Donnerstag, 23. Juli 2026

LeipzigCyber-Angriff auf IT-Dienstleister Lecos

[23.07.2026] Ein Cyberangriff auf den Leipziger IT-Dienstleister Lecos wurde frühzeitig erkannt und gestoppt. Die Stadt und Lecos selbst setzen auf transparente Kommunikation und teilten mit, dass lediglich dienstliche Kontakt- und technische Verzeichnisdaten abgeflossen seien. Die IT-forensischen Untersuchungen dauern an.

Aufgrund präventiver Sicherheitsnahmen und einer frühzeitigen Detektion und Reaktion konnten die Folgen eines Cyber-Angriffs auf Lecos gering gehalten werden.

(Bildquelle: munna00b/123rf.com)

Die Cyber-Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschärft – Fachleute sind sich einig, dass Cyber-Attacken nahezu unvermeidlich sind. Nun hat es Lecos, den IT-Dienstleister der Stadt Leipzig getroffen. Wie die Stadt jetzt meldete, wurde am 16. Juli 2026 ein krimineller Cyber-Angriff durch die IT-Sicherheitsexperten erkannt und gestoppt. Zu einem Ausfall der IT-Systeme kam es nicht. Lecos berichtet, auch auf Kundensysteme habe zu keiner Zeit Zugriff bestanden. Ebensowenig konnten Ausführungen von Schadcode oder Ausbreitungen in andere Netzbereiche festgestellt werden. Es gäbe auch keine Hinweise darauf, dass die Täter die Möglichkeit hatten, sich weiter in der Umgebung auszubreiten. Präventive Sicherheitsmaßnahmen und die reaktiv getroffenen Sofortmaßnahmen durch Lecos seien hier wirksam gewesen.

Keine sensiblen Daten abgeflossen

Nach aktuellem Kenntnisstand sind laut der Stadt Leipzig allerdings dienstliche Kontakt- und technische Verzeichnisdaten – also etwa interne Bezeichnungen technischer Komponenten wie Endgeräte-Nummern oder Angaben zum Betriebssystem – aus den verschiedenen Bereichen abgeflossen. Die Stadt nennt explizit Stadtverwaltung, Gewandhaus, Oper, Schauspiel, Theater der Jungen Welt (TdJW), Musikschule, Stadtreinigung sowie den Verbund Kommunaler Kinder- und Jugendhilfe (VKKJ). Weitere städtische Unternehmen seien nicht betroffen. Auch ein weiterer Zugriff auf Geschäftsdaten oder sensible Inhalte wie private Kontaktdaten von Beschäftigten, Daten von Bürgerinnen und Bürgern sowie Daten aus kommunalen Fachverfahren könne ausgeschlossen werden. Tiefergehende Datenbestände waren laut Lecos für die Angreifer nicht abrufbar.

Kein erhöhtes IT-Risiko

Die zuständigen Landes- und Bundesbehörden sowie das Landeskriminalamt Sachsen wurden informiert. Die Situation wurde und wird beobachtet und untersucht. Dazu gehört auch eine forensische Untersuchung unter Einbindung eines externen IT-Sicherheitsdienstleisters, die derzeit noch andauert. Lecos und die Stadt Leipzig stehen dabei in engem Austausch. Parallel dazu arbeiten Lecos-Fachteams daran, die bereits erfolgreichen Sicherheitsmaßnahmen für die Zukunft weiter zu schärfen.

Lecos weist darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt grundsätzlich kein erhöhtes IT-Risiko für die Kunden besteht. Betroffene Kunden seien individuell über den Vorfall informiert und für mögliche Szenarien und Schutzmaßnahmen infolge des Angriffs sensibilisiert worden. Zudem steht der IT-Dienstleister über ein Kontaktformular für Rückfragen zur Verfügung.



Stichwörter: IT-Sicherheit, Lecos, Leipzig


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