White PaperMehr Datenkompetenz für Kommunen

Ein Paper des Fraunhofer-Instituts IAO gibt Kommunen ein konkretes Vorgehensmodell an die Hand, um ihr eigenes Datenmanagement zu verbessern.
Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hat gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung in Lemgo (IOSB-INA) und dem Berliner Institut für Innovation und Technik IIT die Studie „Datenkompetenz in kommunalen Verwaltungen“ vorgelegt. Diese widmet sich den Herausforderungen insbesondere kleinerer Kommunen und Behörden zum Thema Datenkompetenz und -exzellenz. Die Studie will vor allem zeigen, wie Datenkompetenz – die nach Ansicht der Verfasser primär kein Technologiethema ist – in der Praxis auf mehreren Schultern etabliert werden kann. Dazu enthält sie ein konkretes Vorgehensmodell für das strategische Handeln der kommunalen Praxis. Damit soll insbesondere kleineren Kommunen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an die Hand gegeben werden, um sich dem Thema Urban Data Governance zu nähern.
Praxisnähe durch konkrete Anwendungsfälle
Das Forschungsteam beschreibt zunächst einen idealtypischen Referenzrahmen für Datenkompetenz und Datenexzellenz auf kommunaler Ebene. Dieser Referenzrahmen umfasst neben der Ebene des Netzwerks vier weitere Ebenen, die eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung einer datenkompetenten Verwaltung spielen: Strategie, Data Governance, Data Management und technische Systeme. Diese Ebenen tragen alle dazu bei, eine nachhaltige und zukunftsfähige Nutzung von Daten zu ermöglichen.
Das in der Studie enthaltene Vorgehensmodell zeigt, wie Kommunen Datenkompetenz aufbauen und entwickeln können. Mit konkreten und leicht nutzbaren Arbeitshilfen unterstützt der Leitfaden Verantwortliche beim schrittweisen Change-Prozess zu einer datenkompetenten Verwaltung. Wesentliche Aspekte des Vorgehens sind dabei die Betrachtung einzelner Anwendungsfälle ebenso wie der gesamtstädtischen strategischen Perspektive.
Datenkompetenz ist kein reines Technologiethema
„Für eine erfolgreiche Digitalisierung brauchen wir ein funktionierendes Datenmanagement. Datenexzellenz ist nicht allein durch die technische Kompetenz der Mitarbeitenden bedingt. Vielmehr müssen Organisationen als Ganzes durch übergreifende Prozesse und Strukturen einzelnen Sachbearbeitenden Aufgaben abnehmen. Dabei ist eine klare Datenexzellenz-Strategie unerlässlich. Es reicht nicht aus, einfach nur Daten zu sammeln und diese zu verwalten“, betont Johannes Sautter, Studien-Co-Autor und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Teams Urban Governance Innovation des Fraunhofer IAO. Mit dem richtigen Mix aus technologischen Innovationen, menschlicher Kompetenz und strategischer Ausrichtung kann die Datenexzellenz in kommunalen Kontexten vorangetrieben werden, um einen positiven Einfluss auf die nachhaltige Entwicklung von Städten und Gemeinden zu erzielen.
Kleine Schritte, große Wirkung
Das Forschungsteam nennt insbesondere drei Aspekte, die im Datenkontext berücksichtigt werden sollten.
- Think Big, Start Small: Selbst in kleinen Schritten kann ein effektives Datenmanagement entstehen, das sich langfristig zu etwas Großem entwickelt. „Kommunalen Praktikern fällt es erfahrungsgemäß schwer, im Kleinen zu denken, also im konkreten Anwendungsfall, aber gleichzeitig die große Vision im Blick zu behalten“, erklärt Johannes Sautter.
- Umfassende Daten-Legislative: Eine wichtige Aufgabe ist es, eine verwaltungs- oder stadtübergreifende Daten-Legislative einzurichten. Diese kann einzelne Mitarbeitende stark entlasten. Derzeit wenden diese oft noch viele Kapazitäten auf, um technische oder rechtliche Vorgaben zu erfüllen. Eine Daten-Legislative würde die ressortübergreifende Gesamtkoordination übernehmen, Prozesse und Strukturen integriert planen und dadurch eine stadtweite Perspektive auf Daten und deren Potenziale ermöglichen.
- Stadtübergreifende Datenverbünde: Während große Städte oftmals von einem Datennetzwerk aus Stadtwerken, Unternehmen und Zivilgesellschaft Gebrauch machen können, sind besonders kleinere und mittlere Kommunen auf Verbünde mit anderen angewiesen. Die dritte Empfehlung der Studie ist es demnach, stadtübergreifende Datenverbünde zu gründen.
Regional-App: Das Fichtelgebirge entdecken
[14.08.2026] Was machen wir heute? Darauf hat die FichtelApp jetzt einige Antworten parat. Ihr neuer Tagesplaner stellt aus Ausflugszielen, Veranstaltungen und Einkehrmöglichkeiten Vorschläge für einen Tag im Fichtelgebirge zusammen – für Gäste ebenso wie für Einheimische. mehr...
