NürnbergSchuldigitalisierung kommt voran
Bereits 2017 beschloss der Nürnberger Stadtrat eine Strategie zur Digitalisierung der Schulen, 2021 wurde diese fortgeschrieben (wir berichteten). Nun berichtete die Schulreferentin Cornelia Trinkl im gleichen Gremium über die fortgesetzte Realisierung dieser Strategie. In den vergangenen Jahren sei intensiv an der Umsetzung gearbeitet worden, heißt es in einer Meldung der Stadt, sodass heute alle Schulen im Sachaufwand der Stadt Nürnberg digitale Werkzeuge im Unterricht einsetzen können.
Der Vortrag der Schulreferentin habe dem Stadtrat verdeutlicht, dass Schul-IT kein vorübergehendes Projekt sei, sondern dass es sich dabei um eine dauerhafte Aufgabe der Stadtverwaltung handle. Aus den auf viele Dienststellen verteilten beteiligten Personen wurde bereits das Team Digitale Schule aufgebaut und um neue Stellen ergänzt, die auch mit Bundes- und Landesmitteln gefördert werden. Dieses Team kümmert sich um alle Belange in diesem Bereich, vom Netzausbau über die Ausstattung mit Hard- und Software bis hin zur Schulung der Lehrkräfte.
Eine große Herausforderung stellen für die Nürnberger Schulen die zunehmenden Bedrohungen durch Hackerangriffe dar. Bei derzeit rund 55.000 Geräten an den Schulen, die von rund 70.000 Nutzerinnen und Nutzern verwendet werden, sind die Angriffsmöglichkeiten vielfältig. Es habe in Nürnberg in den vergangenen Monaten mehrere Vorfälle gegeben, die allerdings ohne Folgeschäden behoben wurden, berichtet Cornelia Trinkl. Dennoch sei ein weiterer Stellenausbau im Bereich IT-Sicherheit unumgänglich, die entsprechenden Stellen wurden im Haushalt 2024 beschlossen und würden nun ausgeschrieben, so die Schulreferentin.
Viele Finanzierungsfragen noch offen
Dem Stadtrat wurde zudem ein Konzept für die langfristige Finanzierung der Schul-IT in Nürnberg vorgestellt. Dieses sieht eine jährliche Pauschale vor, die Betrieb und notwendige Wiederbeschaffungen von Endgeräten beinhaltet. Dafür sind nach Kalkulation des Teams Digitale Schule 5,89 Millionen Euro pro Jahr notwendig. Dabei unterstützen wird die neue Zuwendung des Freistaats Bayern, die über eine Änderung des Schulfinanzierungsgesetzes eine 50-prozentige Beteiligung an den Kosten der technischen Wartung einschließlich der Personalkosten ab 2025 vorsieht (wir berichteten).
Für die Stadt Nürnberg stellen zwei Bereiche mit enormer Tragweite eine noch zu klärende Herausforderung dar: Derzeit ist nicht absehbar, ob und in welchem Umfang ein Digitalpakt 2.0 des Bundes kommen wird. Dem Stadtrat wurden im Vortrag von Schulreferentin Cornelia Trinkl die möglichen Konsequenzen eines Ausbleibens dargestellt, vor allem für die Wiederbeschaffung der Lehrerdienstgeräte und Schülergeräte, die mit den Mitteln des Digitalpakts 1 beschafft wurden. Die bayerische Staatsregierung plant die Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe mit Endgeräten bis 2028 – so ist es im Koalitionsvertrag vorgesehen. Hier ist aktuell ein elternfinanziertes Modell mit Förderung vorgesehen. Die Stadt Nürnberg sieht dabei viele Fragen als noch nicht geklärt und setzt auf einen weiteren konstruktiven Austausch mit dem Ministerium zu diesem weitreichenden Projekt.
Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel
[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...
Hannover: Lizenzpanne mit Microsoft 365
[23.04.2026] Alle 100 städtischen Schulen in Hannover haben die Cloud-Lösung Microsoft 365 aktiv eingesetzt – allerdings, ohne die passende Lizenz zu besitzen, welche die Nutzung im Schulkontext absichert. Die Stadt verhängte vorerst einen Nutzungsstopp und will prüfen, wie es zu der fehlerhaften Einschätzung kam. mehr...
Bremen: Pionier für telli
[21.04.2026] Bremen hat als erstes Bundesland mit telli eine landesweite KI-Plattform für Schulen eingeführt. Finanziert über Mittel des DigitalPakts Schule steht die Plattform den Schulen der Freien Hansestadt kostenfrei zur Verfügung. mehr...
Niedersachsen: Webshop für Schul-Hardware
[16.04.2026] Niedersachsen hat einen Webshop für die Bestellung digitaler Endgeräte an Schulen freigeschaltet. Das Land stellt dafür bis 2031 rund 800 Millionen Euro bereit. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen zunächst siebte Klassen und Lehrkräfte ausgestattet werden. mehr...
