WiesbadenOnlinebauantrag im Regelbetrieb

Mit dem Onlinebauantrag spart Wiesbaden auch Druck- und Plotterkosten und vermeidet physische Aktenberge.
(Bildquelle: Stadt Wiesbaden)
Ab dem 1. Dezember 2025 wickelt die Wiesbadener Bauaufsicht alle Baugenehmigungsverfahren vollständig elektronisch ab. Wie die hessische Landeshauptstadt mitteilt, können die Bauanträge dann komplett online über das Bauportal Hessen eingereicht werden – vom Ausfüllen des Formulars über den Upload aller Unterlagen bis hin zur Kommunikation mit der Behörde. Auch die Baugenehmigung selbst werde elektronisch erteilt.
„Das Bauantragsverfahren gehört zu den komplexesten Verwaltungsverfahren“, sagt Sandra Matzenauer, Amtsleiterin der Bauaufsicht Wiesbaden. „Die vollständige Digitalisierung macht das Verfahren für alle Beteiligten transparenter und effizienter.“ Ihre Mitarbeitenden sieht die Amtsleiterin für den Umstieg auf das volldigitale Verfahren bestens gewappnet. „Da wir bereits seit Anfang des Jahres die Anträge hybrid – also digital und analog – annehmen und digital bearbeiten, sind wir technisch und organisatorisch optimal vorbereitet.“
Um den digitalen Bauantrag durchführen zu können, registrieren sich Bauherren und Planende einmalig im Bauportal und bereiten alle nötigen Unterlagen als PDF-Datei vor, erklärt die Stadt. Sämtliche Angaben werden online eingegeben, alle erforderlichen Dokumente wie Bauzeichnungen, Baubeschreibungen und Nachweise digital hochgeladen. Die digitale oder qualifizierte Signatur ersetze die bisherige Unterschrift auf Papier.
Schneller und einfacher
Die Bauaufsicht prüfe sämtliche Unterlagen digital. Auch die beteiligten Ämter innerhalb der Stadtverwaltung werden digital eingebunden. Die Kommunikation laufe vollständig elektronisch über das Portal. Die Baugenehmigung könne schließlich als PDF-Dokument heruntergeladen werden.
Das elektronische Verfahren bringt laut Wiesbaden einige Vorteile mit sich. Es entfallen beispielsweise Postlaufzeiten und Medienbrüche, zudem wird die Kommunikation zwischen allen Beteiligten beschleunigt. Dank besserer Abstimmung seien auch weniger Nachforderungen nötig. Das Verfahren werde also insgesamt schneller.
Da die Schriftform entfällt, werde das Antragsverfahren außerdem einfacher. Das System setze die Unterschrift auf Antrag und Pläne, ihre Echtheit werde durch die Registrierung bestätigt. Nicht zuletzt wirkt sich das Verfahren ressourcenschonend aus. Druck- und Plotterkosten entfallen, auch entstehen keine physischen Aktenberge. Dank digitaler Archivierung werden Kosten und Fläche gespart.
Wiesbaden zählt zu den hessischen Pilotbehörden, welche den Onlinebauantrag bereits im Testbetrieb erprobt haben. In der Landeshauptstadt ist dieser im März 2024 gestartet. Das Bestandsarchiv mit über drei Kilometern Bauakten wurde nach Angaben der Stadt bereits seit dem Jahr 2022 digitalisiert. Die Akteneinsicht erfolge nun vollständig online. Die Baulastauskunft laufe schon seit dem Jahr 2013 elektronisch und verzeichne rund 1.600 Anfragen pro Jahr.
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