Dienstag, 8. September 2026

Märkischer KreisIT-Sicherheit bleibt Daueraufgabe

[08.09.2026] Der Märkische Kreis plant für dieses und das folgende Jahr weitere Maßnahmen zum Schutz seiner IT. Vorgesehen sind ein Notfallhandbuch, ein neues Konzept für gesicherte Fernzugänge sowie interne und externe Prüfungen der Server.
Blick in den leeren Tagungsraum im Kreishaus Lüdenscheid (Märkischer Kreis).

Die bundesweite Cyber-Bedrohungslage bleibt hoch. Darauf reagiert auch der Märkische Kreis, wo jetzt der Digitalisierungsausschuss zusammentrat.

(Bildquelle: Hannah Heyn / Märkischer Kreis)

Der Märkische Kreis misst der IT-Sicherheit seit Jahren einen hohen Stellenwert bei und verfolgt dabei einen systematischen Ansatz. Nun stand im Ausschuss für Digitalisierung und E-Government einmal mehr die IT-Sicherheit im Fokus. Sören Hendrich, der Informationssicherheitsbeauftragte des Kreises, berichtete über die Einschätzung der bundesweiten Bedrohungslage des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). International belegt demnach Deutschland Platz vier als Ziel von Spionageangriffen und Platz drei bei Cyber-Crime-Aktivitäten. Öffentliche Verwaltungen stehen dabei besonders im Visier der Angreifer. „Bei einem täglichen Zuwachs von durchschnittlich 280.000 neuen Schadprogramm-Varianten kommen dabei Virenprogramme nicht mehr hinterher“, machte Hendrich deutlich.

Mehr Angriffe über Webangebote

Darüber hinaus verzeichnet das BSI einen seit Jahren langsam, aber stetig wachsenden Trend zur Ausnutzung von Schwachstellen in Web-Angriffsflächen wie etwa öffentlich erreichbaren Websites, Portalen und anderen Webanwendungen. Deren Schutz sei also ein entscheidender Hebel, um die Cyber-Sicherheit zu verbessern. Derzeit sei der Kreis vergleichsweise gut aufgestellt, versicherte Hendrich. Allerdings bestehe auf der Ebene der Südwestfalen-IT (SIT) mit 67 Kommunen und fünf Kreisen noch ein sehr heterogenes Sicherheitsniveau. Hier gelte es einheitliche Standards zu etablieren. Im Jahr 2023 gab es einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall im Bereich der SIT, der zahlreiche Kommunen teilweise über Wochen lahmlegte (wir berichteten) und von dem auch der Märkische Kreis betroffen war (wir berichteten).

Widerstandsfähiger werden

Beim Märkischen Kreis gehen täglich ein bis zwei Meldungen des Kommunalen Warn- und Informationsdienstes (KWID) ein, die Kommunalverwaltungen vor Cyberrisiken und IT-Sicherheitsgefahren in Nordrhein-Westfalen warnen. Um die Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe von außen zu erhöhen, müsse der Märkische Kreis weiter systematisch und kontinuierlich an seiner IT-Sicherheit arbeiten und Angriffsflächen reduzieren. In den Jahren 2026 und 2027 sieht der Informationssicherheitsbeauftragte unter anderem Handlungsschwerpunkte bei der Fertigstellung eines Notfallhandbuchs, bei einem neuen Konzept für den gesicherten Fernzugang (VPN) auf den Server beispielsweise aus dem Homeoffice sowie bei internen und externen Sicherheitsprüfungen der Server.





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