Live-Webinar „Kommune21 im Gespräch“:
Nachhaltige Beschaffung mit E-Einkauf


[30.1.2023] In der Webinar-Reihe „Kommune21 im Gespräch“ geht es am 2. März 2023 darum, wie Kommunen ihren Einkauf an nachhaltigen Kriterien ausrichten können. Ulrich Hellenbrand, Stadt Mainz, Lars Keller, Stadt Ludwigsburg, und Monika Schmidt von TEK Service diskutieren mit Kommune21-Chefredakteur Alexander Schaeff, welche Rolle eine digitalisierte, zentrale und verwaltungsweit integrierte Einkaufslösung für eine nachhaltige Beschaffung spielt.

In der Webinar-Reihe „Kommune21 im Gespräch“ geht es am 2. März 2023 darum, wie Kommunen ihren Einkauf an nachhaltigen Kriterien ausrichten können. Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung ist kein neues Thema. In Zeiten des Klimawandels gewinnt es jedoch zunehmend an Bedeutung. Eine aktuelle Studie der Universität Würzburg zeigt: Die klimafreundliche Beschaffung einzelner Produktkategorien wie Büroartikel wird zwar in vielen Verwaltungen berücksichtigt, eine nachhaltige Beschaffungsstrategie fehlt jedoch häufig.
Beim Einkauf tragen insbesondere die Kommunen eine große Verantwortung. Städte, Gemeinden und Landkreise sind für die Hälfte des Beschaffungsvolumens der öffentlichen Hand in Deutschland verantwortlich. Sie können ihre Vorbildfunktion nutzen, um nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu beschaffen. Denn bei der Produktion vieler Güter kommt es immer wieder zu Verstößen gegen Menschen- und Arbeitsrechte sowie Umweltauflagen. Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und ausbeuterische Kinderarbeit finden über die Globalisierung der Lieferketten ihren Weg in deutsche Verwaltungen.

Klares Bekenntnis fehlt

Noch fehlt in vielen Verwaltungen ein klares Bekenntnis der Verwaltungsspitze zur nachhaltigen Beschaffung. Zudem ist das Vergaberecht kompliziert und Nachhaltigkeitskriterien werden in der Praxis oft nicht berücksichtigt. In den meisten Fällen ist der Angebotspreis das einzige Zuschlagskriterium. Anbieter nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen werden durch die rein preisorientierte Vergabe benachteiligt.
Das Problem: Dezentrale und analoge Beschaffungsverfahren sind intransparent, unwirtschaftlich und nicht steuerbar. Mangels Daten können keine belastbaren Statistiken erstellt werden, ein kontinuierliches Monitoring ist nicht möglich. Was im einzelnen eingekauft wird, ist nicht flächendeckend bekannt. Damit fehlt die Datenbasis, um Produkte unter Nachhaltigkeitsaspekten zu qualifizieren. Einkaufsdaten können nicht mit Leistungsverzeichnissen verknüpft werden, die nach der Vergabe wieder in das Einkaufssystem eingespeist werden können. Knappe personelle und finanzielle Ressourcen torpedieren die zielorientierte Neuausrichtung der Verwaltungsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung.

Mainz und Ludwigsburg als Vorreiter

Die Lösung: Nachhaltige Beschaffung der öffentlichen Hand ist nur durch eine digitalisierte, zentrale und verwaltungsweit integrierte Einkaufslösung möglich. Die dabei generierten Daten sind der Schlüssel zur Qualifizierung von Artikeln, Produkten, Katalogen oder Sortimenten. Nachhaltigkeit ist somit ein qualitativer Nebeneffekt des digitalisierten Einkaufs in der Verwaltung.
Wie eine nachhaltige Beschaffung in der kommunalen Praxis umgesetzt werden kann, ist Thema der Reihe „Kommune21 im Gespräch“ am 2. März 2023. Kommune21-Chefredakteur Alexander Schaeff diskutiert darüber im Live-Webinar mit Lars Keller, Leiter Zentrale Beschaffung und Vergabe der Stadt Ludwigsburg, und Ulrich Hellenbrand, Einkaufsleiter der Stadt Mainz. Monika Schmidt vom Dienstleister TEK-Service ergänzt die Runde mit ihrem langjährigen Know-how zur digitalen Beschaffung. (al)

Hier können Sie sich kostenlos zum Live-Webinar „Kommune21 im Gespräch: Nachhaltige Beschaffung mit digitalem Einkauf“ am 2. März 2023 anmelden (Deep Link)

Stichwörter: E-Procurement, Kommune21 im Gespräch, Beschaffung, Nachhaltigkeit

Bildquelle: www.123RF.com

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