Montag, 26. Oktober 2026

MendenDigitaler Zwilling veröffentlicht

[23.04.2025] Einen Digitalen Zwilling der Stadt bietet jetzt die Smart City Menden an. Die neue Onlineplattform zeigt lokale Umwelt- und Klimadaten in Echtzeit an und bietet damit praktische Funktionen für den Alltag – vom Hochwasserschutz mithilfe von Live-Pegeldaten bis hin zum digitalen Besuch eines 3D-Stadtmodells.
Svenja Schönert, Robin Eisbach, Sebastian Klein und Dennis Ignasiak stehen vor einem großen Bildschirm plus Whiteboard, auf denen jeweils ein Screenshot der Datenplattform der Smart City Menden zu sehen sind.

Präsentation der neuen, öffentlich zugängliche Datenplattform der Smart City Menden, die nicht nur ein Verwaltungstool, sondern auch digitaler Helfer im Alltag der Bürgerinnen und Bürger ist.

v.l.: Svenja Schönert und Robin Eisbach, mendigital; Sebastian Klein und Dennis Ignasiak, Team IT der Stadt Menden

(Bildquelle: mendigital GmbH, Lars Jürgens)

Deine Stadt. Deine Daten: Unter diesem Motto hat die Smart City Menden jetzt einen Digitalen Zwilling veröffentlicht. Wie die nordrhein-westfälische Kommune mitteilt, zeigt die neue Onlineplattform lokale Umwelt- und Klimadaten in Echtzeit an. Zu finden sind hier beispielsweise Wetterdaten, Daten zur Luftqualität, Pegelstände oder Bodenfeuchte. Durch einfache Karten und begleitende Anleitungen soll die digitale Technik mit wenigen Klicks greifbar werden. „Die Plattform ist das Herzstück der Smart City und ermöglicht mithilfe von Daten nicht nur mehr Sicherheit in Zeiten des Klimawandels, sondern auch das Einsparen von Energie“, erklärt Robin Eisbach, Geschäftsführer des Unternehmens mendigital, welches das Projekt technisch betreut.
Gesammelt werden die Daten über ein lokales Funknetz. Sensoren erfassen beispielsweise die Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Wasserstände. Diese Informationen werden an die Plattform übermittelt und dort ausgewertet. Den Bürgerinnen, Bürgern und Einsatzkräften verschaffe dies mehr Reaktionsmöglichkeiten. Das 3D-Stadtmodell des Landes Nordrhein-Westfalen erlaube außerdem Vermessungen von Haus und Hof.

Plattform soll wachsen

„Ich freue mich, dass bei dem Projekt ein Fokus auf unsere Bürger gelegt wurde – so profitiert nicht nur die Verwaltung, sondern jeder kann die neuen Daten mithilfe der Anleitungen für seinen Alltag nutzen“, sagt Bürgermeister Roland Schröder.

Ein weiterer Fokus liegt nach Angaben der Stadt auf dem Thema Energiesparen. Mithilfe der Daten von vorhandenen CO2-Ampeln in Mendener Schulen lasse sich das Heizverhalten intelligent anpassen. Daten aus einem Pilotprojekt deuten auf Einsparpotenziale von über 40.000 Euro pro Jahr hin, ohne dass Komfort verloren gehe. Die neue Plattform diene hier zukünftig als Analysewerkzeug, die Daten werden ebenfalls per Funknetz erhoben.

Die Plattform ist als wachsendes System angelegt, erklärt Menden des Weiteren. Sie könne Lösungen aus anderen Kommunen einfach aufgreifen. Im nächsten Schritt werden in Menden Sensoren für Behindertenparkplätze ergänzt, um den Besuch in der Innenstadt mithilfe von Live-Daten planbarer und einfacher zu gestalten. In einem weiteren Baustein werden Daten aus den bestehenden Verkehrssensoren ausgelesen, um Bürgern auf einer Karte ein aktuelles Bild zu Verkehrsflüssen und Geschwindigkeiten aufzuzeigen.

Die Datenplattform ist Teil der Modellprojekte Smart Cities, die durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und die KfW gefördert werden.





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