus

[11.04.2019] Bei einer turnusmäßigen Mitgliederversammlung der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, befassten sich die Teilnehmer mit dem Sachstand rund um die E-Government-Umsetzung in Nordrhein-Westfalen.

Auf Einladung von IT-Dienstleister GKD Recklinghausen hat am 4. und 5. April 2019 die turnusmäßige Mitgliederversammlung der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, in Haltern am See stattgefunden. Auf der Agenda standen laut Vitako prominente Digitalprojekte aus Nordrhein-Westfalen. Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, gewährte etwa Einblicke in die Digitalstrategie.NRW, die das Land gestern (10. April 2019, wir berichteten) vorgestellt hat. Aus Dammermanns Sicht sei es wichtig, die Menschen vom Nutzen und von den Vorteilen der Digitalisierung zu überzeugen: „Wir werden nur erfolgreich sein, wenn wir den Bürgern in zwei, drei Jahren erfolgreiche Projekte anbieten können.“ Es sei eine neue Stimmungslage in NRW auszumachen. Die fünf digitalen Modellkommunen des Landes – Soest, Paderborn, Wuppertal, Aachen und Gelsenkirchen (wir berichteten) – und der neue ressortübergreifende Zuschnitt des Ministeriums, das für alle Bereiche der Digitalisierung verantwortlich zeichnet, würden gut angenommen.
In Recklinghausen wird an der Umsetzung eines Serviceportals für Bürger und Unternehmen gearbeitet, berichtet Vitako weiter. Dieses stellte Sören Kuhn, Geschäftsführer des IT-Dienstleisters GKD Recklinghausen, vor. Demnach hat die regionale Wirtschaftsförderung das Konzept Umbau 21 (wir berichteten) aufgelegt und verwendet Mittel aus dem Kohlerückzug unter anderem für Digitalisierungsprojekte. Die geplante Portalarchitektur werde mit einem Fördervolumen von 8,8 Millionen Euro unterstützt.
In der Modellkommune Gelsenkirchen lautet das Motto „Wir – die vernetzte Stadt“. Eine Kooperation zwischen dem Vitako-Mitglied GKD Emscher-Lippe, den Stadtwerken, der Westfälischen Hochschule und weiteren Beteiligten will die Bürger mit den städtischen Einrichtungen vernetzen und die digitale Stadtentwicklung vorantreiben. So sei eine umfassende Open-Data-Infrastruktur entstanden. In einem Modellprojekt wird eine Bürger-ID per Smartphone entwickelt (wir berichteten). Mittels Big Data sollen künftig Beleuchtung, Parken, Crowd Management und Verkehrslenkung digital überwacht und unterstützt werden.
Den Umsetzungsstand des Onlinezugangsgesetzes (OZG) in Nordrhein-Westfalen stellte Professor Andreas Engel, Vorsitzender des Dachverbands Kommunaler IT-Dienstleister in Nordrhein-Westfalen (KDN) vor. 25 Prozent der OZG-Antragsleistungen seien bereits digital verfügbar. Zudem beteiligen sich 31 nordrhein-westfälische Kommunen in 13 Themenfeldern an den OZG-Digitallaboren. Während das Servicekonto.NRW (wir berichteten) und das Gewerbe-Service-Portal des Landes (wir berichteten) bereits im Einsatz sind, sollen Mitte 2019 die verschiedenen kommunalen Serviceportale zum Portalverbund.NRW zusammengeschlossen werden. Auch auf kommunaler Ebene trage das Land zu einer guten Ausgangslage für die Digitalisierung bei, etwa indem es die fünf Modellkommunen mit 91 Millionen Euro unterstützt. Insgesamt könne NRW 42 Projekte im Förderschwerpunkt E-Government vorweisen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Porträt Jasmin Grünschläger
interview

Interview: Wir sitzen im gleichen Boot

[02.04.2026] Im Märkischen Kreis haben sich mehrere Kommunen zum Netzwerk Digitalisierung und E-Government zusammengeschlossen. Welchen Mehrwert der interkommunale Austausch bringt, beschreibt Jasmin Grünschläger, Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Menden. mehr...

Digitalstrategie SH 2026

Schleswig-Holstein: Digitalstrategie 2026 vorgestellt

[19.03.2026] Schleswig-Holstein hat seine neue Digitalstrategie beschlossen. Erstmalig waren zentrale Partner aus Kommunen und Zivilgesellschaft systematisch in den Strategieprozess eingebunden, um einen breiten gesellschaftlichen Ansatz zu ermöglichen. mehr...

Vier lächelnde Männer in Anzügen sitzen nebeneinander an einem Holztisch, vor sich Dokumente, hinter sich drei drapierte Flaggen (EU; BRD, Baden-Württemberg)

Baden-Württemberg: Gemeinsam schneller digital

[18.03.2026] In Baden-Württemberg haben Land und Kommunen eine neue – die inzwischen dritte – E-Government-Vereinbarung unterzeichnet. Das Land will den Roll-out von Verwaltungsleistungen in den Kommunen mit weiteren zehn Millionen Euro finanzieren. mehr...

Porträtaufnahme von Milen Starke.

Thüringen: Land unterstützt Kommunen intensiv

[17.03.2026] Ein neuer Prüfbericht des Thüringer Rechnungshofs sieht beträchtliche Defizite bei der OZG-Umsetzung und der Digitalisierung der kommunalen Verwaltung. In einer Stellungnahme erläutert das Digitalministerium, wie das Land Kommunen unterstützt. mehr...

