Donnerstag, 29. Januar 2026

DarmstadtWhite Book Smart City

[02.05.2023] Ein White Book Smart City hat Darmstadt erarbeitet. Das rund 80-seitige Werk zeigt auf, wie die Digitalisierung in Darmstadt gelingt und soll gleichzeitig als Inspiration für andere Kommunen dienen.

Ein Meilenstein auf dem Weg zur Digitalstadt Darmstadt ist am 27. April 2023 gesetzt worden. Wie die hessische Kommune berichtet, fand an diesem Tag nicht nur der Smart Region Summit der Landesregierung in der Darmstädter Centralstation statt. Oberbürgermeister Jochen Partsch hat in diesem Rahmen auch das so genannte White Book Smart City an Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus überreicht. „Darmstadt ist eine Vorzeigestadt der Smart-City-Entwicklung und hat ihre Verantwortung immer auch in dem Sinne verstanden, dass wir unser Wissen teilen“, erklärte OB Partsch zur Übergabe der rund 80-seitigen Schrift. „Dafür ist das White Book, das durch ein unabhängiges Beratungsteam entstanden ist, eine wertvolle Hilfe. In Darmstadt entwickelte Vorgehensweisen und Projekte sollen als Inspirationsquelle für andere Kommunen dienen. Für uns ist das White Book in erster Linie ein Gradmesser des erreichten Fortschritts, bei dem wir gut abgeschnitten haben.“

Handlungsempfehlung für andere Kommunen

Das White Book ist das Ergebnis einer Analyse von Die Strategiemanufaktur aus Karlsruhe, berichtet Darmstadt. Die Karlsruher seien unter anderem auf die Evaluation von Förderprogrammen fokussiert. Auch die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Beratungsagentur e-hoch-3 aus Darmstadt habe an der Auswertung mitgewirkt. Dabei wurde die Digitalstadt Darmstadt mit ihrer Strategie, den bisherigen Ergebnissen und vier ausgewählten Projekten beleuchtet und beurteilt. Besonders hervorgehoben wird die Einrichtung eines Ethikbeirats (wir berichteten), der für die ganzheitliche Betrachtung und Analyse sowie für die Akzeptanz innerhalb der Stadtgesellschaft ein zentraler Erfolgsfaktor sei. Ebenfalls positiv bewertet wurden die stetige Integration von Nachhaltigkeit beim Erreichen der Ziele sowie die Auffassung, dass eine Smart City immer ein Gemeinschaftswerk einer inklusiv agierenden Stadtgesellschaft ist. Die im White Book aufgezeigten Handlungsempfehlungen sollen als Leitfaden für andere Kommunen in Deutschland dienen.

Verfügbar in zwei Versionen

„Das White Book Smart City zeigt auf, wie Digitalisierung in Kommunen gelingen kann, wie eine gute Strategie aufgebaut ist und wohin sie letztendlich führt“, kommentiert Digitalministerin Sinemus das Werk. „Ich freue mich, dass Darmstadt diesen Weg mithilfe der Landesförderung in Höhe von rund fünf Millionen Euro bereits so erfolgreich beschritten hat (wir berichteten) und nun diese Erfahrungen mit anderen Kommunen teilt. Denn genau dafür war die Landesförderung der Digitalstadt gedacht, mit der Hessen seit 2017 als eines der ersten Bundesländer überhaupt das Thema Smart City auch finanziell auf den Weg gebracht hat. Bei der Digitalisierung sollte es kein Silodenken geben, sondern Kooperation und Austausch, um voneinander zu lernen und gemeinsam effizient ans Ziel zu kommen. Wir werden die Ergebnisse des White Books über unsere Geschäftsstelle Smarte Region anderen Kommunen zur Verfügung stellen.“
Das White Book Smart City gibt es als gedruckte kompakte Version und als Langversion zum Download. Ebenfalls gedruckt sowie als Download wurde ein Leitfaden erstellt, mit dessen Hilfe Kommunen ihre eigenen Strategien und Projekte evaluieren können.



Stichwörter: Smart City, Darmstadt


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Richard Himes und Landrat Bär halten einen Taupunktsensor, der in einem Raum steht.
bericht

Kreis Hof: Werkzeug für Winterdienst

[29.01.2026] Taupunktsensoren unterstützen im Hofer Land den Winterdienst. Dabei agieren Kreis und angehörige Kommunen gemeinsam. Die Entscheidung über das Ausrücken, Streuen oder Räumen treffen trotz der umfassenden Daten weiterhin die Beschäftigten. mehr...

Drei Personen stehen nebeneinander in einem Raum und halten eine Urkunde und den Milesight Impact Award 2025 in den Händen.

Smart Waste Hürth: Weltweites Leuchtturmprojekt

[27.01.2026] In Hürth messen Ultraschallsensoren den Füllstand öffentlicher Abfallbehältnisse und senden diese Daten an eine Künstliche Intelligenz. Die ermittelt, wann die Müllwagen welche Route nehmen sollten, um die Behälter zu leeren. Jetzt ist Smart Waste Hürth als weltweit sichtbares Leuchtturmprojekt ausgezeichnet worden. mehr...

Zwei Screenshots aus er App Park Stark: links die Umkreissuche, rechts Anzeige aller freien bzw. belegten Parkplätze im Stadtgebiet von Mannheim.

Mannheim: Orientierung für barrierefreies Parken

[20.01.2026] In Mannheim steht eine neue, barrierefreie App für die Suche nach freien Schwerbehindertenparkplätzen zur Verfügung. Park-Stark nutzt Echtzeitdaten von über 250 Stellplätzen und zeigt Verfügbarkeit, Navigation und Alternativen direkt auf dem Smartphone an. mehr...

