Dienstag, 13. Januar 2026

PforzheimSmart City Days

[06.12.2018] Mit den Smart City Days ist in Pforzheim der Startschuss für die umfassende Digitalisierung der Stadt gefallen. Ziel ist eine Smart-City-Strategie für die Kommune. Ein Digitalbeirat unterstützt diesen Prozess.
Mit Digitalisierungsbeirat macht sich die Stadt Pforzheim auf den Weg

Mit Digitalisierungsbeirat macht sich die Stadt Pforzheim auf den Weg, Smart City zu werden.

(Bildquelle: Stadt Pforzheim)

Pforzheim ist auf dem Weg zur Smart City. Diesem Ziel sollen unter anderem die Smart City Days dienen, eine neue Veranstaltungsplattform, die vom 28. bis 29. November 2018 an verschiedenen Orten der Stadt stattgefunden hat. Wie die baden-württembergische Kommune mitteilt, soll damit eine Basis geschaffen werden, auf der sich alle, die an der Digitalisierung des urbanen Raums mitwirken, vernetzen und austauschen können: Bürger, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. „Das sind genau die Akteure, die wir brauchen um den digitalen Wandel aktiv zu gestalten“, erklärt Oberbürgermeister Peter Boch.
Die Veranstaltung verstehe sich insofern als Auftakt eines Prozesses, in dessen Verlauf eine Smart-City-Strategie für Pforzheim erarbeitet und dann sukzessive weiterentwickelt wird. „Der Begriff Wandel reicht eigentlich nicht aus, um das zu beschreiben, was sich gerade vollzieht; vielmehr müssen wir von einer digitalen Revolution sprechen“, so Peter Boch weiter. Noch könne sich Pforzheim entscheiden, ob es aktiv Handelnder oder bloßer Zuschauer des Prozesses sein wolle. „Ich bin überzeugt: Wir sollten die Dinge selbst in die Hand nehmen und aktiv vorantreiben.“ Dazu hat der Rathauschef einen Digitalisierungsbeirat ins Leben gerufen, der aus Vertretern der Wirtschaft, der Hochschule und anderer regionaler Institutionen besteht. „Der Beirat berät uns auf dem Weg zur digitalen Stadt, er entwickelt mit uns gemeinsam unsere Digitalisierungsstrategie und begleitet diesen Prozess insgesamt.“ Koordiniert werde der Digitalisierungsbeirat vom Wirtschafts- und Stadtmarketing Pforzheim gemeinsam mit der Medien-/IT-Initiative Pforzheim.
Der Digitalisierungsbeirat wird sich laut der Stadt in mehreren Arbeitskreisen mit verschiedenen Herausforderungen der digitalen Revolution beschäftigen. Ein Handlungsfeld ist die Infrastruktur. Pforzheim möchte ein eigenes städtisches Förderprogramm aufsetzen, um den Anschluss der Pforzheimer Unternehmen an das Glasfasernetz aktiv zu fördern. „Wir planen ab dem Jahr 2019 – zunächst begrenzt bis zum Jahr 2022 – jährlich 50.000 Euro zur Verfügung zu stellen“, kündigt OB Boch an. Ein weiterer Arbeitskreis wird sich eigens mit der Smart-City-Strategie befassen, die außerdem in einem längerfristigen Prozess auch unter Einbindung der politischen Gremien und der Bürgerschaft entwickelt werden soll. Ein weiteres Handlungsfeld umfasst die Digitalisierung innerhalb der Verwaltung. Außer den bereits bestehenden Online-Diensten wird laut der Stadt derzeit der digitale Anwohnerparkausweis und die digitale Terminvergabe im Bürgerzentrum projektiert. Diese gelte es dann Schritt für Schritt auf andere Bereiche der Verwaltung auszudehnen. Und auch der Stellenplan der Kommune werde für die Herausforderungen der Digitalisierung gerüstet. Wie Pforzheim ankündigt, ist eine neue Stelle für das Thema vorgesehen.



Stichwörter: Smart City, Pforzheim


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Bürgermeister Michael Gerdhenrich hält die neue Broschüre in der Hand, im Hintergrund ist auf einem Bildschirm das Video zu BE smart zu sehen.

Beckum: BE smart

[09.01.2026] Konsequent treibt Beckum die Entwicklung zur Smart City voran. Beispielsweise bietet die Stadt mittlerweile ein digitales Bürgerbüro, eine Mängelmelder-App oder einen Kita-Navigator an. Einige ihrer Digitalisierungsprojekte stellt die Kommune nun in einer digitalen Broschüre und einem Kurzfilm vor. mehr...

Porträtaufnahme von Karola Voss.
interview

Serie Digitalstädte: KI wird uns weiterhelfen

[08.01.2026] Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß will im Bereich Wissensmanagement noch stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und dadurch Ressourcen schonen. mehr...

Blick auf das Hauser Rathaus, ein großzügiger Backsteinbau.
bericht

Serie Digitalstädte: Mit Super-App unterwegs

[07.01.2026] In einer losen Serie stellt Kommune21 Digitalstädte mit Vorbildcharakter vor. Den Anfang macht Ahaus: Die nordrhein-westfälische Stadt ist ein Reallabor für digitale Anwendungen – mit einer Super-App als Schlüssel. mehr...

Screenshot der Startseite von herzlich-digital.de.

