Samstag, 29. August 2026

RettungswesenFührungskräfte-Ausbildung mit VR und KI

[24.02.2023] Das Projekt feir will mit künstlicher Intelligenz und virtueller Realität die Ausbildung von BOS-Führungskräften modernisieren. Mithilfe einer KI-gestützten Plattform sollen individuelle, praxisnahe Übungsszenarien erstellt werden, zudem soll eine genaue Evaluierung möglich sein.

Die Ausbildung von Führungskräften ist eine grundlegende Säule im Feuerwehr- und Rettungswesen und von entscheidender Bedeutung für den Einsatzerfolg – und somit für den Schutz und die Rettung von Menschenleben. Häufig erfolge diese aber noch mithilfe von Miniaturen von Szenarien und Modellfahrzeugen – Übungen aus der Vogelperspektive, die die Einsatzrealität nicht wiedergeben können. Das Software-Unternehmen Vomatec Innovations, das auf Lösungen für das Sicherheits- und Gefahren-Management spezialisiert ist, berichtet nun über das Projekt „Führungsausbildung für Einsatzkräfte mittels intelligenter virtueller Realitäten” (feir) – ein Vorhaben, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Ziel ist es demnach, eine virtuelle Übungsplattform zur Ausbildung von Führungskräften in der Gefahrenabwehr zu entwickeln. So sollen Schulungen realistischer und praxisorientierter gestaltet und die Fähigkeiten der Führungskräfte verbessert werden.

Künstliche Intelligenz schafft Realitätsnähe

Im Gegensatz zu bisherigen Ausbildungsmethoden mit statischen Übungsszenarien soll feir eine individuell angepasste Lernerfahrung bieten. Dabei soll künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen, um Übungsszenarien in einer virtuellen, realitätsnahen Umgebung zu generieren. Das Training kann zudem an vorhandenen Kompetenzen und Lernverläufen ausgerichtet werden. Mit strukturierten Auswertungen erhalten die Führungskräfte schnelles Feedback, um ihren Lernerfolg zu verbessern. Mithilfe der digitalen Lösung soll sich außerdem der Aus- und Fortbildungsaufwand reduzieren und das aktive Lernen sowie die Trainingsfrequenz ausgebaut werden.
Bei der Entwicklung der Plattform will das Projektkonsortium aus zwei Forschungseinrichtungen und drei innovativen Unternehmen eng mit Anwendern und Verbänden der Gefahrenabwehr zusammen arbeiten. Das Unternehmen Vomatec stelle den Verbundkoordinator. Zunächst werde ein Angebot für Führungskräfte der Feuerwehr entwickelt. Perspektivisch soll die Plattform vom gesamten BOS-Bereich genutzt werden können, der sich mit der Schulung und Fortbildung von Führungskräften in kritischen Situationen befasst.





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