Freitag, 9. Januar 2026

Stadtwandel.digitalSmart City auf die Hanauer Art

[06.12.2024] Mit dem Smart-City-Leitbild Stadtwandel.digital will Hanau die Digitalisierung gezielt vorantreiben. Es umfasst sechs Handlungsfelder und listet 13 bereits vorhandene Leuchtturmprojekte auf. Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Zukunft ihrer Stadt aktiv mitgestalten können.
Stadträtin und Digitalisierungsdezernentin Isabelle Hemsley steht mit Mitgliedern des städtischen Lenkungskreises Smart City im Hanauer Kulturforum und blättert in einer Broschüre.

Stadtwandel.digital heißt das neue Smart-City-Leitbild Hanaus, das Stadträtin und Digitalisierungsdezernentin Isabelle Hemsley im Kulturforum mit dem städtischen Lenkungskreis Smart City präsentiert hat.

(Bildquelle: Stadt Hanau / Moritz Göbel)

Stadtwandel.digital nennt sich das neue Smart-City-Leitbild der Stadt Hanau. Wie die hessische Kommune mitteilt, will sie damit die Digitalisierung gezielt vorantreiben. „Wir haben unser Smart-City-Leitbild auf die Hanauer Art geschrieben: Zugeschnitten auf unsere Stadt, mutig und ambitioniert“, erklärt Stadträtin und Digitalisierungsdezernentin Isabelle Hemsley. „Damit schaffen wir einen Mehrwert für die Hanauerinnen und Hanauer – in allen Altersgruppen und in allen Lebensbereichen.“

Das Leitbild umfasst nach Angaben der Stadt sechs zentrale Handlungsfelder: Urbanes Leben, Wirtschaft und Arbeiten, Mobilität und Energie, Wissen und Bildung, Kultur, Sport und Freizeit sowie Gesundheit und Soziales. Diese Themen sollen mit Projekten und Ideen gefüllt werden, die den Alltag der Bürgerinnen und Bürger digitaler und effizienter gestalten.

13 bereits vorhandene Leuchtturmprojekte sind ebenfalls Teil des Konzepts. „Die Stadt Hanau und die Verwaltung sind schon heute digitaler, als viele denken“, sagt Hemsley. „Eine Auswahl bereits vorhandener Projekte ist daher das Herzstück von Stadtwandel.digital.“ Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beteiligung der Stadtgesellschaft, heißt es in der Hanauer Pressemeldung des Weiteren. „Im nächsten Schritt brauchen wir die Mitarbeit der Hanauerinnen und Hanauer, denn nur gemeinsam können wir unsere Stadt zukunftsfest gestalten“, sagt Hemsley. Dazu seien im kommenden Jahr Bürgerbeteiligungsformate und die Einbindung externer Stakeholder entlang der sechs im Leitbild definierten Handlungsfelder vorgesehen. Die Stadt will auf diese Weise Anregungen, Ideen und Kritik der Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in das Konzept einfließen lassen.  

Das Hanauer Smart-City-Leitbild liegt als Broschüre auf einem großen Besprechungstisch, an dem ein paar Personen zu sehen sind.
Ab 17. Dezember 2024 ist das neue Smart-City-Leitbild auch online abrufbar. (Bildquelle: Stadt Hanau / Moritz Göbel)

Verantwortlich für die Umsetzung der Projekte bleibt das Amt für Digitalisierung und Organisationsentwicklung, das eng mit der städtischen IT-Tochter BHG.IT und einem neu gegründeten IT-Board zusammenarbeiten wird. „In diesem Gremium werden zentrale Entscheidungen über einheitliche Hard- und Softwarelösungen getroffen“, erklärt Hemsley. Dem IT-Board werden auch der Fachbereich Finanzen und das Digitalisierungsdezernat angehören.

Nach der Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung am 16. Dezember 2024 wird Stadtwandel.digital offiziell starten, kündigt Hanau an. Das Leitbild und eine dazugehörige interaktive Karte werden dann für alle Bürgerinnen und Bürger online zugänglich sein. „Es werden noch viele smarte Projekte dazukommen und das Leitbild wird sich neuen Entwicklungen anpassen müssen“, erklärt Stadträtin Hemsley abschließend. „Von daher wird die Karte stetig weiterwachsen und die Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand der Digitalprojekte informieren.“



Stichwörter: Smart City, Hanau, Politik


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Bürgermeister Michael Gerdhenrich hält die neue Broschüre in der Hand, im Hintergrund ist auf einem Bildschirm das Video zu BE smart zu sehen.

Beckum: BE smart

[09.01.2026] Konsequent treibt Beckum die Entwicklung zur Smart City voran. Beispielsweise bietet die Stadt mittlerweile ein digitales Bürgerbüro, eine Mängelmelder-App oder einen Kita-Navigator an. Einige ihrer Digitalisierungsprojekte stellt die Kommune nun in einer digitalen Broschüre und einem Kurzfilm vor. mehr...

Porträtaufnahme von Karola Voss.
interview

Serie Digitalstädte: KI wird uns weiterhelfen

[08.01.2026] Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß will im Bereich Wissensmanagement noch stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und dadurch Ressourcen schonen. mehr...

Blick auf das Hauser Rathaus, ein großzügiger Backsteinbau.
bericht

Serie Digitalstädte: Mit Super-App unterwegs

[07.01.2026] In einer losen Serie stellt Kommune21 Digitalstädte mit Vorbildcharakter vor. Den Anfang macht Ahaus: Die nordrhein-westfälische Stadt ist ein Reallabor für digitale Anwendungen – mit einer Super-App als Schlüssel. mehr...

Screenshot der Startseite von herzlich-digital.de.

