SozialwesenMehraufwand verringern

Kreis Birkenfeld vertraut auf die Lösung Care4.
(Bildquelle: Pressestelle Kreis Birkenfeld)
Die Abteilungen Soziales und EDV des rheinland-pfälzischen Nationalparklandkreises Birkenfeld waren mit der im Sozialamt eingesetzten Fach-Software für die Bereiche SGB XII, AsylblG sowie Bildung und Teilhabe nicht zufrieden. Mit rund 45 Millionen Euro Ausgaben und ungefähr 5,5 Millionen Einnahmen, die jährlich durch die Fachanwendung bearbeitet werden, war eine Verfahrensumstellung zum reibungslosen Ablauf essenziell nötig. Die EDV hatte vor allem mit veralteten Standards der Software zu kämpfen. Das machte es sehr aufwendig, die bisher eingesetzte Lösung funktionsfähig zu halten. Außerdem war es nahezu unmöglich, das Programm mit aktuellen Office-Anwendungen zu kombinieren.
Mandantenfähigkeit war ein wichtiges Kriterium
Der Fachbereich hatte Mühe, alle notwendigen Arbeitsabläufe mit dem eingesetzten Verfahren abzubilden. Alles zusammen ergab einen unverhältnismäßigen Mehraufwand. Die bisher genutzte Software hatte sich zudem im Laufe der Jahre in Richtung SGB II-Leistungen ausgerichtet. Die Folge war, dass der für Birkenfeld relevante Bereich mehr und mehr veraltete. Dadurch wurden die Prozesse immer starrer und fehlerbehafteter, andere Funktionen fielen weg oder fehlten ganz. Auch beim Thema Service wünschte man sich in Birkenfeld eine bessere Betreuung.
Wichtige Kriterien waren zudem die Mandantenfähigkeit der neuen Lösung, da die Stadt Idar-Oberstein auf demselben System arbeiten sollte, eine funktionierende Einnahmenverwaltung mit Soll und Ist, die automatische Erstellung aller nötigen Landesstatistiken sowie umfangreiche Controlling- und Auswertungsmöglichkeiten. Überzeugen konnte schließlich die Software Care4 der Firma INFOsys Kommunal, die bereits neun rheinland-pfälzische Kreise und kreisfreie Städte sowie dutzende Verbandsgemeinden zu ihren Kunden zählt.
Integrierte Einnahmenverwaltung überzeugte
Die vom Anbieter speziell für Landkreise mit angebundenen Städten und Gemeinden konzipierte Mandantenfähigkeit beinhaltet die für dieses Szenario gedachten Arbeitserleichterungen. Es wird so viel voneinander isoliert wie zwingend nötig, aber in allen anderen Bereichen eine gemeinsame Bearbeitung möglich gemacht. Das verringert Aufwände und vereinfacht die zentrale Administration. Auch die integrierte Einnahmenverwaltung mit vollautomatischer Verbuchung konnte überzeugen.
Einen besonderen Pluspunkt sahen die Entscheider bei Support und Service. Zahlreiche Zusatzleistungen im Rahmen der Software-Pflege, wie zum Beispiel Schulungskontingente, die Pflege des Buchungsplans und Komfortmodule gehören bei INFOsys Kommunal zum Standardpaket für Landkreise. Durch die reine Fokussierung des Anbieters auf die in Kreisen, Städten und Gemeinden bearbeiteten Leistungen – ohne SGB II – fand sich die Kreisverwaltung zudem gut im Angebot des Dienstleisters wieder.
