Dresden19 Millionen Euro für eine schlauere Stadt

Dresden: Smart-City-Konzept soll Bürger in den Fokus rücken.
(Bildquelle: Stadt Dresden)
Die sächsische Landeshauptstadt Dresden und die Technische Universität Dresden wollen ein gemeinsames Smart-City-Konzept entwickeln. Dies gab die Stadt jetzt bekannt. Dresden gehört zu den 28 ausgewählten Modellprojekten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Unter dem Leitthema „Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft“ hatte das Ministerium Städte, Kreise und Gemeinden im vergangenen Jahr aufgefordert, sich als Modellprojekt Smart Cities (MPSC) strategisch mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen.
Das Projektvolumen für das Dresdner Smart-City-Konzept beläuft sich auf 19 Millionen Euro. Davon werden 65 Prozent vom BMWSB übernommen, die Stadt beteiligt sich mit 35 Prozent am Projekt. Bei der Projektleitung setzt Dresden auf die Expertise des Eigenbetriebs IT-Dienstleistungen und sieht eine enge Zusammenarbeit mit der TU Dresden als wissenschaftlichem Hauptpartner vor. Das „Wissensarchitektur – Laboratory of Knowledge Architecture“ soll in der ersten Phase des Projekts die Erstellung der Smart-City-Strategie maßgeblich unterstützen und gestalten.
Smarte Bürgerbeteiligung
Das Dresdner Smart-City-Projekt rückt die Bürger in den Fokus: Digitale Beteiligungswerkzeuge sollen es den Bürgern ermöglichen, mit der Stadtverwaltung in allen Belangen der Stadtentwicklung direkt zu kommunizieren. Mit dem Beteiligungsverfahren U_CODE wurden bereits erste Erfahrungen bei der Konzeption urbaner Räume und Gebäude gesammelt. Damit werden die von Bürgern eingebrachten Ideen und Hinweise weitestgehend automatisiert aufbereitet und ausgewertet. So sollen intelligente Quartiere mit höherer Lebensqualität, Beteiligung und Nachhaltigkeit entstehen. Die in der Projektlaufzeit bis Ende 2026 entwickelten smarten Anwendungen und Konzepte sollen dazu beitragen, Dresden als lebenswerte Stadt zu stärken; sie sollen aber auch von weiteren Städten in ganz Deutschland angewendet werden können.
Wissenschaftlicher Partner für das Modellprojekt Smart Cities ist die TU Dresden an. Die nach Angaben der Stadt erste Adresse für ein solches Vorhaben, denn am „Wissensarchitektur Laboratory of Knowledge Architecture“ im Bereich Bau und Umwelt der Fakultät Architektur wurden bereits in verschiedenen Forschungsprojekten digitale Lösungen für das Leben und Arbeiten in der digital vernetzten Stadt untersucht.
https://tu-dresden.de/bu/architektur/wa
https://www.smart-city-dialog.de/modellprojekte
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