Berlin: Schnelles Internet für alle Schulen
[13.04.2026] In Berlin verfügen alle öffentlichen Schulen nun über schnelles Internet. Möglich wurde das durch ein vom ITDZ koordiniertes landesweites Programm. Mit einer Reform des Schulgesetzes sichert der Senat die weitere digitale Schulentwicklung rechtlich stärker ab. mehr...
Digitale Bildung: Zehn Jahre Smart Schools
[09.04.2026] Seit zehn Jahren würdigt der Smart-School-Wettbewerb Schulen, die digitale Bildung, Infrastruktur und Lehrkräftefortbildung zusammenbringen. Rahmenbedingungen und Schwerpunktthemen sind im Wandel – doch die Digitalisierung im Bildungsbereich geht weiter. mehr...
Thüringen: KI verstehen mit telli
[09.04.2026] Der KI-Chatbot telli steht ab sofort allen Schulen in Thüringen zur Nutzung zur Verfügung. Der Freistaat profitiert dabei von den Erfahrungen anderer Bundesländer und setzt zugleich eigene Schwerpunkte bei der pädagogischen Begleitung. mehr...
Kommunale Spitzenverbände: Digitalpakt 2.0 mit verschobenem Start?
[01.04.2026] Die kommunalen Spitzenverbände kritisieren geplante Änderungen zum Digitalpakt 2.0: Der für 2025 vereinbarte Starttermin soll um ein Jahr verschoben werden. Viele Kommunen haben mit Blick auf die Vereinbarung schon 2025 teure digitale Ausstattung beschafft – und könnten dann ohne Finanzierung dastehen. mehr...
Digitales Lernen: Eintauchen in den Lernstoff
[31.03.2026] Der Digitalpakt 2.0 fördert unter anderem die Einführung KI-gestützter, adaptiver Lernsysteme und die Entwicklung digitaler Unterrichtskonzepte. Damit eröffnet sich eine Chance für Schulen, immersive Lernräume einzurichten – ein Konzept, mit dem andere Länder bereits gute Erfahrungen gemacht haben. mehr...
Aachen: Automat für Medienkonzepte
[27.03.2026] Die StädteRegion Aachen bietet ihren Schulen ein Online-Tool an, mit dem sie ihre Medienkonzepte schneller und gezielter überarbeiten können. Der sogenannte Konzept-O-Mat erfasst den Ist-Zustand der Schule, zeigt Lücken im jeweiligen Konzept auf und gibt Verbesserungshinweise. mehr...
Hannover: Zwischenbilanz zum Einsatz von Microsoft 365 an Schulen
[18.03.2026] Hannover nutzt Microsoft 365 auch im Bildungsbereich. Die Stadt ist sich des Datenschutzrisikos bewusst, lehnt europäische Open-Source-Alternativen aber ab. Nun sollen bessere Rahmenbedingungen für den Microsoft-Einsatz geschaffen werden – mit Vorbildcharakter für weitere Schulen im Land. mehr...
Nürnberg: Schul-IT als Daueraufgabe
[16.03.2026] Im Rahmen der IT-Strategie „Lernen und Lehren an städtischen und staatlichen Schulen in Nürnberg im Digitalen Zeitalter“ wurden in den vergangenen neun Jahren zahlreiche Erfolge erzielt. Diese hat das Referat für Schule und Sport jetzt in einem umfassenden Bericht zusammengefasst. mehr...
Neuwied: 2,4 Millionen Euro für die Lerninfrastruktur
[13.03.2026] Mit einem Medienentwicklungsplan für die Jahre 2026 bis 2030 stellt Neuwied rund 2,4 Millionen Euro für die digitale Ausstattung und Betreuung städtischer Schulen bereit. Mit den Mitteln soll die Lerninfrastruktur weiter modernisiert und gesichert werden. Auch ein verlässlicher IT-Support ist vorgesehen. mehr...
Niedersachsen: telli lehrt KI-Einsatz
[24.02.2026] Schule sollte junge Menschen dazu befähigen, KI kritisch, reflektiert und kompetent zu nutzen. Mit diesem Ziel nimmt jetzt Schul-Chatbot Telli in Niedersachsen seine Arbeit auf. Die datenschutzkonforme Open-Source-Lösung kann sowohl für die Unterrichtsvorbereitung als auch das fächerübergreifende, individuelle Lernen herangezogen werden. mehr...
Digitalpakt 2.0: KISA begleitet Schulen
[23.01.2026] Mit dem Digitalpakt 2.0 geht das Förderprogramm zur Digitalisierung an den Schulen in die Fortsetzung. Der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA) unterstützt Schulen und Schulträger mit passgenauer Beratung, Betreuung und erprobter Hardware. mehr...
























