Mittwoch, 7. Januar 2026

Bitkom/DStGBPlan für Digitale Städte und Regionen

[06.09.2018] Einen Neun-Punkte-Plan für Digitale Städte und Regionen haben der Branchenverband Bitkom und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) veröffentlicht. Gefordert wird unter anderem die Einrichtung eines Kompetenzzentrums Digitalisierung.
Kompetenzzentrum „Digitale Städte und Regionen“ soll Kommunen bei der digitalen Transformation unterstützen.

Kompetenzzentrum „Digitale Städte und Regionen“ soll Kommunen bei der digitalen Transformation unterstützen.

(Bildquelle: Bitkom/DStGB)

Bei der Digitalisierung hinken die rund 11.000 Kommunen in der Bundesrepublik im Vergleich zu anderen europäischen Staaten teils deutlich hinterher. Aus diesem Grund hat der Digitalverband Bitkom gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) nun einen Neun-Punkte-Plan für die Digitalisierung der Kommunen vorgestellt. Im Mittelpunkt des Strategiepapiers steht nach Angaben von Bitkom und DStGB die Forderung nach einem bundesweiten Kompetenzzentrum „Digitale Städte und Regionen“ unter Federführung des Bundes sowie unter enger Einbindung der kommunalen Spitzenverbände und der Digitalwirtschaft. Dieses braucht es nach Ansicht der beiden Verbände, um einen Know-how-Transfer zwischen den Kommunen sicherzustellen und praktische Unterstützung bei der Digitalisierung zu bieten. Hintergrund: In einer Umfrage des DStGB aus dem Jahr 2018 (wir berichteten) erkennen rund 90 Prozent der Kommunen die Chancen der Digitalisierung – gleichzeitig geben ebenfalls 90 Prozent an, derzeit noch keine Strategie für diesen Umbauprozess zu haben.
„Die kommunale digitale Transformation ist eine enorme Herausforderung. Vor dem Hintergrund begrenzter finanzieller Handlungsspielräume und derzeit vielerorts noch fehlenden Know-hows drohen die Chancen der Digitalisierung in vielen Städten und Regionen Deutschlands ungenutzt zu bleiben“, erläutert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Ein kommunales Kompetenzzentrum könnte die Schalt- und Schnittstelle zwischen den Kommunen bilden, die gleichzeitig einheitliche Standards schafft und in Digitalisierungsfragen berät“, so DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. „Unser Ziel sollte sein, dass international herausragende kommunale Digitalisierungsprojekte und -angebote für die Bürgerinnen und Bürger nicht nur in Dänemark oder Estland umgesetzt werden, sondern auch flächendeckend in Deutschland.“





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