Montag, 24. August 2026

Stadtwerke EmdenMit Siemens zur Smart City

[09.11.2017] Stadt und Stadtwerke Emden wollen ihre Vision einer Smart City gemeinsam mit dem Unternehmen Siemens umsetzen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde jetzt unterzeichnet.
Den „Digital-Vertrag“ signierten die Kooperationspartner klassisch mit Stift.

Den „Digital-Vertrag“ signierten die Kooperationspartner klassisch mit Stift.

vorne, v.l.: Manfred Ackermann, Geschäftsführer der Stadtwerke Emden; Bernd Koch, Leiter Dezentrale Energiesysteme bei der Siemens AG; Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann; Andreas Trautmann, Account Manager bei Siemens.

(Bildquelle: Stadtwerke Emden)

Mit der Keptn-App und dem kostenlosen WLAN haben Stadt und Stadtwerke Emden im vergangenen Monat erste Projekte im Rahmen ihrer Digitalisierungs-Roadmap erfolgreich umgesetzt. In den kommenden fünf Jahren soll die Vision Smart City und intelligente Energiestadt Emden (wir berichteten) nun gemeinsam mit dem Kooperationspartner Siemens mit Leben gefüllt werden. Als Grundlage für die Zusammenarbeit wurde jetzt ein Memorandum of Understanding vereinbart. „Die heute vereinbarte Kooperation mit der Siemens AG ist der nächste Schritt zur konsequenten Umsetzung der Digitalisierungs-Roadmap für die Region Emden“, erklärt Jürgen Germies, Partner der Unternehmensberatung Haselhorst Associates, der von den Stadtwerken Emden mit der Umsetzung der entwickelten Smart-City-Projekte beauftragt ist. „Emden geht den mit der Digitalisierung verbundenen Umbauprozess auch weiterhin aktiv an, die Attraktivität der Stadt für Bürger und Unternehmen wird hierdurch erheblich steigen.“ Manfred Ackermann, Geschäftsführer der Stadtwerke Emden und Initiator des Smart City-Projekts ergänzt: „Wir sind davon überzeugt, mit der Siemens AG auf den Kooperationsfeldern Verkehr, Energie, Gebäude und Daten den für uns idealen Partner gefunden zu haben.“
Im Bereich der Verkehrssteuerung soll beispielsweise nach Angaben der Stadtwerke Emden die bestehende Infrastruktur mit zusätzlicher Sensorik und intelligenten Steuerungseinheiten ausgebaut werden, sodass der Verkehr in Emden künftig bedarfsgerecht geregelt werden kann. Perspektivisch werde mit der neuen Technik die Voraussetzung für autonomes Fahren im Stadtgebiet ermöglicht. Darüber hinaus soll intelligente Gebäudetechnik die energetische Effizienz verbessern und einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung liefern. Intelligente Gebäude sollen zur Grundlage künftiger Quartiers- und Stadtteilkonzepte und somit zur Keimzelle der Smart City Emden werden. Gebündelt werden alle Ergebnisse auf einer innovativen Internet-of-Things-Plattform (IoT-Plattform). Durch das Sammeln, Verknüpfen und Auswerten relevanter Daten bildet diese laut den Stadtwerken künftig die Steuerungseinheit der Smart City und sei gleichzeitig die Grundlage für die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle.
„Natürlich sind wir sehr stolz, dass wir mit der Siemens AG einen so namhaften Partner für unsere Vision gewinnen konnten“, beschreibt Bernd Bornemann, Oberbürgermeister von Emden die neue Kooperation. Es handle sich um einen wegweisenden Schritt in Richtung der digitalen Stadt Emden. Auch seitens des Siemens-Konzerns ist die Vorfreude auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit groß. „Wir freuen uns, dass wir in Emden neue Technik einführen, unser Wissen konzeptionell einbringen und voneinander lernen können“, sagt Bernd Koch, Leiter Dezentrale Energiesysteme bei Siemens. „Emden wird Vorbildcharakter für die Möglichkeiten der Digitalisierung in Deutschland haben.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Smart-City-Strategie: Für viele Kommunen eine Herausforderung.

Smart City: Offenheit als Schutz vor Abhängigkeiten

[24.08.2026] Kommunen sollten ihre Smart-City-Infrastruktur so aufbauen, dass Systeme verschiedener Hersteller zusammenarbeiten und Daten unter kommunaler Kontrolle bleiben. Armin Mühlberger von sixData hat in einem Interview vor langfristigen Abhängigkeiten gewarnt und sieht offene Schnittstellen als Voraussetzung für flexible und sichere digitale Infrastrukturen. mehr...

Kartenansicht in Grau mit gelben, grünen und orangenen Punkten.

