Sonntag, 16. August 2026

Kreis HarburgServiceportal erreicht Stufe drei

[17.03.2021] Sowohl um Mitglieder als auch um Dienstleistungen ist das im Jahr 2019 gestartete Serviceportal das Kreises Harburg und der Samtgemeinde Jesteburg gewachsen. 60 Online-Services unterschiedlicher Kommunen bietet die Plattform mittlerweile an.

Im April 2019 fiel der Startschuss für das gemeinsame Serviceportal des Kreises Harburg und der Samtgemeinde Jesteburg. Es war die erste Plattform in Niedersachsen, die die Dienstleistungen eines Kreises und einer Gemeinde zusammenführt (wir berichteten). Mittlerweile hat das Serviceportal Stufe drei erreicht und ist sowohl inhaltlich als auch um Mitglieder gewachsen. Als neueste Partner nennt der Kreis die Stadt Buchholz, die Gemeinde Rosengarten und die Samtgemeinden Hollenstedt und Hanstedt. Ihre Bürger können nun ebenso wie die der bisherigen Serviceportalkommunen – Jesteburg, Winsen, Salzhausen und die Kreisverwaltung Harburg – Verwaltungsdienstleistungen vom Sofa aus in Anspruch nehmen. 60 Online-Services umfasst die Plattform derzeit. Beispielsweise können darüber ein Unterhaltsvorschuss beantragt, Abfallbehälter bestellt oder eine Bauplanauskunft eingeholt werden. Auch Online-Anhörungen bei Verkehrsordnungswidrigkeiten, Bebauungsplanauskünfte, Schülerfahrkartenanträge, das Erstellen einer Geburtsurkunde oder das Anfordern von Meldebescheinigungen ist möglich. Andere Services finden sich im Bereich Hundesteuer oder Kfz-Dienstleistungen. „Weitere Stufen des Serviceportals mit weiteren digitalen Dienstleistungen des Kreises und der Gemeinden sind in Vorbereitung“, kündigt Dennis Frey, Serviceportal-Projektleiter bei der IT-Kooperation Harburg (ITK) an. „Dazu gehören auch Dienstleistungen des Landes.“

Voneinander profitieren

„Ich freue mich, dass wir im Landkreis immer mehr Partner gewinnen und hoffe, dass auch die noch fehlenden Kommunen unserem Portalverbund beitreten“, sagt Landrat Rainer Rempe. Denn das bringe weitere Dynamik und Synergieeffekte für den Digitalisierungsprozess. Künftig müsse nicht mehr jeder jedes Rad neu erfunden werden, sondern es könne von der Arbeit der Partner profitiert werden. Dazu gehört laut Rempe auch, kommunale Dienstleistungen, die das Land Niedersachsen oder andere Bundesländer entwickeln, in das Kreisserviceportal aufzunehmen. Es sei jedoch noch sehr viel zu tun. „Wir sind in erheblichem Ausmaß von Leistungen Dritter abhängig. Bund und Land müssen zügig die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, damit wir alle Dienstleistungen vollständig digital anbieten können. Dafür haben wir einen Mitarbeiter in das Kompetenz-Team des Landes abgestellt“, sagt Rempe.

Behördendschungel lichtet sich

Der Einstieg in das Serviceportal erfolgt über den Link portal.landkreis-harburg.de. Unabhängig davon, ob der Kreis oder die jeweilige Gemeinde für einen gewählten Service zuständig ist, muss nur ein Nutzerkonto angelegt werden. Die Bezahlung kostenpflichtiger Dienstleistungen ist per integriertem Online Payment möglich. Je nach Dienstleitung sind unterschiedliche Registrierungsniveaus erforderlich: Einige Dienstleistungen können per Gastzugang genutzt werden, für andere ist eine Nutzerregistrierung im Portal erforderlich, für wieder andere muss das Nutzerkonto über einen einmaligen Besuch beim BürgerService des Landkreises oder der teilnehmenden Städte und Gemeinden authentifiziert werden. „Der Behördenzuständigkeits-Dschungel lichtet sich durch das Serviceportal aber immer stärker“, sagt Rosengartens Bürgermeister Dirk Seidler. „Künftig werden wir zudem verstärkt Augenmerk darauf richten, die Benutzerfreundlichkeit der Plattform weiter zu optimieren.“
Entwickelt und umgesetzt wurde das kreisweite Serviceportal von den kommunalen Partnern, der ITK Harburg und IT-Dienstleister ITEBO auf Basis des Systems OpenR@thaus.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: CMS | Portale

TSA: Advantic erhält Zertifizierung für vier Schnittstellen

[10.08.2026] Advantic hat als erster Dienstleister die Zertifizierung für vier Schnittstellen der TSA-Infodienste erhalten. Dadurch können Kommunen Verwaltungsinformationen und Ortsrecht automatisiert auf ihren Websites bereitstellen und zentral aktuell halten. mehr...

Solingen: Umstellung auf SAP S/4HANA

[07.08.2026] Die Stadt Solingen hat ihre SAP-ERP-Landschaft auf SAP S/4HANA migriert. Die Brownfield-Umstellung zeigt, wie Kommunen bestehende Systeme modernisieren können, ohne bewährte Prozesse vollständig neu aufzubauen. mehr...