Kaiserslautern: Geordnete Liquidation von KL.digital

[06.01.2026] Die Stadt Kaiserslautern bereitet die geordnete Liquidation der KL.digital GmbH zum 30. Juni 2026 vor. An diesem Tag endet der Förderzeitraum der Modellprojekte Smart Cities, auf der die finanzielle Grundlage von KL.digital vollständig beruht. Die Projekte und Ideen sollen aber nahtlos in die Stadtverwaltung übergehen und dort weiterentwickelt werden. mehr...

Ein Netzwerk bestehend aus leuchtenden Linien.

Göttingen: Ausbau des städtischen Messnetzes

[22.12.2025] Ein Sensoriknetzwerk liefert der Stadt Göttingen wichtige Informationen über Wasserstände, die Baumgesundheit und die lokale Klimaentwicklung. Das Netz soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Die Daten sollen unter anderem in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen. mehr...

Skyline der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main: Digital Ressourcen schonen

[15.12.2025] Die Stadt Frankfurt am Main hat drei weitere Digitalisierungsprojekte umgesetzt: den Aufbau eines digitalen Wassermanagements, die Einführung der automatisierten Straßenzustandserfassung sowie die Open Library. Alle drei Projekte tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen. mehr...

Screenshot der digitalen Karte auf Mainziel.de, welche die Parkhäuser der Stadt anzeigt.

Frankfurt am Main: Informiert zum Parkhaus

[12.12.2025] Viele Parkhausbelegungen in Frankfurt am Main sind jetzt in Echtzeit online einsehbar. Die erfassten Daten können von Verkehrstelematikanbietern oder Radiosendern für eigene Angebote abgerufen werden. Auch an die Mobilithek des Bundes werden sie übertragen. mehr...

Blick über den beleuchteten Frankfurter Weihnachtsmarkt am Römer.

Frankfurt am Main: Echtzeitdaten zum Weihnachtsmarkt

[05.12.2025] Ein Pilotprojekt mit LiDAR (Light Detection and Ranging)-Sensoren führt die Stadt Frankfurt am Main während des Weihnachtsmarkts am Römer durch. Die Sensoren messen dort das aktuelle Besucheraufkommen mit Laserstrahlen, die erfassten Daten stehen auf der urbanen Datenplattform in Echtzeit zur Verfügung. mehr...

Ein Parkplatzschild steht am Eingang eines Freiluftparkplatzes.

Troisdorf: Smarter parken

[03.12.2025] Mit einer smarten Lösung bereitet Troisdorf der ineffizienten Parkraumbewirtschaftung ein Ende. Parksensoren erfassen jetzt die Belegung einzelner Stellplätze, die Bürgerinnen und Bürger werden darüber in Echtzeit per App informiert. mehr...

Das Scan-Fahrzeug zur Ahndung von Falschparkern steht auf einem Parkplatz in Mannheim.

Scan-Fahrzeug: Mannheim verlängert Testphase

[01.12.2025] Die in Mannheim durchgeführte Testphase eines Scan-Fahrzeugs zur Ahndung von Falschparkern wird verlängert. Während der Erprobung zeigte sich Nachbesserungsbedarf bei der Kartierung des Scan-Gebiets. Entsprechende Anpassungen wurden direkt vorgenommen. Wie sie sich auswirken, soll die verlängerte Testphase zeigen. mehr...

Nahaufnahme der Reinigungsvorrichtung einer Straßenkehrmaschine.

Taufkirchen: Sensorik für Winter- und Kehrdienst

[01.12.2025] Dank Internet-of-Things-Sensorik kann der Winterdienst des Taufkirchener Bauhofs effizienter geplant, durchgeführt und dokumentiert werden. Die Gemeinde ist von den Vorteilen überzeugt und möchte diese nun auch bei der Straßenreinigung nutzen. mehr...

Mehrere Personen stehen auf einer Brücke über einem Bachlauf, eine der Personen hält ein Tablet in der Hand.

Arnsberg: Hochwassermonitoring gestartet

[25.11.2025] Arnsberg hat an mehreren Bachläufen im Stadtgebiet neue Pegelstandsensoren installiert, die in Echtzeit ermitteln, wie sich die Wasserstände entwickeln. Die Daten sollen im nächsten Schritt mittels Künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage soll wiederum ein lokales Frühwarnsystem entstehen. mehr...

Screenshot des Aachener Mobilitätsdashboards.

Aachen: Überarbeitetes Mobilitätsdashboard

[24.11.2025] Das Aachener Mobilitätsdashboard bietet einen schnellen und einfachen Überblick über das aktuelle Verkehrsgeschehen in der Stadt. Ein neues Design und neue Technologie sollen die Plattform jetzt noch leistungsfähiger machen. mehr...

Ein Feuerwehrauto fährt mit Blaulicht auf einer Straße in einer Stadt.

Schwalm-Eder-Kreis: Verkehrsdaten in Echtzeit

[19.11.2025] Eine urbane Datenplattform soll es dem Schwalm-Eder-Kreis künftig ermöglichen, schneller auf Verkehrsprobleme zu reagieren. Dazu integriert die Plattform Echtzeit-Verkehrsdaten eines externen Anbieters, sodass beispielsweise die Einsatzrouten für Rettungskräfte optimiert werden können. Das Projekt wird im Programm Starke Heimat Hessen gefördert. mehr...

Mehrere Personen sitzen an einem Projekttisch zusammen, hinter ihnen ist eine Deutschlandkarte mit Markierungen zu sehen.

Smart City: Interaktive Wissenschaftslandkarte

[17.11.2025] Eine interaktive Wissenschaftslandkarte macht nun sichtbar, wer in Deutschland zu smarten Städten und Gemeinden forscht. Die Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) haben die zugrunde liegenden Daten über eine bundesweite Abfrage erhoben. mehr...