Umfrage:
Öffentliche Hand bereit für ÖPP


[11.9.2013] Der Möglichkeit, Aufgaben im Rahmen von Öffentlich-Privaten Kooperationen zu lösen, stehen Bund, Länder und Kommunen aufgeschlossen gegenüber. Das hat eine Umfrage unter Führungskräften der öffentlichen Hand ergeben.

Bund, Länder und Kommunen stehen Öffentlich-Privaten Partnerschaften aufgeschlossen gegenüber. Eine hohe Bereitschaft, anstehende Aufgaben mithilfe Öffentlich-Privater Partnerschaften (ÖPP) zu lösen, hat eine Befragung unter Führungskräften in knapp 1.200 deutschen Verwaltungen ergeben. Unter der Prämisse, dass die Umsetzung rechtlich zulässig und nachgewiesen wirtschaftlich ist, lag die Bereitschaft im Schnitt bei über 80 Prozent. Die Erhebung zu ÖPP wurde im Auftrag des Unternehmens ÖPP Deutschland durchgeführt und ist Bestandteil der Studie „Zukunftspanel Staat & Verwaltung 2013“. Wie ÖPP Deutschland mitteilt, wurde der für ÖPP-Projekte noch junge Dienstleistungsbereich überraschend Spitzenreiter bei den positiven Einschätzungen: Insgesamt 88 Prozent der Befragten erklärten eine zum Teil „sehr hohe“ Bereitschaft zu Öffentlich-Privaten Kooperationen in diesem Bereich. 85 Prozent Zustimmung erhielt der Bereich Hochbau, in dem ÖPP-Projekte bereits etabliert sind. Weitere abgefragte Branchen waren IT, Energie, Straßenbau und das Gesundheitswesen. In all diesen Feldern sei eine generell hohe Bereitschaft für Öffentlich-Private Partnerschaften zu erkennen. Vor allem Städte und Gemeinden, die in der Befragung etwa 60 Prozent der adressierten Entscheidungsträger ausmachten, äußerten sich positiv zu ÖPP-Ansätzen bei Dienstleistungen, IT und Hochbau. 90 Prozent der Entscheider auf Länderebene konnten sich ÖPP-Projekte im Straßenbau vorstellen. „Die hohen Zustimmungswerte sind ein positives Signal für uns. ÖPP Deutschland setzt sich für den überlegten Einsatz der unterschiedlichen Beschaffungsmethoden nach transparenten Kriterien ein. Öffentlich-Private Kooperationen und konventionelle Beschaffung haben jeweils ihre Vorteile und idealen Anwendungsgebiete. Wie Löffel und Gabel sollte man beide Instrumente in der Schublade haben“, so Johannes Schuy, Vorstand ÖPP Deutschland. Oft fehle es jedoch noch an Unterstützung bei der Abwägung der Alternativen und der konkreten Vertragsgestaltung. Dazu sollten weitere Instrumente entwickelt und ein intensiver Erfahrungsaustausch auch über Gebietskörperschaften hinweg angeboten werden. (bs)

www.partnerschaften-deutschland.de
Die komplette Studie zum Download: (Deep Link)

Stichwörter: Panorama, Studie, Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP), Public Private Partnerships (PPP), ÖPP Deutschland

Bildquelle: PEAK

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Panorama
HydroMaster: Live-Daten und Warnungen
[18.10.2017] Live-Niederschlagsdaten und -warnungen bringen die Unternehmen Kisters und MeteoGroup mit dem Web-Service HydroMaster nach Deutschland. Die Lösung kann nicht zuletzt Kommunen dabei unterstützen, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. mehr...
Der HydroMaster empfängt Echtzeit-Radardaten und zeigt Niederschlagsbeobachtungen und -prognosen in hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung.
Emmendingen: GreenITown spart tonnenweise CO2
[17.10.2017] Durch kurzfristig anwendbare Optimierungen an ihrer Verwaltungs-IT ist es der Stadt Emmendingen gelungen, mehr als zehn Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen. Als Modellkommune der Deutschen Umwelthilfe kann sie anderen Kommunen ein Vorbild sein. mehr...
Emmendingen spart als Modellkommune der Deutschen Umwelthilfe durch Maßnahmen an der Verwaltungs-IT zehn Tonnen CO2 pro Jahr ein.
Baden-Württemberg / Sachsen: NINA warnt
[11.10.2017] Der Freistaat Sachsen will die Bevölkerung im Katastrophenfall künftig über die Warn-App NINA informieren. In Baden-Württemberg ist die Anwendung bereits seit einem Jahr im Einsatz – mit Erfolg. mehr...
Mönchengladbach: Die Grüne Welle ins Rollen bringen
[28.9.2017] Damit in Mönchengladbach die Grüne Welle optimiert werden kann, hat die Stadt den Verkehr in der Kommune unter die Lupe genommen. Die ausgewerteten Daten lieferten die Bürger selbst. mehr...
Hanau: Chromebooks unterstützen Flüchtlinge
[21.9.2017] Ein neues Angebot für Geflüchtete bietet die Stadt Hanau gemeinsam mit dem Internationalen Bund (IB) an: Über eigens dafür zur Verfügung gestellte Chromebooks erhalten Flüchtlinge in Kursen Zugang zum Internet, um eigenständig Informationen zu suchen. mehr...
Dank Chromebooks können sich Geflüchtete in Hanau unter Anleitung auf die Suche nach Informationen im Internet machen.