FreiburgVernetzter Winterdienst

Software macht Winterdienst besser planbar.
(Bildquelle: Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF))
Die Dokumentation ihrer Einsätze ist für die Fahrer von Winterdienst- und Straßenreinigungsfahrzeugen sehr aufwendig. Einige Kommunen und Straßenmeistereien – darunter auch die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) – haben die Erfassung und Auswertung der Einsätze mittlerweile vollständig automatisiert. Im Fall der ASF ermöglicht das eine Machine-to-Machine-Lösung (M2M) der Telekom und ihres IT-Premiumpartners Funkwerk eurotelematik.
Fahrten werden automatisch dokumentiert
Damit der Verkehr im Schwarzwald bei dichtem Schneetreiben nicht zum Erliegen kommt, müssen die mehr als zwei Dutzend Räum- und Streufahrzeuge der ASF insgesamt 664 Kilometer Straße von Schnee und Eis befreien. Bis vor Kurzem mussten die Fahrer währenddessen noch ein Räum- und Streubuch führen und darin handschriftlich alle geräumten Abschnitte vermerken. Die ASF kann so beispielsweise bei einem Rechtsstreit nachweisen, dass sie ihre Räum- und Streupflicht erfüllt hat. Die handschriftliche Aufzeichnung des Einsatzes beeinträchtigte allerdings entweder die Verkehrssicherheit oder die Genauigkeit der Daten. „Wir haben deshalb nach einer Lösung gesucht, welche die Fahrten automatisch dokumentiert“, erinnert sich Stefan Prill, Leiter der ASF-Logistik. Fündig wurde die ASF bei Funkwerk eurotelematik. Das Unternehmen hat sich auf Machine-to-Machine-Lösungen (M2M) zur Disposition und Steuerung von Fahrzeugflotten spezialisiert. Unter M2M verstehen Experten den automatisierten Informationsaustausch zwischen Endgeräten untereinander oder mit einer zentralen Leitstelle. 2009 testete die ASF die M2M-Lösung erstmals mit einer Kleinkehrmaschine – mit Erfolg. Kurz darauf wurden auch die Winterdienstfahrzeuge, Kehrmaschinen und Straßenreinigungsfahrzeuge der ASF mit der Lösung ausgestattet. Die Integration in die Container-Fahrzeuge ist bereits in Planung. „Wir behalten so den Großteil unseres Fuhrparks immer im Blick“, meint Stefan Prill.
Effizienter streuen
Die Anwendung besteht aus zwei Teilen: einem Bordrechner und einer Anzeige- und Bedieneinheit. Der Bordrechner verfügt neben einem GPS-Modul auch über eine Mobilfunkeinheit mit integrierter M2M-SIM-Karte. Er kann, anders als eine einfache Ortungslösung, mit der Steuerungstechnik des Räum- und Streufahrzeugs verbunden werden. So erfasst das Gerät neben dem aktuellen Standort auch die Position des Räumschilds und den Status der Streuanlage. Bei neueren Fahrzeugen registriert die Lösung sogar die Streubreite und den Salzverbrauch. Die integrierte Mobilfunkeinheit überträgt die Daten dann über das Mobilfunknetz der Telekom an einen Server in der ASF-Zentrale. Mithilfe einer Software können die Mitarbeiter dort die Routen und das Räum- und Streuverhalten der Fahrzeuge nachvollziehen. Gleichzeitig unterstützt das System die Mitarbeiter bei der Routenplanung. „Wir können unsere Salzreserven so viel effektiver ausbringen“, sagt Prill. Über die Anzeige- und Bedieneinheit können die Mitarbeiter zudem ihre Arbeitszeiten und Tätigkeiten in das Zeiterfassungssystem eintragen. Und das lohnt sich. Prill: „Allein durch die automatisierte Leistungserfassung sparen wir jährlich rund 15.000 Euro.“
http://www.eurotelematik.de
Dieser Beitrag ist in der Februar-Ausgabe von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
Darmstadt: Stadtgeschichte online entdecken
[30.10.2026] Das Stadtarchiv Darmstadt macht ausgewählte historische Quellen direkt im Internet einsehbar. Historische Ratsprotokolle, Verwaltungsberichte und Grafiken geben Einblick in politische Entscheidungen, die Arbeit städtischer Ämter und das Leben in früheren Jahrhunderten. mehr...
Interview: Es ist Zeit, endlich zu handeln
[21.10.2026] Wie sich Behörden mit sicheren Kommunikationslösungen unabhängiger von außereuropäischen Anbietern machen können, erläutert Benjamin Schilz, CEO von Wire, im Interview mit Kommune21 auf der Smart Country Convention 2026. mehr...
NExT: Verwaltungsalltag auf Sendung
[20.10.2026] Erfahrungen und Problemstellungen aus der kommunalen Praxis gibt es jetzt auch zum Hören: Das Verwaltungsnetzwerk NExT hat den Podcast „NExT Level Verwaltung“ gestartet. Zwei Verwaltungsprofis sprechen darin über Hürden im Alltag und Spielräume für Veränderungen. mehr...
