AKDBSynergien auf der Kommunale

Reges Interesse am Bürgerservice-Portal verzeichnet die AKDB auf ihrem Messestand auf der Kommunale.
(Bildquelle: AKDB)
Besser gleich auf Synergien setzen – unter diesem Motto präsentierte die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) ihre Lösungen auf der Fachmesse Kommunale in Nürnberg (18. bis 19. Oktober 2017). Im Rahmen der Messe teilte der kommunale IT-Dienstleister mit, dass der Roll-out der neuen SYNERGO-Produktfamilie erfolgreich verläuft. Die neue Lösungsgeneration der AKDB sei bereits über 2.000 Mal im Einsatz. Allein mit dem neuen Fachverfahren OK.VERKEHR würden bundesweit etwa 2,2 Millionen Kraftfahrzeuge verwaltet. Rund 900 Kommunen nutzen laut AKDB das erst in diesem Jahr mit SYNERGO-Technologie weiterentwickelte Einwohnermeldewesen OK.EWO und OK.GEWERBE sei bei 100 Gewerbeämtern und Erlaubnisbehörden im Einsatz.
Zur SYNERGO-Produktfamilie gehören auch die E-Government-Lösungen Bürgerservice-Portal und Bürgerservice-App, die sich an den Bürger als Endanwender richten. Das Bürgerservice-Portal ist nach den Worten von AKDB-Vorstandschef Alexander Schroth inzwischen bundesweit bei 1.200 Kommunen in Verwendung, damit könnten rund 18 Millionen Bürger auf die integrierten Dienste zugreifen. Schroth zeigte sich bei einer Pressekonferenz auf der Kommunale sehr zufrieden mit der Entwicklung des Bürgerservice-Portals. Rund 80 Fachdienste aus Bereichen wie Einwohnerwesen, Personenstandswesen, Gewerbewesen oder Kfz-Wesen stünden inzwischen zur Verfügung, diese würden von Bürgern und Unternehmen immer stärker angenommen. Auch auf der Messe sei das Interesse der Kommunen an dem Portal sehr groß. Nach Angaben von Schroth wurden bereits rund 700.000 Dienstleistungen über die verschiedenen Serviceportale abgewickelt. Er verwies auch auf Verträge mit dem Bund und dem Land Hessen, die nun ebenfalls die Portaltechnologie der AKDB nutzen können.
Neben dem Thema Bürgerservice-Portal verzeichnet die AKDB eine wachsende Nachfrage bei Rechenzentrumsdienstleistungen. Wie Schroth den Pressevertretern mitteilte, denken immer mehr Kommunalverwaltungen darüber nach, den IT-Betrieb komplett auszulagern. Die AKDB stehe hier mit dem Angebot Next Generation Outsourcing als Dienstleister bereit. Dabei gehe der Betrieb der kommunalen IT-Infrastruktur durch eine im AKDB-Rechenzentrum betriebene zentrale Management-Instanz in die Verantwortung der AKDB über. Systemspezialisten der AKDB-Tochter LivingData übernehmen nach Angaben des IT-Dienstleisters die komplette Durchführung administrativer Vorgänge mit einem umfangreichen Managed-Services-Paket. Die IT-Leiter der Kommunen würden von administrativen Vorgängen im Bereich der IT-Infrastruktur deutlich entlastet. Die Auslagerung des IT-Betriebs sei auch ein Mittel gegen den IT-Fachkräftemangel in den Kommunen. AKDB-Vorstand Rudolf Schleyer wies darauf hin, dass insbesondere kleinere Kommunen im Wettbewerb um Fachkräfte kaum mit der Wirtschaft mithalten können. Dies betreffe teilweise auch die AKDB. Nicht alle Stellen könnten derzeit besetzt werden, obwohl das Unternehmen den Mitarbeitern einiges zu bieten habe.
Insgesamt sieht sich die AKDB auf einem guten Weg, die Digitalisierung in den Kommunen mitzugestalten. Alexander Schroth sagte: „Wir freuen uns sehr, dass die SYNERGO-Produktgeneration bei den Kommunen so gut ankommt. Das ist der Beweis dafür, dass wir in Deutschland unserem Ziel einen großen Schritt näher gekommen sind, Verwaltungen mit modernen und effizienten IT-Lösungen auf breiter Basis zu unterstützen und gleichzeitig den Bürgerservice zu verbessern.“
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