Kaiserslautern: Geordnete Liquidation von KL.digital

[06.01.2026] Die Stadt Kaiserslautern bereitet die geordnete Liquidation der KL.digital GmbH zum 30. Juni 2026 vor. An diesem Tag endet der Förderzeitraum der Modellprojekte Smart Cities, auf der die finanzielle Grundlage von KL.digital vollständig beruht. Die Projekte und Ideen sollen aber nahtlos in die Stadtverwaltung übergehen und dort weiterentwickelt werden. mehr...

Ein Netzwerk bestehend aus leuchtenden Linien.

Göttingen: Ausbau des städtischen Messnetzes

[22.12.2025] Ein Sensoriknetzwerk liefert der Stadt Göttingen wichtige Informationen über Wasserstände, die Baumgesundheit und die lokale Klimaentwicklung. Das Netz soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Die Daten sollen unter anderem in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen. mehr...

Skyline der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main: Digital Ressourcen schonen

[15.12.2025] Die Stadt Frankfurt am Main hat drei weitere Digitalisierungsprojekte umgesetzt: den Aufbau eines digitalen Wassermanagements, die Einführung der automatisierten Straßenzustandserfassung sowie die Open Library. Alle drei Projekte tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen. mehr...

Screenshot der digitalen Karte auf Mainziel.de, welche die Parkhäuser der Stadt anzeigt.

Frankfurt am Main: Informiert zum Parkhaus

[12.12.2025] Viele Parkhausbelegungen in Frankfurt am Main sind jetzt in Echtzeit online einsehbar. Die erfassten Daten können von Verkehrstelematikanbietern oder Radiosendern für eigene Angebote abgerufen werden. Auch an die Mobilithek des Bundes werden sie übertragen. mehr...

Blick über den beleuchteten Frankfurter Weihnachtsmarkt am Römer.

Frankfurt am Main: Echtzeitdaten zum Weihnachtsmarkt

[05.12.2025] Ein Pilotprojekt mit LiDAR (Light Detection and Ranging)-Sensoren führt die Stadt Frankfurt am Main während des Weihnachtsmarkts am Römer durch. Die Sensoren messen dort das aktuelle Besucheraufkommen mit Laserstrahlen, die erfassten Daten stehen auf der urbanen Datenplattform in Echtzeit zur Verfügung. mehr...

Ein Parkplatzschild steht am Eingang eines Freiluftparkplatzes.

Troisdorf: Smarter parken

[03.12.2025] Mit einer smarten Lösung bereitet Troisdorf der ineffizienten Parkraumbewirtschaftung ein Ende. Parksensoren erfassen jetzt die Belegung einzelner Stellplätze, die Bürgerinnen und Bürger werden darüber in Echtzeit per App informiert. mehr...

Das Scan-Fahrzeug zur Ahndung von Falschparkern steht auf einem Parkplatz in Mannheim.

Scan-Fahrzeug: Mannheim verlängert Testphase

[01.12.2025] Die in Mannheim durchgeführte Testphase eines Scan-Fahrzeugs zur Ahndung von Falschparkern wird verlängert. Während der Erprobung zeigte sich Nachbesserungsbedarf bei der Kartierung des Scan-Gebiets. Entsprechende Anpassungen wurden direkt vorgenommen. Wie sie sich auswirken, soll die verlängerte Testphase zeigen. mehr...

Nahaufnahme der Reinigungsvorrichtung einer Straßenkehrmaschine.

Taufkirchen: Sensorik für Winter- und Kehrdienst

[01.12.2025] Dank Internet-of-Things-Sensorik kann der Winterdienst des Taufkirchener Bauhofs effizienter geplant, durchgeführt und dokumentiert werden. Die Gemeinde ist von den Vorteilen überzeugt und möchte diese nun auch bei der Straßenreinigung nutzen. mehr...

Mehrere Personen stehen auf einer Brücke über einem Bachlauf, eine der Personen hält ein Tablet in der Hand.

Arnsberg: Hochwassermonitoring gestartet

[25.11.2025] Arnsberg hat an mehreren Bachläufen im Stadtgebiet neue Pegelstandsensoren installiert, die in Echtzeit ermitteln, wie sich die Wasserstände entwickeln. Die Daten sollen im nächsten Schritt mittels Künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage soll wiederum ein lokales Frühwarnsystem entstehen. mehr...

Screenshot des Aachener Mobilitätsdashboards.

Aachen: Überarbeitetes Mobilitätsdashboard

[24.11.2025] Das Aachener Mobilitätsdashboard bietet einen schnellen und einfachen Überblick über das aktuelle Verkehrsgeschehen in der Stadt. Ein neues Design und neue Technologie sollen die Plattform jetzt noch leistungsfähiger machen. mehr...

Ein Feuerwehrauto fährt mit Blaulicht auf einer Straße in einer Stadt.

Schwalm-Eder-Kreis: Verkehrsdaten in Echtzeit

[19.11.2025] Eine urbane Datenplattform soll es dem Schwalm-Eder-Kreis künftig ermöglichen, schneller auf Verkehrsprobleme zu reagieren. Dazu integriert die Plattform Echtzeit-Verkehrsdaten eines externen Anbieters, sodass beispielsweise die Einsatzrouten für Rettungskräfte optimiert werden können. Das Projekt wird im Programm Starke Heimat Hessen gefördert. mehr...

Mehrere Personen sitzen an einem Projekttisch zusammen, hinter ihnen ist eine Deutschlandkarte mit Markierungen zu sehen.

Smart City: Interaktive Wissenschaftslandkarte

[17.11.2025] Eine interaktive Wissenschaftslandkarte macht nun sichtbar, wer in Deutschland zu smarten Städten und Gemeinden forscht. Die Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) haben die zugrunde liegenden Daten über eine bundesweite Abfrage erhoben. mehr...