Montag, 29. Juni 2026

SüdwestfalenSmarte Region dank smarter Kommunen

[03.12.2020] Der Umbau zur smarten Region soll in Südwestfalen von fünf Pionierkommunen ausgehen. Kooperation und der Austausch mit zahlreichen Akteuren spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Rahmenstrategie für das Vorhaben wurde jetzt vorgestellt.
Rund 80 Interessierte aus ganz Südwestfalen nahmen an der ersten Smart Cities: Konferenz teil.

Rund 80 Interessierte aus ganz Südwestfalen nahmen an der ersten Smart Cities: Konferenz teil.

(Bildquelle: Johanna Maurer, Südwestfalen Agentur)

In Südwestfalen sollen die Erfahrungen von fünf smarten Pionierkommunen die ganze Region voranbringen. Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest nehmen an dem Modellprojekt „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“ teil. Nun stellten die Kommunen und die durch die fünf Kreise der Region getragene Südwestfalen Agentur ihre Rahmenstrategie in einer Online-Veranstaltung vor. 80 Interessierte aus der Region folgten der Einladung zur Videokonferenz und erhielten Einblicke in die Pläne der Pionierkommunen.
Demnach befindet sich das Pilotprojekt derzeit in der Strategiephase, bevor es ab Oktober 2021 in die konkrete Umsetzung von Maßnahmen auf kommunaler Ebene gehen soll. Die zugrundeliegende Rahmenstrategie wurde von der Südwestfalen Agentur gemeinsam mit den fünf Pionierkommunen entwickelt.

Kooperation einer Region

Ein zentraler Punkt der Rahmenstrategie ist die kooperative Herangehensweise an das Projekt. „Wir nehmen als gesamte Region am Modellprojekt teil“, erklärt Stephanie Arens, Leiterin des Programms bei der Südwestfalen Agentur. Fünf Pionierkommunen sollen den Wandel vorantreiben, doch alle anderen Kommunen sollen davon profitieren und mitmachen können. Dieses Vorgehen sei bundesweit bisher einzigartig, so Arens.
Die Smart-City-Strategie hat nicht allein digitale Projekte im Fokus, sondern definiere „smart“ auch als „klug und nachhaltig“. Sie umfasse beispielsweise auch städtebauliche Maßnahmen, die Einbeziehung von Klimaschutz und Klimafolgeanpassungen.

Austausch mit vielen Akteuren

Der Austausch mit den Bürgern und möglichst vielen regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Bildung wird ebenfalls als grundlegender Projektbestandteil verstanden. Daher bot die Konferenz die Möglichkeit, direkt mit Vertretern aus Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe, Soest und der seit Kurzem sechsten Smart City der Region, Iserlohn, ins Gespräch zu kommen.
Der Dialog mit Kommunen, Bürgern und weiteren Akteuren aus der Region soll in Zukunft ausgebaut werden. Dazu sind weitere Konferenzveranstaltungen geplant, die künftig einmal jährlich stattfinden sollen. Darüber hinaus sollen interessierte Kommunen ab sofort Teil einer so genannten „Smart Cities: Schule“ werden, in der noch mehr Wissenstransfer und Austausch zum Thema angeboten werde.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Grafik zur urbanen Datenplattform in Aalen
bericht

Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen

[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...

Fahrraddaten Screenshot Digitaler Zwilling

Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling

[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. 
 mehr...

Mehrere Personen eröffnen die Digitalen Tage Hamm 2026 durch drücken auf einen symbolischen Startknopf

Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen

[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...

Auf einem Monitor ist der Digitale Zwilling einer Stadt zu sehen

Serie Smart Cities, Teil 3: Mit Zwilling planen

[25.06.2026] Urbane Digitale Zwillinge erlauben es Kommunen, Daten zu ihrem Stadtgebiet strukturiert sichtbar und für Entscheidungen nutzbar zu machen, etwa in der Verkehrs- oder Wärmeplanung. Beim Aufbau eines Digitalen Zwillings lohnt es sich, auf Kooperation zu setzen. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur

[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...

Vektorgrafik einer Smart City.

BBSR: Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen

[24.06.2026] Smarte digitale Projekte stärken die regionale Wirtschaft – aber oft indirekt. Das erschwert es Kommunen, den konkreten Nutzen zu benennen und argumentativ zu vertreten, etwa gegenüber Politik oder Projektpartnern. Eine Praxishilfe erklärt, wie Kommunen solche Effekte erkennen und verständlich vermitteln können. mehr...

Hand mit einem Smartphone auf dem die Temperatur mit 40 Grad Celsius angegeben wird
bericht

Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress

[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen

[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...

Bodensensor in einer Straße in Gütersloh

Gütersloh: Sensoren erfassen Parkplatzauslastung

[12.06.2026] Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Die Daten sollen in die Planungen zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs zur Hohenzollernstraße einfließen, der ein Unfallschwerpunkt ist. mehr...

Screenshot BBSR-Studie zu digitalen Zwillingen

Studie: Digitale Zwillinge in der Praxis

[10.06.2026] Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat eine neue Veröffentlichung zum Thema urbane Digitale Zwillinge herausgegeben, die im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities entstanden ist. mehr...

Stadt, Bäume und Internet of Things Sensorien Symbolisch
bericht

Serie Smart Cities, Teil 2: Sensoren sinnvoll nutzen

[20.05.2026] Sensorik und Internet of Things sind das Nervensystem der smarten Stadt – sie liefern Daten, welche Prozesse optimieren und die Entscheidungsfindung erleichtern können. Beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur können Kommunen auch klein starten. mehr...

Elisabeth Fröhlich, Projektleitung VIAA, Stabsstelle Verkehrsfluss und Geo-Services, zeigt eine Kamera, die den Verkehrsfluss erfasst.

Lübeck: Weitere Kreuzungen digitalisiert

[11.05.2026] In Lübeck werden derzeit vier Kreuzungen mit einem innovativen System zur Verkehrserfassung ausgestattet. Die Hansestadt setzt damit ein weiteres Teilprojekt im Rahmen ihres Vorhabens VIAA um. mehr...

Grafik zeigt die drei Plattform-Bestandteile
bericht

Plattformen: Von smart zu intelligent

[30.04.2026] Digitale Lösungen können Prozesse beschleunigen, Mitarbeitende entlasten und den Bürgerservice verbessern. Drei Bausteine bringen Kommunen auf diesem Weg entscheidend voran: urbane Datenplattformen, Automatisierungs- und KI-Plattformen. mehr...

Kamera auf einem Mannheimer Abfallsammelfahrzeug

Mannheim: Mit digitaler Hilfe sauberer werden

[29.04.2026] Optische Sensoren sollen der Stadt Mannheim künftig dabei helfen, Verschmutzungen im öffentlichen Raum zu erfassen und so dazu beitragen, das Stadtbild zu verbessern. Die Technik wird zunächst in einer mehrmonatigen Pilotphase getestet. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem Stadtteiltreff in Kassel Wolfsanger

Kassel: App stärkt das Vereinsleben

[28.04.2026] 
Eine App soll in Kassel künftig helfen, die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen besser und einfacher zu organisieren. Jetzt startet der im Rahmen des Modellprojekts Smart Kassel entwickelte digitale Assistent für Vereine in den Praxistest. mehr...