Samstag, 28. Februar 2026

MadridIT-optimierte Stadtreinigung

[05.06.2015] Auf neue Technologien wird in Madrid bei der städtischen Straßenreinigung gesetzt. In einer digitalen Karte kann genau nachvollzogen werden, welches Fahrzeug welche Strecke abgefahren ist und welche Arbeiten ausgeführt wurden.
In Madrid wird die Stadtreinigung mithilfe neuer Technologien optimiert.

In Madrid wird die Stadtreinigung mithilfe neuer Technologien optimiert.

(Bildquelle: MOBA Mobile Automation AG)

Zahlreiche Städte Spaniens folgen dem Smart-City-Konzept – so auch die Hauptstadt Madrid. Ein Baustein des Konzepts der Metropole ist die städtische Straßenreinigung. Das teilt das Unternehmen Mobile Automation (MOBA) mit. Die Straßenreinigung werde im Auftrag der Stadt von der Firma Ferrovial durchgeführt. Die hat laut der Meldung mehr als 350 Fahrzeuge mit Technologien von MOBA ausgerüstet und könne so jedes Fahrzeug per GPS orten. Das erleichtere nicht nur das Flotten-Management. Die Vernetzung ermögliche auch einen reibungslosen Ablauf der Stadtreinigung. Stillstand und Umwege reduzieren sich. Über ein Audiosystem kann die Einsatzzentrale zudem mit jedem Fahrer direkt kommunizieren. Ein zusätzliches System sei nicht notwendig. „Damit sparen wir eine große Summe, die wir für ein Radiosystem auf Ultrakurzwelle hätten investieren müssen“, erklärt Carlos Martín, Director of Technology bei Ferrovial. „Und wir mussten auch nicht für jeden Fahrer ein Telefon anschaffen. Außerdem können nur noch geschäftliche Telefonate geführt werden, da nur die voreingestellten Nummern angewählt werden können.“ Wie das Unternehmen meldet, wurden rund 50 Fahrzeuge zusätzlich mit einem Kommunikationsrechner ausgerüstet, der die Eingabe von Vorfällen während des Einsatzes erlaubt. So etwa, wenn eine Straße nicht gereinigt werden kann, weil sie zugeparkt ist. Die Daten sendet der Rechner in Echtzeit an die internetbasierte MAWIS U2.0 Fleetmanagement-Software in der Ferrovial Zentrale. Die Daten kann der zuständige Mitarbeiter im Büro jederzeit einsehen und sich die Fahrzeugstandorte und Routen in einer digitalen Karte anzeigen lassen. Zusätzlich erfasst das MOBA System die eingehenden Signale der Sensoren, die den Arbeitszustand der Maschine erfassen. „Die Daten sind ein Arbeitsnachweis für uns“, kommentiert Martín. „Denn die Verträge mit der Stadt Madrid legen sehr genau unsere Pflichten fest. Damit können wir belegen, dass wir die Aufgabe vertragsgemäß erfüllen.“ Außerdem kann Ferrovial mit den Daten die gefahrenen Strecken und den Arbeitseinsatz jeder einzelnen Maschine auswerten und verbessern. Carlos Martín: „Wir sind mehr als zufrieden mit der Technologie. Wir setzten die Maschinen in der ganzen Stadt ein und die Positionserfassung und Kommunikation funktioniert überall problemlos, egal ob in engen Straßen mit hohen Gebäuden oder in weiten Alleen.“ Die MAWIS U2.0 Software von Ferrovial wird laut der Meldung mit der Smart-City-Platform Madrids verknüpft. So kann auch die Kommune die Daten nutzen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Holzklötze mit Icons: Buch, Hirn, Schachfigur

Praxisleitfaden: Wissen bewahren und nutzen

[19.02.2026] Speziell an die Führungsebene in der öffentlichen Verwaltung richtet sich eine Orientierungshilfe der Innovationsstiftung Bayerische Kommune. Der Leitfaden liefert praxisnahe Impulse, wie erfolgreiches Wissensmanagement in kleinen Schritten aufgebaut werden kann. mehr...

Rotweißer Leuchtturm hinter Sünden auf der Insel Amrum

Föhr-Amrum: Digitale Lösungen für die Zukunft der Inseln

[18.02.2026] Im Rahmen der Föhr-Amrumer Zukunftsimpulse hat das Amt Föhr-Amrum den Island Future Award initiiert. Ausgezeichnet werden Projekte, die Inseln und Küstenregionen durch praxistaugliche Digitalisierung konkret stärken. mehr...

Mehrere Personen halten bunte Zahnräder aneinander.

NExT-Netzwerk: Arbeit neu strukturiert

[17.02.2026] Mit einer neuen strategischen Struktur richtet der Verein NExT seine Arbeit zur Verwaltungstransformation neu aus: Künftig sollen Austausch, Analyse und politische Einordnung enger verzahnt werden. Ein Relaunch der Website macht diesen Anspruch auch nach außen sichtbar. mehr...

Detailaufnahme Bauplan mit Bleistift

Schleswig-Holstein: Unterstützung für kommunale Bauleitplanung

[05.02.2026] Schleswig-Holstein will Bauleitpläne künftig mit dem Standard XPlanung und einer zentralen Bereitstellungsplattform landeseinheitlich digital verfügbar machen. Das Land unterstützt Kommunen bei der Umwandlung bestehender Pläne. mehr...

