StudieWie hoch ist der digitale Stress?

Inwiefern Verwaltungsmitarbeitende unter digitalem Stress stehen, weil sie neue Technologien und Prozesse als belastend empfinden, soll eine aktuelle Studie untersuchen.
(Bildquelle: pressmaster/123rf.com)
Demografischer Wandel, schwierige Haushaltslage, Arbeitgeberattraktivität, gestiegene Serviceerwartungen und Flexibilitätsanforderungen sind nur einige der Herausforderungen in deutschen Kommunen, die durch Digitalisierung gemeistert werden sollen. Dabei kann es auch zu digitalem Stress kommen, wenn neue Technologien und Prozesse als belastend empfunden werden.
Die Stadt Osnabrück und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) führen deshalb eine bundesweite Studie zur digitalen Transformation in kommunalen Verwaltungen durch. Im Mittelpunkt steht dabei nach Angaben der Stadt und des DFKI nicht die technische Seite der Digitalisierung, sondern der Faktor Mensch: Wie erleben Mitarbeitende den digitalen Wandel, welche Belastungen entstehen dabei und welchen Einfluss hat insbesondere der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz?
„Wir möchten mit der Studie einen Beitrag dazu leisten, die digitale Transformation in Kommunen nicht nur technisch und organisatorisch, sondern auch aus Sicht der Beschäftigten zu betrachten“, erklärt Thomas Lotz, Leiter Digitale Verwaltung der Stadt Osnabrück. „Ziel ist es, den Status quo des digitalen Stresses zu erfassen, mögliche Auswirkungen von KI zu untersuchen und daraus konkrete, praxisnahe Maßnahmen für die kommunale Verwaltung abzuleiten.“
Die Erhebung erfolgt vollständig anonym, das heißt, es werden weder Individualergebnisse noch kommunenspezifische Auswertungen erstellt, sondern die Ergebnisse ausschließlich in aggregierter Form wissenschaftlich ausgewertet. Die Veröffentlichung erfolgt in Form einer Informationsveranstaltung und eines wissenschaftlichen Artikels. Aktuell haben sich bereits mehr als 25 Kommunen an der anonymen Onlinebefragung beteiligt. Um die Aussagekraft der Untersuchung noch zu erhöhen, freuen sich die Stadt Osnabrück und das DFKI über weitere Teilnehmer. Der Aufwand für die teilnehmenden Kommunen sei gering. Interessierte Kommunen können sich hier melden und erhalten dann alle weiteren Informationen zur Teilnahme: lotz.t@osnabrueck.de oder laura.hein@dfki.de.
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