Sonntag, 16. August 2026

MünchenStädtische Büroplätze flexibel buchen

[17.11.2022] Eine räumlich flexible Arbeitsplatznutzung erlaubt eine bessere Raumauslastung und kommt den Beschäftigten zugute, die so etwa Wegzeiten einsparen. In München wurde nun eine Web-App pilotiert, mit der Verwaltungsmitarbeiter ihren Wunschschreibtisch suchen und buchen können.

Digitalisierung und Homeoffice führen immer häufiger zu einer Loslösung vom festen Büroarbeitsplatz – auch innerhalb der Verwaltung. Zunehmend attraktiv werden Büroraumkonzepte mit freier Wahl von Ort und Arbeitsplatz. So kann die Wahl des Arbeitsplatzes aktivitätsbasiert je nach Terminplan und Wegstrecken erfolgen. Verfügbare Büroflächen können effizienter genutzt werden. Aber wie können Beschäftigte wissen, welche Arbeitsplätze gerade wo zur Verfügung stehen? In München wurde dazu eine digitale Lösung gefunden, die jetzt in den Pilotbetrieb geht. In ihrem Digitalblog „München. Digital. Erleben.“ berichtet die bayerische Landeshauptstadt über das Projekt.

Eine etablierte Sharing-Plattform als Basis

Eine standortübergreifende Arbeitsplatz-Flexibilität setzt Transparenz hinsichtlich Verfügbarkeit und Ausstattung von Arbeitsplätzen voraus. Man braucht also ein Tool, das die benötigten Informationen zur Verfügung stellt und eine unkomplizierte Buchung erlaubt. Beim städtischen Innovationswettbewerb 2021 hatte das auf etliche Standorte verteilte Kreisverwaltungsreferat (KVR) die Frage nach einem solchen Tool als Challenge eingereicht. Die Energiegenossenschaft Isarwatt entwickelte einen Prototypen und gewann die Challenge: Deren bereits vorhandene Sharing-Plattform klink wurde als Web-App für den standortübergreifenden Einsatz bei der Stadt München erfolgreich im städtischen Umfeld erprobt. Die erforderlichen Anpassungen wurden in enger Abstimmung mit der Stadt konzipiert, umgesetzt und getestet. Im Anschluss erprobten rund 70 Beschäftigte aus sieben Referaten die Web-App klink im Zuge einer achtwöchigen Pilotphase. Neben dem KVR stellten fünf weitere Referate und das Munich Urban Colab dafür Räume zur Verfügung.

Nutzen nicht nur für Verwaltungsbeschäftigte

Die anschließende umfangreiche Evaluation habe den angestrebten Nutzen gezeigt, berichtet die Landeshauptstadt München in ihrem Blog: Die Web-App klink, die auf der gleichnamigen Sharing-Plattform basiert, kann die nötige Transparenz für eine standortübergreifende Buchung von Büroarbeitsplätzen herstellen. Dazu hinterlegen die Raumverantwortlichen an den Standorten – meist Beschäftigte im Facility Management – Informationen zu geteilten Räumen und Arbeitsplätzen. Dabei können Nutzungsgruppen definiert und berechtigte Personengruppen flexibel freigeschaltet werden. Technisch möglich wäre es auch, einzelne Räume für verifizierte Personen aus der Stadtgesellschaft – etwa Vereine oder Jugendverbände – zugänglich zu machen oder das Raumangebot über die Plattform öffentlich zu teilen.
Das Pilotprojekt und die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für weitere Überlegungen und Schritte hin zu einem nachhaltigen Einsatz einer Sharing-Plattform für städtische Arbeitsplätze.



Stichwörter: Panorama, München


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Drei verschiedene Screenshots der App

Regional-App: Das Fichtelgebirge entdecken

[14.08.2026] Was machen wir heute? Darauf hat die FichtelApp jetzt einige Antworten parat. Ihr neuer Tagesplaner stellt aus Ausflugszielen, Veranstaltungen und Einkehrmöglichkeiten Vorschläge für einen Tag im Fichtelgebirge zusammen – für Gäste ebenso wie für Einheimische. mehr...

Aachen: Krönungssaal erhält AR-Führung

[14.08.2026] Aachen entwickelt eine Augmented-Reality-Führung für den historischen Krönungssaal des Rathauses. Ab 2027 sollen Besucherinnen und Besucher mit AR-Brillen sieben Stationen der Stadt- und europäischen Geschichte erleben. mehr...

Kommune21 im Gespräch: Künzell berichtet über Erfahrungen

[12.08.2026] Wie läuft die Einführung neuer Software im Verwaltungsalltag tatsächlich ab? Im nächsten Webinar „Kommune21 im Gespräch“ berichten die Gemeinde Künzell und JCC Software über Erfahrungen, Schwierigkeiten und Erkenntnisse aus mehreren Digitalisierungsprojekten. mehr...

Screenshot aus einem der gebärdensprachvideos

Augsburg: Digitale Teilhabe ausgebaut

[07.08.2026] Im EU-geförderten Projekt DIWA 4.0 erweitert Augsburg schrittweise den barrierearmen Zugang zu städtischen Informationen. Nach Angeboten in Fremdsprachen und Leichter Sprache stehen auf der Website nun auch Videos in Deutscher Gebärdensprache bereit. mehr...

