Sonntag, 6. September 2026

BerlinAuf dem Weg zur datenbasierten Verwaltung

[10.11.2023] Der Berliner Senat hat eine neue Open-Data-Strategie beschlossen. Der Datenaustausch unter Verwaltungsmitarbeitern, zu schaffende Synergien und die datengestützte Entscheidungsfindung sollen die Position Berlins als Open-Data-Vorreiter festigen.
Der Berliner Senat hat eine neue Open-Data-Strategie beschlossen. Damit will die Hauptstadt ihre Rolle als Open-Data-Vorreiter festigen.

Der Berliner Senat hat eine neue Open-Data-Strategie beschlossen. Damit will die Hauptstadt ihre Rolle als Open-Data-Vorreiter festigen.

(Bildquelle: perekotypole/123rf.com)

In Berlin hat der Senat auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, die neue Open-Data-Strategie des Landes Berlin beschlossen. Wie das Presse- und Informationsamt des Landes berichtet, widmet sich die Open-Data-Strategie sowohl den technischen Aspekten als auch den internen Prozessen des Daten-Managements innerhalb der Berliner Verwaltung. Ein zentrales Anliegen ist zudem eine umfassende Datenverfügbarkeit in den verschiedenen Ämtern und Behörden der Stadt. Dafür soll eine umfangreiche Dateninventur in den Senats- und Bezirksverwaltungen sowie den nachgelagerten Behörden durchgeführt werden. Damit soll eine bessere Kenntnis der vorhandenen Daten und ihrer Quellen erreicht werden, wodurch die interne Datenarbeit optimiert werden kann.
„Die neue Open-Data-Strategie ist ein bedeutender Meilenstein und ebnet Berlin den Weg zu einer modernen, datenbasierten Verwaltung. Unser Ziel ist es, mit dieser Open-Data-Strategie und der Erweiterung der städtischen Dateninfrastruktur Berlin zur Spitze im Bereich Open Data zu machen“, sagt Martina Klement, Staatssekretärin für Digitalisierung in der Berliner Senatskanzlei. Es werde angestrebt, den Datenaustausch unter Verwaltungsmitarbeitern und -mitarbeiterinnen zu vereinfachen, Synergien zu schaffen und datengestützte, fundierte Entscheidungsfindung zu fördern. „Das Potenzial von Open Data kann als echter Katalysator für die Verwaltungsmodernisierung dienen“, so Klement.

Berlin setzt auf Linked Open Data

Ein weiteres Ziel der Open-Data-Strategie ist die Bereitstellung von Verwaltungsdaten „in höchster Qualität“. Künftig sollen diese Daten als Linked Open Data verfügbar gemacht werden, um eine nahtlose Vernetzung zwischen verschiedenen Datenquellen zu ermöglichen. Berlin hat sich dazu verpflichtet, die Berliner Haushaltsdaten als Linked Open Data im Rahmen des vierten Nationalen Aktionsplans der Open Government Partnership (wir berichteten) bereitzustellen. Damit habe die Stadt eine Vorreiterrolle.
Eine der vorgesehenen Maßnahmen ist die Einführung eines modernen Daten-Management-Systems, das der Verwaltung einen umfassenden Zugriff auf große Datenmengen ermöglichen und auch den Datenaustausch mit Dritten sicherstellen soll. Solche Systeme gewährleisten die reibungslose Integration von verschiedenen Datenplattformen und Fachverfahren gemäß dem Open-by-default-Prinzip.
Am 30. Mai 2024 findet der Berlin Open Data Day statt. Die alljährlich durchgeführte Konferenz soll diesmal das Highlight in der Kommunikation zur Open-Data-Berlin-Strategie sein: Aus der Verwaltung und Zivilgesellschaft soll der Stand der umgesetzten Maßnahmen der Open-Data-Strategie präsentiert werden.



Stichwörter: Politik, Open Data, Berlin


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