MarpingenPilotprojekt für KI-gestütztes Straßenmanagement

Die Projektbeteiligten in Marpingen.
(Bildquelle: Julia Ehre/Gemeinde Marpingen)
In der Gemeinde Marpingen wird bei alltäglichen Fahrten von Bauamtsfahrzeugen der Zustand der Straßen und der Beschilderung kontrolliert – per Smartphone und mit einem KI-gestützten Straßenmanagementsystem. Dieses wurde im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Smart-City-Landkreises St. Wendel und des Zweckverbandes eGo-Saar entwickelt. Die technische Konzeption und Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem August-Wilhelm Scheer Institut (AWSI), das eine Open-Source-Software entwickelte. Wie eGo-Saar berichtet, wurde die Pilotierung in Marpingen innerhalb von vier Monaten realisiert. Nach der erfolgreichen Produktivsetzung soll das System nun sukzessive in 25 weiteren saarländischen Kommunen ausgerollt werden, steht aber auch weiteren Kommunen im Saarland zur Verfügung.
Ressourcen sparen und gezielt einsetzen
In Marpingen erfassen die kommunalen Fahrzeuge den Zustand von Straßen und Beschilderungen automatisch, inklusive Geolokalisation. Die KI-gestützte Software klassifiziert und kartiert erkannte Schäden, sodass Mängel wie Schlaglöcher, Risse oder fehlerhafte Beschilderung frühzeitig auffallen und kostengünstig behoben werden können. Zusätzliche Begehungen oder spezielle Lasermessungsverfahren sind damit nicht mehr nötig. Aufwendige Strecken- und Verkehrssicherungskontrollen können gezielt stattfinden oder ganz entfallen. Für die Kommunen bedeutet dies eine erhebliche Kostenersparnis, da Maßnahmen datenbasiert priorisiert und Ressourcen besser eingesetzt werden können. Der nun entwickelte Prototyp soll schrittweise verbessert und bis 2027 für weitere Anwendungsmöglichkeiten weiterentwickelt werden, darunter Prognosefunktionen, Grünschnitt- oder Abfalldetektion; auch ein Schilderkataster wäre denkbar.
Datenschutz und Datensouveränität von Anfang an
Der Datenschutz ist voll gewährleistet, da keinerlei personenbezogene Daten übertragen werden, teilt der Zweckverband weiter mit. Fahrzeuge und Personen werden direkt bei der Aufnahme automatisch anonymisiert. Die erfassten Daten werden auf die Server des eGo-Saar übertragen und anschließend vollständig von den mobilen Geräten gelöscht. Die Open-Source-Software und die Speicherung auf den saarländischen Servern von eGo-Saar garantieren digitale Souveränität.
„Durch den Open-Source-Ansatz kann das System gemeinsam mit der Open-Source-Community kontinuierlich weiterentwickelt werden und leistet so einen nachhaltigen Beitrag zur Straßensicherheit – im Saarland und perspektivisch auch bundesweit“, sagt Sandra Ehlen, Geschäftsführerin des August-Wilhelm Scheer Instituts. Das Projekt wurde im Rahmen der Digitalisierungsoffensive Kommunen des Saarlandes und durch den Landkreis St. Wendel im Rahmen des Bundesprojekts Modellprojekte Smart Cities unterstützt.
Katastrophenschutz: Waldbrände mit KI frühzeitig erkennen
[03.08.2026] Im Rahmen des Projekts SmartForestFire entwickelt das Fraunhofer Cluster für kognitive Technologien CCIT ein KI-gestütztes Frühwarnsystem, um Brände schneller zu erkennen, Fehlalarme zu reduzieren und insbesondere kleinere oder kritische Waldgebiete effizient überwachen zu können. Im Tennenloher Forst bei Erlangen wird es aktuell unter realen Bedingungen erprobt. mehr...
Kassel: Smart-City-App veröffentlicht
[30.07.2026] Die Stadt Kassel hat eine Smart-City-App für Bürgerinnen, Bürger und Gäste veröffentlicht. Die Anwendung bündelt städtische Informationen und Echtzeitdienste auf einer Open-Source-Plattform und soll gemeinsam mit den Nutzenden weiterentwickelt werden. mehr...
Augsburg: Smart-City-Plattform wächst weiter
[23.07.2026] Augsburg hat seine Smart-City-Plattform technisch und inhaltlich erweitert. Aktuelle Stadt- und Verkehrsdaten lassen sich nun flexibler in Webseiten und Anwendungen einbinden. Teile des Angebots stehen auch in der Augsburg-App bereit. mehr...
Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen
[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...
Gütersloh: Sensoren unterstützen Winterdienst
[07.07.2026] In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen. mehr...
BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen
[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...
Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken
[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. mehr...
Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen
[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...
Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling
[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. mehr...
Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen
[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 3: Mit Zwilling planen
[25.06.2026] Urbane Digitale Zwillinge erlauben es Kommunen, Daten zu ihrem Stadtgebiet strukturiert sichtbar und für Entscheidungen nutzbar zu machen, etwa in der Verkehrs- oder Wärmeplanung. Beim Aufbau eines Digitalen Zwillings lohnt es sich, auf Kooperation zu setzen. mehr...
MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur
[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...
BBSR: Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen
[24.06.2026] Smarte digitale Projekte stärken die regionale Wirtschaft – aber oft indirekt. Das erschwert es Kommunen, den konkreten Nutzen zu benennen und argumentativ zu vertreten, etwa gegenüber Politik oder Projektpartnern. Eine Praxishilfe erklärt, wie Kommunen solche Effekte erkennen und verständlich vermitteln können. mehr...
Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress
[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...
MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen
[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...




