Von Altlasten befreien
Die Vorarbeiten starteten direkt nach der Auftragserteilung im Mai dieses Jahres. Anfang Juli wurde die fachliche Administration geschult, um erste Eingaben zur Vorbereitung vorzunehmen. Die Schulungen für die Sachbearbeiter fanden im August statt. Insgesamt rund 5.000 Leistungsfälle wurden neu im System erfasst und in diesem Rahmen auch erneut überprüft – schließlich erlaubt dieser Vorgang auch, Altlasten und Fehler zu beseitigen. Einige Wochen nach der Schulung und mitten in den Eingabearbeiten ziehen sowohl Anbieter als auch Kunde erste Resümees. „Die Kommunikation zur Einführungsplanung von Care4 bei der Kreisverwaltung Birkenfeld war sehr professionell und höchst angenehm“, berichtet David Stoll, Kundenbetreuer bei INFOsys Kommunal. „Alle für die Vorbereitung nötigen Daten, Unterlagen und Informationen wurden uns schneller als erwartet und so umfangreich wie nötig von den Projektverantwortlichen zur Verfügung gestellt.“
Flexibles System
Neben den obligatorischen Programmfunktionen ist die Kreisverwaltung vor allem von den Komfortmodulen angetan, die Care4 bietet. Ein Controlling-Modul, welches Daten live visuell ansprechend und vor allem verständlich aufbereitet, ist dabei besonders wichtig. Schließlich sollen Auswertungen für Vergleichsringe oder individuelle Abfragen komfortabel und schnell erstellt werden können. Ein Automatisierungsmodul, mit welchem sich wiederkehrende Abläufe automatisiert planen und durchführen lassen, rundet das System optimal ab. Zahlungsläufe können vollautomatisch, etwa nach Fälligkeitsgruppen oder Leistungsarten, durchgeführt und die zugehörigen Auswertungen bereitgestellt werden.
„Wir haben Care4 als Software speziell für den kommunalen Bereich (ohne SGB II) kennengelernt, die alle für uns erforderlichen Leistungen in einem Paket liefern kann“, sagt Susanne Alt von der Kreisverwaltung Birkenfeld. „Das System, so wie wir es bis jetzt kennengelernt haben, hat in jedem Bereich eine logische Übersetzung der aktuellen Gesetzeslage vorzuweisen und passt sich auch den ständig wechselnden Gegebenheiten im Sozialhilfebereich schnell an.“
Kreisverwaltung Birkenfeld lobt Service
Vor allem aber die Hotline, die ohne Warteschlange stets für die Kunden erreichbar ist und neben technisch und fachlich versierten Supportern auch die Möglichkeit bietet, direkt mit einem Entwickler zu sprechen wenn dies der schnellen Lösungsfindung dient, überzeugt die Kreisverwaltung Birkenfeld davon, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Generell empfinden meine Kollegen und ich es als sehr angenehm, dass man auch anrufen kann, wenn man nicht weiter weiß“, berichtet Susanne Alt. „Dadurch, dass die Mitarbeiter von INFOsys Kommunal uns gegenüber immer sehr freundlich am Telefon sind, ist die Scheu nicht so groß, am gleichen Tag auch ein drittes oder viertes Mal anzurufen.“
http://www.infosys-kommunal.de
Dieser Beitrag ist in der November-Ausgabe von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
Advertorial: Low Code vereinfacht interkommunale Zusammenarbeit
[19.02.2026] Digitale Fachverfahren müssen heute schneller, flexibler und wirtschaftlicher entstehen – doch klassische Entwicklungsprozesse bremsen viele Verwaltungen aus. Die Low-Code-Anwendung OutSystems verschafft Abhilfe. mehr...
Bayern: Digitale Bauleitplanung flächendeckend
[17.02.2026] Die digitale Bauleitplanungs- und Beteiligungsplattform DiPlanung ist in Bayern landesweit verfügbar. Informations- und Schulungsangebote erleichtern Kommunen den Einstieg. Ein Förderprogramm unterstützt sie zudem dabei, Planungen im Standard XPlanung umzusetzen. mehr...
Kiel: Digitales Verfahren zur Geburtsanzeige
[12.02.2026] Die in Kiel realisierte elektronische Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Kliniken und Hebammen sparen Zeit und vermeiden doppelte Eingaben, die Eltern bekommen Urkunden automatisch zugeschickt und Mitarbeitende des Standesamts können Anzeigen schneller prüfen und bearbeiten. mehr...
Rostock: Pilot für digitalen Bauantrag
[11.02.2026] Schluss mit Papierakten und Postwegen: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in Mecklenburg-Vorpommern – ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Fischereischein auf dem Smartphone
[10.02.2026] In Nordrhein-Westfalen können Fischereischeine ab Juli dieses Jahres auch online beantragt werden – und werden außerdem im neuen Scheckkartenformat und als elektronische Zertifikate auf dem Smartphone ausgegeben. mehr...