Karlsruhe: Kleinräumige Daten zum Stadtklima

[21.08.2026] Karlsruhe gehört zu den heißesten Städten in Deutschland. Hunderte Klimasensoren erheben nun detaillierte Daten zum Stadtklima, die auf einer Online-Karte ausgewertet werden können. Die Stadt hat bereits vor mehr als zehn Jahren ihre erste Klimaanpassungsstrategie veröffentlicht. mehr...

Ein Wasserhahn, aus dem Euroscheine fließen, wird von der Hand eines Mannes im schauten Anzu zugedreht
bericht

Serie Smart Cities, Teil 5: Digitalisierung verstetigen

[13.08.2026] In vielen Kommunen wurde die Einführung digitaler Lösungen mithilfe von Fördermitteln angestoßen. Was ist nun zu tun, um die Smart-City-Projekte auch nach dem Ende des Förderzeitraums finanzierbar zu machen und fest in den kommunalen Prozessen zu verankern? mehr...

Geflutete Straße in Deutschland, Schild Hochwasser im Vordergrund

Studie: Digitale Hochwasservorsorge

[10.08.2026] Eine neue Publikation aus der Begleitforschung des Programms Modellprojekte Smart Cities zeigt anhand mehrerer Praxisbeispiele, wie digitale Lösungen Kommunen bei der Hochwasservorsorge unterstützen. mehr...

Messfahrzeug zum Erfassen des Straßenzustands

Dresden: Straßenzustand smart erfasst

[07.08.2026] In der Smart City Dresden erfolgt derzeit eine Befahrung im gesamten Stadtgebiet, um den Zustand des Straßennetzes digital zu erfassen. In Kombination mit Sensordaten soll das der Stadt künftig ermöglichen, die finanziellen Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen einzusetzen. mehr...

Abholboxen für Pässe oder Urkunden unweit des Wiesbadener Bürgerbüros.
bericht

Serie Digitalstädte: Stadt der Pilotprojekte

[04.08.2026] Wiesbaden setzt bei der Digitalisierung auf einen ganzheitlichen Ansatz. Bürgerorientierung steht bei allen Vorhaben im Vordergrund. Gleichzeitig beteiligt sich Hessens Landeshauptstadt an zwei prestigeträchtigen Pilotprojekten des Bundesdigitalministeriums. mehr...

Silke Lehnhardt
interview

Interview: Mehr Mut zum Ausprobieren

[04.08.2026] Silke Lehnhardt hat nach 30 Jahren Privatwirtschaft den Wechsel in die Verwaltung gewagt. In Wiesbaden leitet sie nun das Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung. mehr...

Gruppenbild mit Förderurkunde im Schatten eines Baumes

Dietzenbach: Nachhaltiger und noch smarter

[04.08.2026] Dietzenbach erweitert sein Smart-City-System um ein Energiemonitoring und eine automatisierte Wintergefahrenerkennung. Dafür integriert die Stadt erprobte Anwendungen anderer hessischer Kommunen in ihre bestehende Datenplattform. mehr...

Ein Sensor an einem Baum im Tennenloher Forst, im Hintergrund eine Feuerwehrkraft

Katastrophenschutz: Waldbrände mit KI frühzeitig erkennen

[03.08.2026] Im Rahmen des Projekts SmartForestFire entwickelt das Fraunhofer Cluster für kognitive Technologien CCIT ein KI-gestütztes Frühwarnsystem, um Brände schneller zu erkennen, Fehlalarme zu reduzieren und insbesondere kleinere oder kritische Waldgebiete effizient überwachen zu können. Im Tennenloher Forst bei Erlangen wird es aktuell unter realen Bedingungen erprobt. mehr...

Kassel: Smart-City-App veröffentlicht

[30.07.2026] Die Stadt Kassel hat eine Smart-City-App für Bürgerinnen, Bürger und Gäste veröffentlicht. Die Anwendung bündelt städtische Informationen und Echtzeitdienste auf einer Open-Source-Plattform und soll gemeinsam mit den Nutzenden weiterentwickelt werden. mehr...

Dem Schulwerk unterstehen unter anderem Schulen in Augsburg.

Augsburg: Smart-City-Plattform wächst weiter

[23.07.2026] Augsburg hat seine Smart-City-Plattform technisch und inhaltlich erweitert. Aktuelle Stadt- und Verkehrsdaten lassen sich nun flexibler in Webseiten und Anwendungen einbinden. Teile des Angebots stehen auch in der Augsburg-App bereit. mehr...

Vier Personen aus dem Bad Belziger Smart-City-Team sitzen vor einer Infotafel
bericht

Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen

[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...

Mehrere Personen halten Sensoren in die Kamera

Gütersloh: Sensoren unterstützen Winterdienst

[07.07.2026] 
In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen. mehr...

Die Stadt der Zukunft ist vernetzt.

BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen

[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...

eine der Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen

Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken

[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. 
 mehr...