Mittwoch, 1. Juli 2026

BrandenburgDigitale Zukunftsstrategie

[31.08.2017] Über den aktuellen Stand der Digitalisierung in Brandenburg informiert jetzt ein Bericht der Landesregierung. Bis Ende des kommenden Jahres will das Land eine umfassende Digitalisierungsstrategie vorlegen.

Den Statusbericht zur „Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg“ hat das Kabinett des Landes jetzt beschlossen. Bis Ende 2018 will die Landesregierung nach Angaben der Staatskanzlei eine umfassende Digitalisierungsstrategie für Brandenburg vorlegen. Der Statusbericht ist dafür laut Thomas Kralinski, Chef der Staatskanzlei, eine wichtige Grundlage. „Die Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern verändert viele Lebensbereiche – egal ob Freizeit, Bildung, Arbeit oder Wirtschaft. Diese digitale Welt kann Nutzen und tägliche Hilfe bedeuten. Es kommt darauf an, sie richtig zu nutzen“, so Kralinski.
Der Statusbericht beruht auf einem Landtagsbeschluss vom November 2016 und beschreibt den aktuellen Stand der Digitalisierung. Kralinski: „Die flächendeckende Breitband-Versorgung ist eine Grundlage für ein modern aufgestelltes und wirtschaftlich starkes Brandenburg.“ Eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Digitalisierung sei deshalb der Ausbau der Infrastruktur. Ende 2016 hatten bereits 62 Prozent der märkischen Haushalte Zugang zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Das Land Brandenburg ist damit nach Angaben von Thomas Kralinski Spitzenreiter der ostdeutschen Flächenländer; es gebe aber noch Luft nach oben. In den kommenden Jahren sollen durch Mittel von Bund, Land und Kommunen rund 450 Millionen Euro in den weiteren Breitband-Ausbau investiert werden. Ziel sei die fast flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet ab 50 Mbit/s aufwärts.
Als weitere Themenfelder der Digitalisierung nennt der Bericht neue Ansätze im gesamten Bildungsbereich, in der Mobilität, bei E-Health, im digitalen Handel, bei der Polizei oder in der Forstindustrie. Darüber hinaus verweist der Bericht auf zukunftsweisende Ansätze in der digitalen Verwaltung: E-Government, Open Data, die digitale Steuerverwaltung bis hin zum elektronischen Rechtsverkehr machten deutlich, dass Brandenburg in vielen Bereichen der Verwaltung bereits auf einem guten Weg sei. Die Landesregierung unterstützt zudem nach eigenen Angaben derzeit mobile Bürgerservices in acht Kommunen; vier weitere sollen in diesem Jahr hinzukommen. Die Digitalisierung werde auch den Umgang mit dem demografischen Wandel und das Leben im Ländlichen Raum verändern, „weil vieles viel einfacher und attraktiver wird“. Kralinski: „Das Amt kommt künftig per Netz ins Wohnzimmer – und man muss nicht mehr weit fahren.“



Stichwörter: Politik, Brandenburg


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Porträt Landrat Dr. Achim Brötel

Deutscher Landkreistag: Landkreise als Innovationsräume

[25.06.2026] Digitale Modernisierung muss in der kommunalen Praxis ankommen: Der Deutsche Landkreistag dringt im Austausch mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger darauf, Landkreise bei zentralen Vorhaben der Staatsmodernisierung frühzeitig einzubinden. mehr...

Dr. Annika Busse - Hamburg CIO
interview

Hamburg: Gemeinsam mehr erreichen

[24.06.2026] Seit Ende vergangenen Jahres ist Annika Busse neue Hamburg-CIO. Im Interview spricht sie über Mitarbeitermotivation, Ziele für Hamburgerinnen und Hamburger sowie die Verwaltung und darüber, woran sie am Ende ihrer Amtszeit gemessen werden möchte. mehr...

von rechts: Mehring, Sinemus, Wildberger, daneben noch weitere (unbekannte) Personen

BMDS/Bayern: Kooperation zur flächendeckenden Digitalisierung

[23.06.2026] Im Rahmen einer Pilotkooperation wollen das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und das Bayerische Staatsministerium für Digitales (StMD) bis Ende dieses Jahres in allen bayerischen Kommunen zentrale digitale Verwaltungsleistungen bereitstellen. Die Rolle des Generalunternehmers auf Ebene des Landes übernimmt die AKDB. mehr...