Blick auf eine Veranstaltungshalle. Im Hintergrund ist ein Messestand zu sehen, davor stehen zahlreiche kleinere Tische, an denen Personen zusammen sitzen.

Mönchengladbach: Fünfter Smart City Summit Niederrhein

[20.01.2026] Mönchengladbach lädt am 26. Februar zur fünften Auflage des Smart City Summit Niederrhein ein. Mit Vorträgen, Workshops und einem großen Ausstellungsbereich richtet er sich an ein Fachpublikum, das sich mit der digitalen Transformation von Kommunen beschäftigt. Dabei werden strategische Perspektiven mit anschaulichen Praxisbeispielen verknüpft. mehr...

Bürgermeister Michael Gerdhenrich hält die neue Broschüre in der Hand, im Hintergrund ist auf einem Bildschirm das Video zu BE smart zu sehen.

Beckum: BE smart

[09.01.2026] Konsequent treibt Beckum die Entwicklung zur Smart City voran. Beispielsweise bietet die Stadt mittlerweile ein digitales Bürgerbüro, eine Mängelmelder-App oder einen Kita-Navigator an. Einige ihrer Digitalisierungsprojekte stellt die Kommune nun in einer digitalen Broschüre und einem Kurzfilm vor. mehr...

Porträtaufnahme von Karola Voss.
interview

Serie Digitalstädte: KI wird uns weiterhelfen

[08.01.2026] Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß will im Bereich Wissensmanagement noch stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und dadurch Ressourcen schonen. mehr...

Blick auf das Hauser Rathaus, ein großzügiger Backsteinbau.
bericht

Serie Digitalstädte: Mit Super-App unterwegs

[07.01.2026] In einer losen Serie stellt Kommune21 Digitalstädte mit Vorbildcharakter vor. Den Anfang macht Ahaus: Die nordrhein-westfälische Stadt ist ein Reallabor für digitale Anwendungen – mit einer Super-App als Schlüssel. mehr...

Screenshot der Startseite von herzlich-digital.de.

Kaiserslautern: Geordnete Liquidation von KL.digital

[06.01.2026] Die Stadt Kaiserslautern bereitet die geordnete Liquidation der KL.digital GmbH zum 30. Juni 2026 vor. An diesem Tag endet der Förderzeitraum der Modellprojekte Smart Cities, auf der die finanzielle Grundlage von KL.digital vollständig beruht. Die Projekte und Ideen sollen aber nahtlos in die Stadtverwaltung übergehen und dort weiterentwickelt werden. mehr...

Ein Netzwerk bestehend aus leuchtenden Linien.

Göttingen: Ausbau des städtischen Messnetzes

[22.12.2025] Ein Sensoriknetzwerk liefert der Stadt Göttingen wichtige Informationen über Wasserstände, die Baumgesundheit und die lokale Klimaentwicklung. Das Netz soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Die Daten sollen unter anderem in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen. mehr...

Skyline der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main: Digital Ressourcen schonen

[15.12.2025] Die Stadt Frankfurt am Main hat drei weitere Digitalisierungsprojekte umgesetzt: den Aufbau eines digitalen Wassermanagements, die Einführung der automatisierten Straßenzustandserfassung sowie die Open Library. Alle drei Projekte tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen. mehr...

Screenshot der digitalen Karte auf Mainziel.de, welche die Parkhäuser der Stadt anzeigt.

Frankfurt am Main: Informiert zum Parkhaus

[12.12.2025] Viele Parkhausbelegungen in Frankfurt am Main sind jetzt in Echtzeit online einsehbar. Die erfassten Daten können von Verkehrstelematikanbietern oder Radiosendern für eigene Angebote abgerufen werden. Auch an die Mobilithek des Bundes werden sie übertragen. mehr...

Blick über den beleuchteten Frankfurter Weihnachtsmarkt am Römer.

Frankfurt am Main: Echtzeitdaten zum Weihnachtsmarkt

[05.12.2025] Ein Pilotprojekt mit LiDAR (Light Detection and Ranging)-Sensoren führt die Stadt Frankfurt am Main während des Weihnachtsmarkts am Römer durch. Die Sensoren messen dort das aktuelle Besucheraufkommen mit Laserstrahlen, die erfassten Daten stehen auf der urbanen Datenplattform in Echtzeit zur Verfügung. mehr...

Ein Parkplatzschild steht am Eingang eines Freiluftparkplatzes.

Troisdorf: Smarter parken

[03.12.2025] Mit einer smarten Lösung bereitet Troisdorf der ineffizienten Parkraumbewirtschaftung ein Ende. Parksensoren erfassen jetzt die Belegung einzelner Stellplätze, die Bürgerinnen und Bürger werden darüber in Echtzeit per App informiert. mehr...

Das Scan-Fahrzeug zur Ahndung von Falschparkern steht auf einem Parkplatz in Mannheim.

Scan-Fahrzeug: Mannheim verlängert Testphase

[01.12.2025] Die in Mannheim durchgeführte Testphase eines Scan-Fahrzeugs zur Ahndung von Falschparkern wird verlängert. Während der Erprobung zeigte sich Nachbesserungsbedarf bei der Kartierung des Scan-Gebiets. Entsprechende Anpassungen wurden direkt vorgenommen. Wie sie sich auswirken, soll die verlängerte Testphase zeigen. mehr...

Nahaufnahme der Reinigungsvorrichtung einer Straßenkehrmaschine.

Taufkirchen: Sensorik für Winter- und Kehrdienst

[01.12.2025] Dank Internet-of-Things-Sensorik kann der Winterdienst des Taufkirchener Bauhofs effizienter geplant, durchgeführt und dokumentiert werden. Die Gemeinde ist von den Vorteilen überzeugt und möchte diese nun auch bei der Straßenreinigung nutzen. mehr...