AugsburgSmart-City-Plattform wächst weiter

Die Stadt Augsburg hat ihre Smart-City-Plattform überarbeitet und stellt Informationen nun in größerem Umfang und besserer Qualität bereit.
(Bildquelle: manfredxy/stock.adobe.com)
Die Stadt Augsburg hat ihre Smart-City-Plattform umfassend überarbeitet. Wie die bayerische Kommune mitteilt, wurden die Performance der Website verbessert, die Nutzerführung überarbeitet sowie die Datenbasis erweitert: Aktuelle Informationen aus verschiedenen Bereichen sind nun in größerem Umfang und in besserer Qualität verfügbar. Ausgewählte Anwendungen und Informationen sind zudem in die Stadt Augsburg-App integriert. Über die Plattform stellt Augsburg unter anderem Daten zur Auslastung von Parkhäusern, Echtzeitinformationen des öffentlichen Nahverkehrs, Besucherfrequenzen und Angaben zum Radverkehr bereit. Weitere Informationen aus den Bereichen Klima und Umwelt sollen schrittweise hinzukommen.
Daten flexibel einbinden
Eine neue Funktion ermöglicht es, einzelne Inhalte auch außerhalb der Plattform einzubinden. Verkehrs- oder Mobilitätsdaten können damit direkt auf thematisch passenden Webseiten angezeigt werden, etwa auf städtischen Angeboten oder den Seiten externer Partner wie dem Stadtmarketing. Dadurch sollen Informationen dort verfügbar sein, wo Nutzerinnen und Nutzer sie benötigen, ohne eigens die Smart-City-Plattform aufrufen zu müssen. „Wir bringen Daten dorthin, wo sie gebraucht werden, direkt in Webseiten, Anwendungen und in den Alltag der Menschen“, erklärte Horst Thieme, Leiter der Smart-City-Geschäftsstelle.
Urbane Datenplattform als Herzstück
Technische Grundlage ist die Urbane Datenplattform der Smart-City-Geschäftsstelle, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich aufgebaut wurde. Sie führt Daten aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammen, bereitet sie auf und stellt sie für verschiedene Anwendungen im Corporate Design der Stadt Augsburg bereit. Die Daten sollen dabei nicht nur veröffentlicht, sondern auch für Verwaltungsprozesse, Planungen und digitale Angebote weiterverwendet werden können.
Die Plattform soll damit datenbasierte Entscheidungen und stärker vernetzte städtische Services ermöglichen. „Die neue Plattform ist ein weiterer Schritt in unserer Strategie als datengetriebene Stadt. Sie macht unsere Daten nicht nur sichtbar, sondern auch nutzbar – für die Verwaltung, die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger“, so Oberbürgermeister Florian Freund.
Entwicklung mit eigenen Ressourcen
Augsburg entwickelte die Plattform laut der Pressemeldung weitgehend mit eigenen personellen und technischen Ressourcen. Dadurch habe die Stadt Aufwendungen für externe Programmierung, Lizenzen und spätere Anpassungen reduziert. Zugleich könnten neue Anforderungen schneller umgesetzt, bestehende Anwendungen flexibler weiterentwickelt und zusätzliche Funktionen erprobt werden. Die Stadt will damit ihre technologische Kompetenz ausbauen und die Abhängigkeit von externen Entwicklungsleistungen begrenzen. „Das Projekt zeigt, dass eine Stadt digitale Innovation nicht nur beauftragen und einkaufen, sondern mit dem notwendigen Know-how auch selbst gestalten und entwickeln kann“, sagte Thieme.
Daten nutzen statt sie nur zu sammeln
Die vorhandene Dateninfrastruktur soll künftig um zusätzliche Themenfelder und Nutzungsmöglichkeiten ergänzt werden. Dabei steht nicht das bloße Sammeln von Informationen im Vordergrund, sondern deren Einsatz für effizientere Abläufe, bessere Entscheidungen und zielgerichtete Angebote. Die Plattform soll so dazu beitragen, das Verwaltungshandeln datenbasiert weiterzuentwickeln und städtische Angebote stärker an den Bedürfnissen der Stadtgesellschaft auszurichten.
Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen
[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...
Gütersloh: Sensoren unterstützen Winterdienst
[07.07.2026] In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen. mehr...
BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen
[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...
Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken
[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. mehr...
Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen
[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...
Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling
[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. mehr...
Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen
[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 3: Mit Zwilling planen
[25.06.2026] Urbane Digitale Zwillinge erlauben es Kommunen, Daten zu ihrem Stadtgebiet strukturiert sichtbar und für Entscheidungen nutzbar zu machen, etwa in der Verkehrs- oder Wärmeplanung. Beim Aufbau eines Digitalen Zwillings lohnt es sich, auf Kooperation zu setzen. mehr...
MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur
[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...
BBSR: Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen
[24.06.2026] Smarte digitale Projekte stärken die regionale Wirtschaft – aber oft indirekt. Das erschwert es Kommunen, den konkreten Nutzen zu benennen und argumentativ zu vertreten, etwa gegenüber Politik oder Projektpartnern. Eine Praxishilfe erklärt, wie Kommunen solche Effekte erkennen und verständlich vermitteln können. mehr...
Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress
[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...
MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen
[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...
Gütersloh: Sensoren erfassen Parkplatzauslastung
[12.06.2026] Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Die Daten sollen in die Planungen zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs zur Hohenzollernstraße einfließen, der ein Unfallschwerpunkt ist. mehr...
Studie: Digitale Zwillinge in der Praxis
[10.06.2026] Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat eine neue Veröffentlichung zum Thema urbane Digitale Zwillinge herausgegeben, die im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities entstanden ist. mehr...



