Aachen: Krönungssaal erhält AR-Führung
[14.08.2026] Aachen entwickelt eine Augmented-Reality-Führung für den historischen Krönungssaal des Rathauses. Ab 2027 sollen Besucherinnen und Besucher mit AR-Brillen sieben Stationen der Stadt- und europäischen Geschichte erleben. mehr...
Kommune21 im Gespräch: Künzell berichtet über Erfahrungen
[12.08.2026] Wie läuft die Einführung neuer Software im Verwaltungsalltag tatsächlich ab? Im nächsten Webinar „Kommune21 im Gespräch“ berichten die Gemeinde Künzell und JCC Software über Erfahrungen, Schwierigkeiten und Erkenntnisse aus mehreren Digitalisierungsprojekten. mehr...
Augsburg: Digitale Teilhabe ausgebaut
[07.08.2026] Im EU-geförderten Projekt DIWA 4.0 erweitert Augsburg schrittweise den barrierearmen Zugang zu städtischen Informationen. Nach Angeboten in Fremdsprachen und Leichter Sprache stehen auf der Website nun auch Videos in Deutscher Gebärdensprache bereit. mehr...
Databund/BMDS: Besserer Informationsfluss
[06.08.2026] Das BMDS und der Databund haben eine Initiative gestartet, die es ermöglichen soll, dass IT-Unternehmen früher über zentrale Digitalvorhaben des Bundes informiert werden. Gleichzeitig sollen sie ihre Erfahrungen künftig einfacher in die Planungen einbringen. mehr...
Schleswig-Holstein: Einheitliche Technik für große Schadenslagen
[04.08.2026] Schleswig-Holstein beschafft eine neue Software für die Bevölkerungsschutzbehörden von Land und Kommunen. Sie soll den Austausch von Lageinformationen nahezu in Echtzeit ermöglichen und vor allem bei großflächigen Schadenslagen eine bessere Koordination unterstützen. mehr...
Mönchengladbach: Smarte Parktour
[04.08.2026] Mit einer Web-App lässt sich eine beliebte Parkanlage in Mönchengladbach nun individuell entdecken. Die digitale Führung verbindet Natur, Geschichte und Wissenswertes mit den Möglichkeiten moderner Technologie. mehr...
Katastrophenmanagement: Im Ernstfall den Überblick behalten
[29.07.2026] Kommunen müssen sich heutzutage auf zahlreiche potenzielle Krisen vorbereiten. Doch wann ist eine Lage überhaupt eine Krise? Der KGSt-Lagecheck hilft Kommunen, die Situation einzuschätzen und die richtigen Schritte einzuleiten. Digital und notfalls auch ohne Strom. mehr...
Vitako: Neue Vorstandsspitze
[20.07.2026] Digitale Souveränität, KI, Registermodernisierung und knappe Kassen: Die kommunalen IT-Dienstleister stehen vor anspruchsvollen Jahren. Mit William Schmitt rückt nun der bisherige Stellvertreter an die Spitze ihres Bundesverbands Vitako. mehr...
TSA: Satzungen und Ortsrecht digital verwalten
[20.07.2026] Viele Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Pflege, Veröffentlichung und Bereitstellung von Satzungen und Rechtsvorschriften. Ein von TSA Public Services initiierter Erfahrungsaustausch soll dabei helfen, bewährte Ansätze kennenzulernen. mehr...
Hamm: App ins Abenteuer Stadtgeschichte
[17.07.2026] App ins Abenteuer Stadtgeschichte: In der App „Heimat Hamm“ verschmelzen auf einem digitalen Stadtrundgang dank Augmented Reality (AR) Geschichte und Gegenwart. mehr...
Stuttgart: Amtsblatt auch als E-Paper
[17.07.2026] Das Stuttgarter Amtsblatt informiert seit 125 Jahren über Kommunalpolitik, Verwaltung und Stadtleben. Nun erscheint das offizielle Bekanntmachungsorgan der Stadt auch als E-Paper mit Vorlesefunktion und Archiv. Die Printausgabe bleibt bestehen. mehr...
DLR: Neue Technik für den Katastrophenschutz
[16.07.2026] In einer groß angelegten Übung im Ahrtal haben 16 Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gezeigt, wie neue Technologien – etwa Drohnen oder robotische Systeme – die Prozesse im Katastrophenschutz stärken und verbessern können. mehr...
Kommune21 im Gespräch: Digitaler Wandel in Baden-Württemberg
[15.07.2026] Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Baden-Württemberg steht vor wichtigen Entscheidungen. Im Webinar „Kommune21 im Gespräch“ werden Roland Bernhard und William Schmitt am 21. Juli 2026 über die künftige Ausrichtung der Verwaltungsdigitalisierung, die Rolle von Komm.ONE und die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen diskutieren. mehr...
Podcast: Verwaltungsdigitalisierung zum Zuhören
[15.07.2026] Ein neuer Podcast des KDO-Tochterunternehmens Public Experts will Verwaltungsdigitalisierung verständlich erklären. In der ersten Folge geht es um die Registermodernisierung – ein Thema mit weitreichenden Auswirkungen auf Verwaltung, Staat und Gesellschaft. mehr...





