ITEBO: Neuer Alarmierungsdienst für Kommunalverwaltungen

[06.08.2026] ITEBO erweitert sein Angebot um einen Alarmierungsdienst für Kommunalverwaltungen. Die Lösung soll Beschäftigte und Krisenteams in Gefahrensituationen schneller erreichen und die Einsatzkoordination erleichtern. mehr...

Dreieckiges Baustellenschild mit schaufelndem Männchen aus der Untersicht aufgenommen.

Leverkusen: Baustellen in der Übersicht

[31.07.2026] Baustellen mit wesentlicher Verkehrsbedeutung im Leverkusener Stadtgebiet sind ab sofort im Baustelleninformationssystem Traffic Information Center (TIC) abrufbar. mehr...

Screenshot_Baden_Baden

Portale: Baden-Baden neu im Web

[25.06.2026] Die Stadt Baden-Baden hat ihre neue Website online gestellt. Im Mittelpunkt des Relaunchs stand der Bürgerservice. Dieser wird neben einem eigenen Serviceportal durch einen Chatbot und Mehrsprachigkeit unterstützt. mehr...

Screenshot_AMTSFUNK

AMTSFUNK: Digital zusammenarbeiten

[25.06.2026] Eine neue digitale Kollaborationsplattform für den öffentlichen Sektor namens AMTSFUNK soll den Austausch zwischen Verwaltung, Wissenschaft, GovTech-Szene und Wirtschaft stärken und Wissenssilos aufbrechen. mehr...

IÖR: Dashboard bereitet Kommunen auf Klimawandel vor

[16.06.2026] Ein neues Stadtklimadashboard bündelt erstmals zentrale Indikatoren zur Klimaanpassung deutscher Städte in einer Webanwendung. Das Werkzeug soll Kommunen bei der Vorbereitung auf Hitze, Trockenheit und Starkregen unterstützen und wird nun gemeinsam mit Anwendern aus der Praxis erprobt. mehr...

ITEBO: OpenR@thaus erlaubt Zustellfiktion

[10.06.2026] OpenR@thaus kann ab sofort elektronische Bescheide rechtssicher zustellen. Die Zustellfiktion wird über das BundID-Postfach abgesichert. Das eigene Postfachsystem ergänzt eine Zwei-Wege-Kommunikation und Statusanzeige sowie die Anbindung an das Sachbearbeitendenportal. mehr...

screenshot Arnsberg engagiert

Portale: Arnsberg engagiert sich

[22.05.2026] „Arnsberg engagiert“ feiert halbjähriges Bestehen: Die digitale Plattform stärkt die Vernetzung im Ehrenamt. mehr...

Ausschnitt einer Computertastatur, auf der eine Taste rot eingefärbt ist und die Aufschrift Leichte Sprache trägt.

Barrierefreiheit: Digitale Teilhabe praktisch umsetzen

[21.05.2026] Öffentliche Stellen müssen digitale Angebote barrierefrei gestalten und dabei auch zentrale Informationen in Leichter Sprache bereitstellen. Das Würzburger Startup KLAO unterstützt Behörden und Kommunen dabei mit KI-Software und zertifizierten Prüfverfahren. mehr...

Screenshot_Website_Kreis_Viersen

Kreis Viersen: Website in neuem Layout

[15.05.2026] Der Internetauftritt des Kreises Viersen ist überarbeitet worden und erscheint in modernisiertem Layout mit zusätzlichen Funktionen. Künftig ist auch ein Newsroom geplant. mehr...

Ein Baum wächst aus einem Boden, bestehend aus leuchtenden Linien, heraus.

Difu: Portal für nachhaltige Kommunen

[13.05.2026] Ob Klimaschutz und Energie, Mobilität, Wohnen, Bildung oder Infrastruktur: Vor Ort entscheidet sich, ob die nachhaltige Entwicklung gelingt. Eine neue digitale Plattform von Difu und Bertelsmann Stiftung unterstützt Kommunen bei der Steuerung ihrer zukunftsorientierten Entwicklung. mehr...

kreis Nienburg/weser_altes Amtshaus

Niedersachsen: Land und Landkreis realisieren Online-Services

[04.05.2026] Innerhalb von knapp drei Monaten konnten im Kreis Nienburg/Weser zahlreiche OZG-Fokusleistungen und Leistungen von föderalem Interesse digital bereitgestellt werden. Möglich wurde dies durch ein neues gemeinsames Vorgehen zwischen dem Innenministerium, dem Kreis und seinen angehörigen Kommunen sowie deren IT-Dienstleistern. mehr...

hand mit Smartphone mit Augsburg-App vor Augsburger Rathaus

Augsburg: Alles in der App

[30.04.2026] Die Stadt Augsburg hat einen Kommunikationskanal gestartet, bei dem digitale Souveränität ein wichtiger Faktor ist: Die App macht unabhängig von Algorithmen, bietet mehr Kontrolle über die Inhalte und stellt einen direkten Draht zur Bevölkerung her. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Besser gegen Wasser geschützt

[28.04.2026] Das Land NRW stellt eine App bereit, die Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien darin unterstützt, Gefährdungen durch Starkregen oder Hochwasser einzuschätzen. Auch Kommunen können die App nutzten, um eigene Angebote zum Hochwasserschutz breit zu kommunizieren. mehr...