Smart CitySoziale Ungleichheit vermeiden
Smart Citys sollen nachhaltig sein, gleichzeitig neuen Wirtschaftsmodellen den Weg ebnen und ihren Bewohnern mehr Lebensqualität bieten. Doch welche Auswirkungen haben smarte, KI-gestützte Entwicklungskonzepte auf soziale Ungleichheit? Die VolkswagenStiftung hat eine Förderinitiative zum Thema „Künstliche Intelligenz – Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen” ausgeschrieben und acht interdisziplinären Projekten den Zuschlag erteilt. Einer davon geht an Forschende der Universität Mannheim in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Medien in Stuttgart und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Gemeinsam soll in praktischen Anwendungsfällen den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf das urbane Leben in der Metropolregion Rhein-Neckar nachgegangen werden. Das Vorhaben ist auf vier Jahre angelegt.
Ist faires Machine Learning möglich?
Im Rahmen des Projekts sollen in Kooperation mit Praxispartnern in der Metropolregion Rhein-Neckar zwei praktische Anwendungsfälle untersucht werden: Zum einen wird der Einsatz von Internet-der-Dinge-Sensoren zur Verkehrskontrolle erforscht, beispielsweise zur Optimierung der Parkraumnutzung. Zum anderen nehmen die Forschenden die Auswirkungen von KI-Systemen auf die sozio-ökonomische Ungleichheit in einer Stadt in den Blick. Das gilt etwa für eine dynamische Bepreisung der städtischen Parkflächen je nach Auslastung. Solche Systeme sind in verschiedenen urbanen Ballungsräumen bereits in Planung, um Staus zu vermeiden und Emissionen zu senken. Allerdings ist auch denkbar, dass steigende Parkraumpreise Menschen mit geringerem Einkommen benachteiligen. Im Rahmen des Projekts soll unter anderem erforscht werden, wie durch faires Machine Learning möglichst gleiche Chancen zur Partizipation am urbanen Leben geschaffen werden können.
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