Deutsche Telekom:
Sicherer Hafen für Cloud-Dienste


[18.11.2015] Microsoft und die Deutsche Telekom kooperieren bei der Bereitstellung von Cloud-Diensten des amerikanischen Software-Konzerns. Die Telekom will dadurch ihren jährlichen Cloud-Umsatz bis Ende 2018 mehr als verdoppeln.

T-Systems-Rechenzentrum in Magdeburg: Sicherer Hafen für Microsoft-Cloud-Dienste. Microsoft will Software as a Service weltweit zum Durchbruch verhelfen. Mit einer neuen Strategie reagiert der amerikanische IT-Konzern auf Befürchtungen, die Daten in der Cloud seien nicht sicher. In Berlin erklärte Microsoft-Chef Satya Nadella kürzlich, sein Unternehmen investiere insgesamt 15 Milliarden Dollar in den Aufbau von rund 100 Rechenzentren in 40 Ländern rund um den Globus. In diesen Rechenzentren sollen die Microsoft-Cloud-Dienste lokal laufen. In Deutschland wird Microsoft seine Dienste Azure, Office 365 und Dynamics CRM Online ab dem zweiten Halbjahr 2016 aus Rechenzentren in Magdeburg und Frankfurt am Main anbieten. Für die Sicherheit gemäß der deutschen Datenschutzrichtlinien soll T-Systems, die Großkundensparte der Deutschen Telekom, sorgen (wir berichteten).
Wie die Deutsche Telekom jetzt mitteilt, übernimmt T-Systems nicht nur die Verantwortung für den Schutz der Kundendaten. Der IT-Spezialist überwacht auch die Hardware, auf der die Kundendaten in den hochsicheren deutschen Rechenzentren liegen. Die Anbindung an die Rechenzentren laufe über das Telekom-Netz. Laut Deutscher Telekom hat Microsoft grundsätzlich keinen Zugriff auf die Daten, sofern T-Systems oder der Kunde dies nicht gestatten. T-Systems-Managerin Anette Bronder erklärt: „Durch die Partnerschaft mit T-Systems können sich Microsoft-Kunden für ein Datenschutzniveau entscheiden, das die Anforderungen deutscher Unternehmen und vieler Kunden des öffentlichen Sektors erfüllt.“ Wegen der hohen Skalierbarkeit der Microsoft-Lösungen sei das neue Cloud-Angebot auch für kleine und mittlere Unternehmen und Institutionen sehr interessant.
Die Deutsche Telekom verspricht sich große Geschäftsmöglichkeiten. In der Pressemeldung heißt es, Telekom-Kunden könnten die Microsoft-Cloud-Dienste künftig direkt online buchen, inklusive umfassender Beratungs- und Supportleistungen durch die Cloud-Experten der Telekom. Durch die Kooperation mit Microsoft will der Konzern seine Position im europäischen Markt für Cloud-Dienste für Geschäftskunden weiter ausbauen und den Cloud-Umsatz von derzeit rund einer Milliarde Euro jährlich bis Ende 2018 mehr als verdoppeln. (al)

www.telekom.de/microsoft
www.microsoft.de/cloud

Stichwörter: IT-Infrastruktur, Deutsche Telekom, Microsoft

Bildquelle: Deutsche Telekom AG

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich IT-Infrastruktur
Herten: CityApp bündelt Services
[28.6.2017] Von der Erinnerung an die Müllabfuhr über den Blick in den Veranstaltungskalender bis hin zur Mängelmeldung bietet die Stadt Herten verschiedene Dienstleistungen und Serviceangebote per App aus einer Hand. mehr...
Mit der CityApp Herten stehen den Bürgern unterschiedliche Dienstleistungen und Serviceangebote der Stadt zur Verfügung.
krz/GKD Paderborn: Rechnen im gemeinsamen Zweckverband
[28.6.2017] Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) und die Gemeinschaft für Kommunikationstechnik, Informations- und Datenverarbeitung (GKD) Paderborn wollen einen gemeinsamen Zweckverband gründen. Unter dem Dach der Ostwestfalen-Lippe-IT sollen Daten künftig gemeinsam verarbeitet werden. mehr...
Blockchain: Potenzial für die Verwaltung
[27.6.2017] Über die Blockchain-Technologie in der Verwaltung ging es in einem Innovation Lab des Nationalen E-Government Kompetenzzentrums (NEGZ) und der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer. mehr...
Thüringen: Digitaler Marktplatz öffnet für Kommunen
[18.5.2017] Behörden der thüringischen Landesverwaltung steht seit rund anderthalb Jahren ein landeseigener digitaler Marktplatz für den Datenaustausch und die Kommunikation zur Verfügung. Die Plattform soll nun auch den Kommunen zugänglich gemacht werden. mehr...
Kreis Cloppenburg: KDO betreibt jetzt die IT
[16.5.2017] Für den Betrieb der IT des Kreises Cloppenburg ist künftig die Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) zuständig. mehr...