zwei Männer geben sich die Hand_Karsten Wildberger_mario Voigt

Thüringen: Wichtige Online-Dienste für alle Kommunen

[11.06.2026] Thüringen und der Bund wollen fünf Verwaltungsleistungen bis Ende März 2027 landesweit digital verfügbar machen. govdigital und KIV Thüringen sollen die Online-Dienste in den Thüringer Kommunen bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit integrieren. mehr...

Niedersachsen: Im Maschinenraum der Verwaltungsdigitalisierung

[28.05.2026] Seit April unterstützt eine Taskforce niedersächsische Kommunen dabei, wichtige Verwaltungsleistungen online anzubinden. Die Beteiligten arbeiten eng zusammen, um technische, organisatorische und finanzielle Hürden für den Einsatz der Online-Dienste aus dem Weg zu räumen – mit Erfolg. mehr...

bericht

re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern

[21.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...

Komm.ONE: Landesregierung strebt engere Zusammenarbeit an

[18.05.2026] Die neue Landesregierung in Baden-Württemberg will Landes-IT und kommunale IT künftig enger zusammenführen und ein gemeinsames Rechenzentrum aufbauen. Komm.ONE unterstützt die Pläne und sieht darin eine wichtige Grundlage für die weitere Digitalisierung der Verwaltung. mehr...

Offizielles Porträt von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger

Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit

[07.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...

Mitglieder des Digitalausschusses des DStGB

DStGB: Umsteuern zur rein digitalen Verwaltung

[30.04.2026] Wie digitale Lösungen, Automatisierung und Künstliche Intelligenz zur Modernisierung des Staates beitragen und so für die dringend nötige Entlastung der Kommunen sorgen können, diskutierte der Ausschuss für Digitalisierung des Deutschen Städte- und Gemeindebunds auf seiner Frühjahrstagung.
 mehr...

Vitako: Impulse für die Digitalisierung

[29.04.2026] Auf der Vitako-Mitgliederversammlung haben Deutschlands kommunale IT-Dienstleister zentrale Weichen für die Verwaltungsdigitalisierung gestellt. Im Fokus standen der Deutschland-Stack, die interföderale Marktentwicklung, das Zukunftsbild der kommunalen IT sowie Fragen der digitalen Souveränität.  mehr...

Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel

[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...

Porträt von Heiko Geue

Mecklenburg-Vorpommern: Schub für die Registermodernisierung

[21.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern hat bis zu 150 Millionen Euro für Registermodernisierung und Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit freigegeben. Land und Kommunen betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit bei der Verwaltungsdigitalisierung. mehr...

Deutschland hat früh digitale Ambitionen entwickelt.

IT-Planungsrat: Kommunen scheuen EfA-Kosten

[17.04.2026] Eine neue Studie des IT-Planungsrats zeigt, warum Online-Dienste von Bürgern zu wenig genutzt und von Kommunen kaum nachgenutzt werden. Sie schlägt eine föderale Antragsplattform mit kommunalen Marken, Ende-zu-Ende-Digitalisierung und einer Cloud-Infrastruktur vor. mehr...

Niedersachsen beschließt IT-Strategie  „Digitale Verwaltung 2025“.

BMDS/Niedersachsen: Fokusleistungen in alle Kommunen

[16.04.2026] Mit einem neuen Ansatz will das BMDS digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen. Kernstück ist die Beauftragung eines Generalunternehmers, der die Ende-zu-Ende-Verantwortung für den Roll-out in den Kommunen übernimmt. Nach Bayern und Hessen hat nun Niedersachsen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. mehr...

Porträt Jasmin Grünschläger
interview

Interview: Wir sitzen im gleichen Boot

[02.04.2026] Im Märkischen Kreis haben sich mehrere Kommunen zum Netzwerk Digitalisierung und E-Government zusammengeschlossen. Welchen Mehrwert der interkommunale Austausch bringt, beschreibt Jasmin Grünschläger, Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Menden. mehr...