Zeichnung von Händen, die je ein Puzzleteil in der Hand halten, die zusammengefügt werden. Daneben steht ÖFIT-Wegbereiter geschrieben.

ÖFIT-Wegbereiter-Reihe: Kompetenzaufbau in der Verwaltungspraxis

[30.01.2026] Als niedrigschwellige, anwendungsorientierte Lern- und Arbeitsinstrumente sollen die ÖFIT-Wegbereiter die interdisziplinäre Bearbeitung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Die Reihe umfasst derzeit vier Ausgaben unter anderem zu den Themen Low Code, generative Künstliche Intelligenz und Digitale Souveränität. mehr...

Junger Mann mit Kopfhörern in einer Büroumgebung, die untere Hälfte seines Gesichts von einem Monitor verdeckt.

Vitako: Die Verwaltung der Zukunft im Podcast

[16.01.2026] Orientierung schaffen, Debatten anstoßen und zeigen, wie öffentliche IT den digitalen Staat mitgestaltet – das will der neue Podcast von Vitako, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister. mehr...

KDO: IT-Wissen praxisnah vermittelt

[14.01.2026] Die KDO-Akademie vermittelt IT-Kompetenz: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200 Schulungen durchgeführt. Nun entwickelt sich das Angebot weiter. In verschiedenen Formaten wird neben Know-how zu konkreten IT-Lösungen auch Wissen zu übergreifenden Themen vermittelt. mehr...

Grafik, die den Ablauf des Kölner IT-Planungsprozesses erläutert.

Köln: Erster IT-Planungsprozess

[22.12.2025] Um die IT- und Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung schneller bewerten und priorisieren zu können, hat Köln erstmals einen gesamtstädtischen IT-Planungsprozess umgesetzt. Er orientiert sich an Industriestandards für die IT-Planung in Unternehmen und sorgt für einen optimalen Ressourceneinsatz sowie eine nachhaltig gesteuerte digitale Transformation. mehr...

Vier Personen stellen das Aachener Baumkataster vor

Aachen: Straßenbäume exakt dokumentiert

[19.12.2025] In Aachen wurden in den vergangenen Jahren alle Stadtbäume mit Stamm- und Zustandsdaten in ein Kataster eingepflegt. Das soll der Stadtverwaltung künftig alle Prozesse rund um Baumkontrolle und -pflege erleichtern. mehr...

Cuxhaven: Schnell informiert im Notfall

[19.12.2025] Seit 2005 informiert die Stadt Cuxhaven ihre Bürgerinnen und Bürger über regionale Gefahrenlagen oder Schadensereignisse per App. Nun erhielt die mobile Anwendung ein umfassendes Update. mehr...

Junger Mann sitzt mit Laptop, Taschenrechner und einigen Papieren in sorgenvoller Haltung am Schreibtisch.

Fraunhofer FOKUS: Zwischen Medienbrüchen und Bürokratiearbeit

[03.12.2025] Was macht einen Verwaltungsprozess wahrhaft nutzerfreundlich? Dieser Frage geht – anhand des Wohngeldantrags – eine Studie von Fraunhofer FOKUS nach. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, ein handlungsleitendes Gesamtbild der Verwaltungsmodernisierung zu entwickeln. mehr...

Fragestellung er Umfrage mit einem Störer "Deine Meinung zählt"

NeXT: Breite Umfrage zur Nachnutzung

[27.11.2025] Wie steht es um die Nachnutzung digitaler Lösungen in der öffentlichen Verwaltung? Das Netzwerk NeXT hat dazu eine Umfrage aufgesetzt Alle Verwaltungsbeschäftigten – ungeachtet der Ebene oder Rolle – können noch bis Ende November ihre Praxiserfahrungen teilen. mehr...

Gruppenfoto der Teilnehmenden am „Kooperationsraum für Verwaltungsmodernisierung in föderalen Strukturen“

Metropolregion Rhein-Neckar: Kooperationsraum für moderne Verwaltung

[25.11.2025] Die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die Metropolregion Rhein-Neckar bauen ihre seit 2010 bestehende Kooperation aus und richten einen föderalen Kooperationsraum ein, der digitale Lösungen länder- und ebenenübergreifend entwickelt und erprobt. mehr...

Frau schreibt auf einem Notizblock, im Hintergrund weihnachtliche Deko
bericht

Studie: Intern besser integrieren

[20.11.2025] Wie erleben Behördenmitarbeitende die Digitalisierungsbemühungen in ihrem Alltag? Dies wollte das Unternehmen d.velop herausfinden. Ein Ergebnis der Umfrage: Eine vollständige Digitalisierung bis 2030 halten 75 Prozent der Befragten für unrealistisch. mehr...

Porträtaufnahme von Ilona Nickel.
interview

Lohr a.Main: Neue Perspektiven eröffnet

[19.11.2025] Ilona Nickel aus der IT-Abteilung der Stadt Lohr a.Main zählt zu den ersten Absolventen des Weiterbildungslehrgangs Digitalwirt. Im Interview erklärt sie, was den Lehrgang besonders macht und wie ihr dieser hilft, die Digitalisierung in Lohr voranzutreiben. mehr...