EnBWKonzerntochter für Cyber Security
Die EnBW reagiert mit der Gründung ihrer neuen Konzerntochter EnBW Cyber Security auf die gestiegene Nachfrage nach Sicherheitslösungen. Wie EnBW mitteilt, hilft die 100-prozentige EnBW-Tochter Unternehmen und Behörden dabei, die für sie passende Sicherheitsstrategie zu finden und umzusetzen.
Das Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe analysiere IT- und OT-Prozesse sowie Architekturen von nicht-Kritischen und Kritischen Infrastrukturen (KRITIS). Diese würden auf Anomalien überwacht. Vor allem die OT – also spezielle Betriebstechnik aus dem KRITIS- und Produktionsbereich – werde immer häufiger zum Ziel von Attacken. „IT und OT müssen in puncto Sicherheit zusammenhängend betrachtet werden – nur dann ist ein Unternehmen umfassend geschützt“, sagt Frank Brech, Geschäftsführer der EnBW. Laut EnBW bringen die Expertinnen und Experten von EnBW Cyber Security dieses Wissen mit. Zum Teil seien sie seit mehr als zehn Jahren in der Informationssicherheit tätig.
Das Angebot der EnBW-Tochter richte sich an KRITIS-Unternehmen aus der Energie-, Wasser-, Gesundheits- und Telekommunikationsbranche sowie zunehmend an Städte, kommunale Verwaltungen und Behörden. Ebenso stünden Produktionsunternehmen aus dem Automobil- und Maschinenbaubereich im Fokus. Kundinnen und Kunden erhielten umfassende Lösungen von der Analyse über die Beratung bis zum fertigen Betriebsprodukt – alles aus einer Hand. Angeboten würden zum Beispiel so genannte Penetrationstests. Hierbei spürten Expertinnen und Experten einmalig je Testvorgang Schwachstellen in den Systemen auf und gäben Empfehlungen zur Behebung derselben. Mit dem Cyber Defence Center (CDC) und den dort erbrachten Managed Security Services ermöglichten die Cyber-Security-Spezialistinnen und Spezialisten auch eine kontinuierliche Überwachung der IT- und OT-Systeme ihrer Kundinnen und Kunden.
Zu den Partnern der jetzigen EnBW Cyber Security zählten seit 2020 auch das Innenministerium des Landes Baden-Württembergs sowie das Landeskriminalamt: im Rahmen einer Public-Private-Non-Profit-Partnership arbeiteten die Beteiligten im Kampf gegen Cyber-Kriminelle eng zusammen. Seit Oktober 2021 bildeten die Partner zudem Studierende an der DHBW Heilbronn im Studienzweig Wirtschaftsinformatik mit Vertiefung in Cyber Security aus. Es sei das erste Mal, dass auf Behörden-, Verwaltungs- und Wirtschaftsseite eine solche Initiative gestartet wurde, um dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
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