Spielwürfel mit aufgedruckten Pfeilen weisen den Weg hin zu einem Würfel mit grünem Häkchen.
bericht

Verwaltungsdigitalisierung: Lehren für die Zukunft ziehen

[12.03.2026] In 25 Jahren Verwaltungsdigitalisierung mangelte es nicht an ehrgeizigen Zielen. Diese wurden aber trotz der nötigen finanziellen Ressourcen häufig verfehlt. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit können Lehren für aktuelle Projekte gezogen werden. mehr...

Luftbild von Meschede

Hochsauerlandkreis: Weichenstellung für die Zukunft

[11.03.2026] Im Hochsauerlandkreis will ein neuer Ausschuss für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung für Zukunftsfähigkeit sorgen. In der Auftaktsitzung befassten sich die Ausschussmitglieder intensiv mit dem aktuellen Stand der Verwaltungsdigitalisierung und dem Ausbau der Breitband- und Mobilfunkinfrastruktur. mehr...

Porträtaufnahme von Nikolaus Reisel.
interview

Digitalisierung: Wiens sozialer Auftrag

[10.03.2026] Technologie soll Freiheit schaffen – nicht einengen, sagt Nikolaus Reisel. Kommune21 sprach mit dem Head of Platform der Stadt Wien über digitalen Humanismus, offene Standards und den Einsatz von KI in der Verwaltung der österreichischen Hauptstadt. mehr...

Blick von hinten auf eine männliche Figur im Anzug, die in einem Tunnel aus Papieren steht, am Ende des Tunnels ist Licht.

Hessen: Standardbefreiung online beantragen

[09.03.2026] Hessens Kommunen sollen die Möglichkeit haben, neue Wege der Aufgabenerfüllung zu erproben. Die so genannte Standardbefreiung erlaubt es kommunalen Körperschaften, von landesrechtlichen Regelungen abzuweichen, um Abläufe zu modernisieren und Bürokratie abzubauen. Dazu gibt es jetzt einen unkomplizierten Online-Antrag. mehr...

Die Präsidenten von Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund vor Mikrofonen

Spitzenverbände: Kommunale Handlungsfähigkeit sichern


[06.03.2026] Die kommunalen Spitzenverbände warnen vor der Handlungsunfähigkeit von Städten, Landkreisen und Gemeinden. Bund und Länder müssten dringend Maßnahmen ergreifen, sollen die kommunalen Haushalte nicht vollständig kollabieren. mehr...

NExT/DigitalService: Nachhaltige Verwaltungsmodernisierung

[05.03.2026] Eine gemeinsame Veröffentlichung von NExT und dem DigitalService des Bundes zeigt Wege zu einer wirksamen Verwaltungsdigitalisierung. Dabei wird deutlich: Nachhaltige Effekte und eine echte Digitalrendite entstehen vor allem durch die gezielte Modernisierung der Verwaltungsstrukturen. mehr...

Reihe von Autos, die in einer Straße parkt,, der Bildhintergrund ist unscharf.

DStGB: Praxisnaher Rahmen für Parkraumkontrolle

[02.03.2026] Die Kommunalen Spitzenverbände äußerten sich bei einer Anhörung im Bundestag zu geplanten Gesetzesänderungen, die auch die digitale Parkraumkontrolle betreffen. Sie fordern unter anderem eine praxisgerechte, flexible und technologieoffene Umsetzung ohne zusätzliche Bürokratie. mehr...

Drei offensichtlich gut gelaunte, lachende Männer in formaler Kleidung vor einem Tisch mit Dokumenten, warme Farbstimmung im Bild.

Hessen: Land und Kommunen gestalten Zukunft

[23.02.2026] In Hessen haben das Land und die Kommunalen Spitzenverbände den Zukunftspakt vereinbart, um die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. Dies soll durch den Abbau bürokratischer Lasten, eine faire Finanzierung und engere Zusammenarbeit der Ebenen bei der Digitalisierung erreicht werden. mehr...

Porträtaufnahme von Milen Starke.
interview

Thüringen: Digitalisierung auf Kurs

[17.02.2026] Platz vier im Bundesvergleich, Vorreiter bei digitaler Souveränität und Open Source sowie klare Pläne für 2026 – was hinter den Zahlen steckt und wo Thüringen bewusst andere Wege geht, erläutert Landes-CIO Milen Starke im Interview. mehr...

Frankfurt am Main: Neues Transformation Office

[16.02.2026] In Frankfurt am Main übernimmt nun das Transformation Office die Steuerung der Digitalisierungsvorhaben in der Verwaltung. Wurden die Projekte bislang überwiegend dezentral realisiert, sollen diese fortan beim Transformation Office gebündelt und so effizienter und wirkungsvoller umgesetzt werden. Das Office arbeitet mit allen Ämtern der Stadt zusammen. mehr...

Zwei Personen unterzeichnen eine Absichtserklärung

Heidelberg / Hochschule Ludwigsburg: Theorie und Praxis verzahnen

[09.02.2026] Mit dem Ziel, die digitale Modernisierung der Verwaltung voranzutreiben, haben die Stadt Heidelberg und die Hochschule Ludwigsburg jetzt eine Kooperation vereinbart. Geplant sind regelmäßige gemeinsame Forschungsprojekte, aus denen sich Best-Practice-Beispiele auch für andere Kommunen ableiten lassen. mehr...