Databund/BMDS: Besserer Informationsfluss

[06.08.2026] Das BMDS und der Databund haben eine Initiative gestartet, die es ermöglichen soll, dass IT-Unternehmen früher über zentrale Digitalvorhaben des Bundes informiert werden. Gleichzeitig sollen sie ihre Erfahrungen künftig einfacher in die Planungen einbringen. mehr...

Hochwassergebiet, knapp über der Wasserfläche sieht man ein Verkehrsschild, im Hintergrund Bäume und eine Stadtsilhouette

Schleswig-Holstein: Einheitliche Technik für große Schadenslagen

[04.08.2026] Schleswig-Holstein beschafft eine neue Software für die Bevölkerungsschutzbehörden von Land und Kommunen. Sie soll den Austausch von Lageinformationen nahezu in Echtzeit ermöglichen und vor allem bei großflächigen Schadenslagen eine bessere Koordination unterstützen. mehr...

QR-Tafel im Bunten Garten in Mönchengladbach

Mönchengladbach: Smarte Parktour

[04.08.2026] Mit einer Web-App lässt sich eine beliebte Parkanlage in Mönchengladbach nun individuell entdecken. Die digitale Führung verbindet Natur, Geschichte und Wissenswertes mit den Möglichkeiten moderner Technologie. mehr...

Absperrband Feuerwehr dahinter verschwommen Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehreinsatzkräfte
bericht

Katastrophenmanagement: Im Ernstfall den Überblick behalten

[29.07.2026] Kommunen müssen sich heutzutage auf zahlreiche potenzielle Krisen vorbereiten. Doch wann ist eine Lage überhaupt eine Krise? Der KGSt-Lagecheck hilft Kommunen, die Situation einzuschätzen und die richtigen Schritte einzuleiten. Digital und notfalls auch ohne Strom. mehr...

William Schmitt leitet den kommunalen IT-Dienstleister Komm.ONE und folgt nun an der Spitze des Kontrollgremiums der govdigital auf Dieter Rehfeld.

Vitako: Neue Vorstandsspitze

[20.07.2026] Digitale Souveränität, KI, Registermodernisierung und knappe Kassen: Die kommunalen IT-Dienstleister stehen vor anspruchsvollen Jahren. Mit William Schmitt rückt nun der bisherige Stellvertreter an die Spitze ihres Bundesverbands Vitako. mehr...

Farbige Sprechblasen, die mit Linien verbunden sind

TSA: Satzungen und Ortsrecht digital verwalten

[20.07.2026] Viele Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Pflege, Veröffentlichung und Bereitstellung von Satzungen und Rechtsvorschriften. Ein von TSA Public Services initiierter Erfahrungsaustausch soll dabei helfen, bewährte Ansätze kennenzulernen. mehr...

Mehrere Personen auf einem Gehweg, schauen auf ein Smartphone

Hamm: App ins Abenteuer Stadtgeschichte

[17.07.2026] App ins Abenteuer Stadtgeschichte: In der App „Heimat Hamm“ verschmelzen auf einem digitalen Stadtrundgang dank Augmented Reality (AR) Geschichte und Gegenwart. mehr...

Kampagnenmotiv von „125 Jahre Stuttgarter Amtsblatt“ in goldenem Design. Auf der rechten Seite sieht man Leseproben auf verschiedenen digitalen Endgeräten und der Printausgabe.

Stuttgart: Amtsblatt auch als E-Paper

[17.07.2026] Das Stuttgarter Amtsblatt informiert seit 125 Jahren über Kommunalpolitik, Verwaltung und Stadtleben. Nun erscheint das offizielle Bekanntmachungsorgan der Stadt auch als E-Paper mit Vorlesefunktion und Archiv. Die Printausgabe bleibt bestehen. mehr...

DLR-Drohne findet Menschen, die in Not geraten sind – hier im Übungsszenario


DLR: Neue Technik für den Katastrophenschutz

[16.07.2026] In einer groß angelegten Übung im Ahrtal haben 16 Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gezeigt, wie neue Technologien – etwa Drohnen oder robotische Systeme – die Prozesse im Katastrophenschutz stärken und verbessern können. mehr...

Eine Person arbeitet an einem Laptop. Über der Tastatur sind grafisch dargestellte digitale Benutzerprofile und Checklisten eingeblendet. Die Illustration symbolisiert die digitale Verwaltung von Nutzerdaten, Identitäten oder Registrierungsprozessen.

Kommune21 im Gespräch: Digitaler Wandel in Baden-Württemberg

[15.07.2026] Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Baden-Württemberg steht vor wichtigen Entscheidungen. Im Webinar „Kommune21 im Gespräch“ werden Roland Bernhard und William Schmitt am 21. Juli 2026 über die künftige Ausrichtung der Verwaltungsdigitalisierung, die Rolle von Komm.ONE und die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen diskutieren. mehr...

Weißer Kopfhörer auf grauer Schreibtischplatte, mit Laptop

Podcast: Verwaltungsdigitalisierung zum Zuhören

[15.07.2026] Ein neuer Podcast des KDO-Tochterunternehmens Public Experts will Verwaltungsdigitalisierung verständlich erklären. In der ersten Folge geht es um die Registermodernisierung – ein Thema mit weitreichenden Auswirkungen auf Verwaltung, Staat und Gesellschaft. mehr...