DresdenStraßenzustand smart erfasst

Ein Spezialfahrzeug mit hochpräziser Mess- und Abbildungstechnik erfasst den Zustand von rund 1.830 Kilometern des Dresdner Straßennetzes.
(Bildquelle: LEHMANN + PARTNER GmbH)
Noch bis September 2026 erfasst die sächsische Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit der Firma Lehmann + Partner systematisch und digital den Zustand von rund 1.830 Kilometer des Straßennetzes. Eingesetzt wird dazu ein Spezialfahrzeug mit hochpräziser Mess- und Abbildungstechnik. Es ist ausgestattet mit einem Laserscanner, Mess-Sensoren und hochauflösenden Kameras. Neben Straßenschäden wie Schlaglöchern, Spurrinnen oder Erhebungen können damit Rissbildungen ab einer Breite von 0,5 Millimeter erfasst und bewertet werden.
Wie die Stadt mitteilt, werden die mit den Messfahrzeugen gewonnenen Informationen mit Sensordaten von fünf Messstellen im Stadtgebiet ergänzt. Diese seien systematisch so im Stadtgebiet verteilt, dass sich der Verkehrszufluss in die Stadt gut abbilden lasse, was auch für das restliche Stadtgebiet Ableitungen ermögliche. Die Messstellen besitzen jeweils mehrere Sensoren. Gemessen wird das Gewicht der Fahrzeuge, welche über die Messstellen fahren, sowie die Temperaturen der Oberfläche und in der Tiefe der Straße. So lässt sich erkennen, wie sich Hitze, Kälte und das Fahrzeuggewicht im Jahresverlauf auf die Fahrbahn auswirken und wie stark die Fahrbahn beansprucht wird und altert.
Die Auswertung der Sensordaten und der Daten aus der Befahrung soll dem Straßen- und Tiefbauamt künftig eine softwaregestützte Prognose ermöglichen, welche Straßen in welcher Priorität ertüchtigt werden müssen, um diese langfristig zu erhalten. So sollen finanzielle Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen eingesetzt werden.
Der Gesamtumfang des Projekts „Strategisches Erhaltungsmanagement“ beträgt laut der Stadt Dresden rund 1,3 Millionen Euro und wird mit Fördermitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des Smart City Förderprogramms des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) zu 65 Prozent gefördert. Der verbleibende Eigenanteil wird von der Landeshauptstadt Dresden getragen. Mit der Förderung werde neben dem Einbau der Straßensensoren auch die systematische Erfassung des Straßennetzzustands mittels Befahrung mit Messfahrzeug sowie die Auswertung der erfassten Daten finanziert.
Serie Digitalstädte: Stadt der Pilotprojekte
[04.08.2026] Wiesbaden setzt bei der Digitalisierung auf einen ganzheitlichen Ansatz. Bürgerorientierung steht bei allen Vorhaben im Vordergrund. Gleichzeitig beteiligt sich Hessens Landeshauptstadt an zwei prestigeträchtigen Pilotprojekten des Bundesdigitalministeriums. mehr...
Interview: Mehr Mut zum Ausprobieren
[04.08.2026] Silke Lehnhardt hat nach 30 Jahren Privatwirtschaft den Wechsel in die Verwaltung gewagt. In Wiesbaden leitet sie nun das Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung. mehr...
Dietzenbach: Nachhaltiger und noch smarter
[04.08.2026] Dietzenbach erweitert sein Smart-City-System um ein Energiemonitoring und eine automatisierte Wintergefahrenerkennung. Dafür integriert die Stadt erprobte Anwendungen anderer hessischer Kommunen in ihre bestehende Datenplattform. mehr...
Katastrophenschutz: Waldbrände mit KI frühzeitig erkennen
[03.08.2026] Im Rahmen des Projekts SmartForestFire entwickelt das Fraunhofer Cluster für kognitive Technologien CCIT ein KI-gestütztes Frühwarnsystem, um Brände schneller zu erkennen, Fehlalarme zu reduzieren und insbesondere kleinere oder kritische Waldgebiete effizient überwachen zu können. Im Tennenloher Forst bei Erlangen wird es aktuell unter realen Bedingungen erprobt. mehr...
Kassel: Smart-City-App veröffentlicht
[30.07.2026] Die Stadt Kassel hat eine Smart-City-App für Bürgerinnen, Bürger und Gäste veröffentlicht. Die Anwendung bündelt städtische Informationen und Echtzeitdienste auf einer Open-Source-Plattform und soll gemeinsam mit den Nutzenden weiterentwickelt werden. mehr...
Augsburg: Smart-City-Plattform wächst weiter
[23.07.2026] Augsburg hat seine Smart-City-Plattform technisch und inhaltlich erweitert. Aktuelle Stadt- und Verkehrsdaten lassen sich nun flexibler in Webseiten und Anwendungen einbinden. Teile des Angebots stehen auch in der Augsburg-App bereit. mehr...
Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen
[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...
Gütersloh: Sensoren unterstützen Winterdienst
[07.07.2026] In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen. mehr...
BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen
[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...
Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken
[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. mehr...
Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen
[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...
Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling
[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. mehr...
Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen
[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 3: Mit Zwilling planen
[25.06.2026] Urbane Digitale Zwillinge erlauben es Kommunen, Daten zu ihrem Stadtgebiet strukturiert sichtbar und für Entscheidungen nutzbar zu machen, etwa in der Verkehrs- oder Wärmeplanung. Beim Aufbau eines Digitalen Zwillings lohnt es sich, auf Kooperation zu setzen. mehr...



















