SmartRegioErgebnisse werden vorgestellt
Lassen sich Verhaltensmuster beim Stromanbieterwechsel erkennen, die dabei helfen, die Abwanderung von Kunden zu neuen Anbietern zu verhindern oder rückgängig zu machen? Fragen wie diese können Stadtwerke nur dann zuverlässig beantworten, wenn sie auf geeignete Daten zurückgreifen und diese im richtigen Kontext auswerten können. Auch für Kommunalverwaltungen sind raumbezogene Entwicklungen von großem Interesse. Sie interessieren sich beispielsweise für auffällige demografische Unterschiede und Entwicklungen in verschiedenen Stadtteilen, mit entsprechenden Konsequenzen für Infrastruktur und Stadtplanung.
Mit dem Erkennen und Verstehen solcher Auffälligkeiten und Veränderungen beschäftigte sich das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Forschungsprojekt SmartRegio (wir berichteten). Exemplarisch wurde in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Kaiserslautern sowie der Stadtverwaltung Kaiserslautern die Frage untersucht, wie sich Methoden der räumlichen Datenanalyse einfach und kostengünstig für Unternehmen und kommunale Verwaltungen nutzen lassen. Am Forschungsprojekt beteiligt waren Wissenschaftler des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Forschungsstelle Datenschutz der Goethe-Universität Frankfurt sowie die Software-Anbieter Disy Informationssysteme, YellowMap und USU Software.
Laut einer Pressemeldung des Unternehmens Disy haben die Forscher eine modulare Software-Plattform entwickelt, mit der sich Geo- und Massendaten wie Suchanfragen, Transaktionen, Beiträge in sozialen Medien oder Statistikdaten gemeinsam mit den Geschäftsdaten der Anwender zeitbezogen, raumbezogen und inhaltlich flexibel auswerten lassen. Die Zusammenführung und gemeinsame Analyse der Daten soll helfen, interessante und potenziell nützliche Zusammenhänge, Veränderungen und Auffälligkeiten aufzudecken. Flankierend zu den technologischen Fragen der räumlichen Datenanalyse (Spatial Data Analytics) wurden Fragen aus Datensicherheit und Datenschutz, zu rechtlichen Aspekten und zu Geschäftsmodellen der Geodatenverarbeitung untersucht. Im Rahmen eines Workshops in Kaiserslautern (9. September 2017) werden die Ergebnisse des SmartRegio-Projekts nun der Öffentlichkeit vorgestellt.
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