Praxis-Webinar: Digitale Entlastung für Jobcenter
[09.02.2026] Typische Herausforderungen im Jobcenter-Alltag und wie diese mit der Einführung einer digitalen Lösung zur Besuchersteuerung gemeistert werden können, stehen im Fokus eines Online-Webinars von SMART CJM gemeinsam mit dem Jobcenter des Landkreises Esslingen. mehr...
Kita-Lösungen: Neue Anwender für Little Bird
[05.02.2026] Das Unternehmen Little Bird hat zum Jahresauftakt zehn neue Kunden gewonnen: von Bautzen in Sachsen bis Lindau am Bodensee in Bayern ist der digitale Neustart in der Kinderbetreuung in vollem Gange. mehr...
Nordrhein-Westfalen: BAföG-Fachverfahren fürs ganze Land
[02.02.2026] In Nordrhein-Westfalen wird das Gros der Anträge auf BAföG und Aufstiegs-BAföG per Post oder E-Mail eingereicht. Nun soll ein neues Fachverfahren eingeführt werden – landesweit. Den Auftrag erhielt die Firma Datagroup. mehr...
Darmstadt: Fahrerlaubnisbehörde nimmt Fahrt auf
[02.02.2026] Mit neuen Strukturen und digitalen Angeboten konnte die Fahrerlaubnisbehörde in Darmstadt ihre Servicequalität erhöhen. Mehrere Onlineanträge, die vorherige Terminvereinbarung für den Behördenbesuch und eine digitale Schnittstelle zum TÜV-Hessen straffen dort nun die Abläufe. mehr...
VG Polling: Biometric Go ergänzt PointID
[26.01.2026] In Polling können biometrische Passbilder direkt auf dem Amt erstellt werden. Die Verwaltungsgemeinschaft bietet dafür die PointID-Geräte der Bundesdruckerei an. Um Babys und Kleinkinder ablichten zu können, greift sie auf die mobile Fotolösung Biometric Go zurück. Beide Aufnahmegeräte überstellen die Bilder direkt ins Fachverfahren des Einwohnermeldeamts. mehr...
AKDB: adebisKITA als Cloud-Version
[26.01.2026] Als Cloud-Version soll die Software adebisKITA noch besser bei der Verwaltung von Kindertagesstätten unterstützen. Eine intuitive Bedienbarkeit und zeitgemäße Visualisierung sollen dazu ebenso beitragen wie die grundlegend neu gedachten Prozesse in der webbasierten Version. mehr...
Düsseldorf: Terminagent erfüllt Wünsche
[23.01.2026] In Düsseldorf stand das Amt für Einwohnerwesen lange vor der Herausforderung, den Bürgerservice effizient und gleichzeitig bürgerfreundlich zu gestalten. Gelungen ist das der Stadt mithilfe eines Terminagenten. mehr...
Kreis Steinfurt: Bauantrag ohne Papier
[14.01.2026] Das Bauportal Nordrhein-Westfalen ist um eine Kommunikationsplattform ergänzt worden, sodass auch der Austausch rund um einen Bauantrag digital abgewickelt werden kann. Als erster Landkreis startet Steinfurt mit dem voll digitalisierten Verfahren. mehr...
Hamm: Schub für digitale Genehmigungen
[12.01.2026] Die Stadt Hamm bearbeitet Bau- und Immissionsschutzanträge künftig Ende-zu-Ende digital. Digitale Einreichungen werden vollständig elektronisch geprüft und beschieden. Mit gezielten Anreizen und Informationsangeboten will die Stadt den Wechsel von Papier- zu Digitalanträgen beschleunigen. mehr...
Bremerhaven: Schulgebäude smart gebaut
[16.12.2025] Die Stadt Bremerhaven setzt beim Hochbauprojekt „Allianz 3 Schulen“ auf smarte Methoden wie Building Information Modeling, um Prozesse effizienter und präziser zu gestalten. Zudem kommt das innovative Verfahren der integrierten Projektallianz (IPA) zum Einsatz. mehr...






