Ulm: Neue Koordinierungsstelle für digitale Stadtentwicklung
[14.10.2026] Mit Simone Philp bekommt die Digitalisierung der Stadt Ulm ein neues Gesicht. Als Leiterin der neuen Koordinierungsstelle will die Wirtschaftswissenschaftlerin Digitalvorhaben bündeln, Kooperationen mit Wissenschaft und Wirtschaft ausbauen und Fördermittel einwerben. mehr...
Essen: Drohne erkundet Einsatzorte vorab
[09.10.2026] Die Feuerwehr Essen testet seit Mitte September eine automatisiert startende Vorauserkundungsdrohne. Sie soll bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte Bilder vom Einsatzort liefern und so eine frühzeitige Lagebeurteilung ermöglichen. Nach drei Monaten wird entschieden, ob das System dauerhaft eingesetzt werden soll. mehr...
Rheinland-Pfalz: Ehrenamtskarte per App beantragen
[08.10.2026] Rheinland-Pfalz hat eine App gestartet, mit der Ehrenamtliche die Ehrenamtskarte vollständig digital beantragen und Vergünstigungen finden können. Das Land übernimmt eine in Nordrhein-Westfalen entwickelte Lösung. Organisationen und Kommunen bearbeiten Anträge digital. mehr...
Kommune21 im Gespräch: Herausforderung Registermodernisierung
[07.10.2026] Die Registermodernisierung gehört zu den zentralen Vorhaben der Verwaltungsdigitalisierung. Im Live-Webinar „Kommune21 im Gespräch“ am 22. Oktober 2026 zeigen Fachleute des Landes Baden-Württemberg, von Komm.ONE und aus einem kommunalen Pilotprojekt, wo die Umsetzung derzeit steht, welche Erfahrungen bereits vorliegen und was Kommunen jetzt tun sollten. mehr...
Hanau: Schrankenlos parken
[07.10.2026] Die Stadt Hanau stellt ihre Parkhäuser auf digitale Systeme um. Fast alle städtischen Häuser kommen bereits ohne Schranken und Parktickets aus, das Kennzeichen wird bei der Ein- und Ausfahrt erfasst. Weitere Standorte nutzen ticketlose Systeme mit Schranken. mehr...
Digitale Transformation: Barrieren beseitigen
[05.10.2026] Ist eine Verwaltung, deren Grundzüge teilweise bis in die Bismarckzeit zurückreichen, überhaupt digital transformierbar? Das an der Universität Münster entwickelte Konzept des „Digital Rebirth“ zeigt, wie der erfolgreiche Einsatz digitaler Technologien gelingen kann. mehr...
ab-data: 50 Jahre Softwareentwicklung
[02.10.2026] Mit mehr als 100 Gästen feierte das Softwareunternehmen ab-data sein 50-jähriges Bestehen am historischen Ursprungsort. Neben Erinnerungen an die Gründungszeit ging es um das neue Finanzwesen VOIS|FIWE und die Bedeutung kommunaler Plattformen für die Digitalisierung. mehr...
rescueTablet: Aus der Luft direkt ins Lagebild
[02.10.2026] Die Einsatzplattform rescueTablet kann jetzt Live-Luftbilder und Telemetriedaten von Drohnen einbinden. Einsatzleitungen sollen dadurch bei Bränden, Hochwasser oder Sucheinsätzen schneller einen Überblick über die Lage erhalten. mehr...
Aachen/Mannheim: G24 geht in die Praxis
[28.09.2026] Aachen und Mannheim erproben den Kombiantrag des Bund-Länder-Projekts G24. Er verbindet Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung. Aachen bietet das Verfahren bereits vollständig online an, Mannheim folgt schrittweise. Langfristig sollen Gründungen binnen 24 Stunden möglich sein. mehr...
NeXT: Nachnutzung praktisch angehen
[28.09.2026] Ein neues Paper des NeXT-Netzwerks gibt Beschäftigten aller föderalen Ebenen praktische Hinweise, wie sie digitale Lösungen für andere bereitstellen oder selbst übernehmen können. Ein Schnellcheck führt zu den passenden Empfehlungen und weiterführenden Ressourcen. mehr...
Berlin: Digitale Bürgerdienste holen auf
[25.09.2026] Bei der Verwaltungsdigitalisierung in Berlin geht es voran: Mehr als die Hälfte der 100 meistgenutzten Bürgerdienstleistungen ist inzwischen digital verfügbar. Nachholbedarf besteht allerdings bei der tatsächlichen Online-Nutzung und der Medienbruchfreiheit. mehr...
Verwaltungsmonitor 2026: Digitale Transformation im Arbeitsalltag
[24.09.2026] Eine neue bundesweite Befragung richtet den Blick auf die Menschen, die Verwaltungsdigitalisierung erleben und gestalten. Beschäftigte aller Verwaltungsebenen können bis Ende Oktober 2026 online und anonym teilnehmen. Durchgeführt wird die Untersuchung vom Netzwerk NExT und dem Kompetenzzentrum Öffentliche IT. mehr...



















