ErgoldsbachKI alarmiert bei Unwetter und Hochwasser
In der Vergangenheit war das niederbayerische Ergoldsbach bereits von Hochwasser betroffen. Zudem gehen Fachleute davon aus, dass Extremwetterereignisse aufgrund des voranschreitenden Klimawandels Jahr für Jahr wahrscheinlicher werden. Daher brachte die Marktgemeinde Ergoldsbach ein neuartiges Frühwarnsystem gegen Unwetter und Hochwasser an den Start, das jetzt durch Bodenfeuchtesensoren und Wetterstationen erweitert wird. Bei dem Projekt analysiert eine Künstliche Intelligenz (KI) speziell erhobene, lokale Wetterdaten und alarmiert bei Überschreitung kritischer Messwerte automatisch Bevölkerung und Einsatzkräfte per E-Mail, SMS, Messenger, App oder automatisiertem Anruf. „In Ergoldsbach nutzen wir innovative Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, um die Bevölkerung besser zu schützen und die Kommunen resilienter gegen Extremwetter zu machen. Wir setzen auf kluge Prävention mithilfe von Innovation“, sagte Bayerns Digitalminister Fabian Mehring anlässlich seines Besuchs in Ergoldsbach.
Best-Practice-Beispiel für andere Kommunen
Das KI-Warnsystem für Unwetter in Ergoldsbach nutzt Daten von 35 örtlichen Wetter- und Pegelsensoren im Gemeindegebiet, um Extremwettersituationen künftig besser vorhersagen zu können. Dabei werden etwa Niederschlagsmenge, Feuchtigkeit, Temperatur und Windrichtung sowie die Pegelstände an Gewässern gemessen. Für die Vorhersage künftiger Wetterentwicklungen fließen zudem meteorologische Daten des Deutschen Wetterdienstes in das System ein und werden in Echtzeit ausgewertet. Die Anwendung nutzt dann KI für eine Prognose der Entwicklung, beispielsweise über die Pegelstände in den nächsten zwei Stunden. So kann etwa eine drohende Hochwassergefahr für bestimmte Ortsteile erkannt werden.
Das Projekt ist eines von zehn Vorhaben, das im Rahmen des vom bayerischen Digitalministerium ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs „Kommunal? Digital!“ gefördert wird, dabei erhält Ergoldsbach 432.000 Euro. Im Anschluss sollen die Projekte aufbereitet werden und dann auch anderen Kommunen als Best-Practice-Beispiele zur Verfügung stehen.
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