Schleswig-Holstein:
Großprojekt in der Parkraumüberwachung


[9.2.2024] Die „Smarte Grenzregion“ in Schleswig-Holstein will neue Standards in der kommunalen Parkraumüberwachung setzen. Mehr als 500 Bodensensoren und 35 Kamerasysteme sollen installiert werden, eine Datenplattform und ein Dashboard sind geplant. In Flensburg begann jetzt der Sensorikausbau.

Die ersten Bodensensoren zur Parkraumüberwachung in der Smarten Grenzregion wurden in Flensburg installiert. Die Parkplatzbelegung soll über eine App abrufbar sein. Die „Smarte Grenzregion zwischen den Meeren“ ist eine Modellregion im Rahmen des Bundesförderprojekts Modellprojekte Smart Citys. Die Stadt Flensburg und die Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland haben sich hier zusammengetan, um gemeinsam die Digitalisierung in der Region voranzubringen und smarte Lösungen umzusetzen.
Nun setzt ein Projekt im Bereich der digitalen Parkraumüberwachung in Kommunen neue Standards. Wie die Projektagentur mitteilt, sollen in der Stadt und in den beiden Kreisen insgesamt 516 Bodensensoren und 35 Kamerasysteme installiert werden, um die örtliche Parkplatznutzung zu überwachen und Besucherströme zu messen. Das Projekt gehört damit zu den Größten seiner Art in Deutschland. Die offen verfügbaren Daten sollen dem Aufbau eines digitalen Parkraum-Managements dienen. Sie bilden gleichzeitig die Grundlage für den Aufbau eines digitalen Besucherlenkungssystems in der touristisch geprägten Region.

Beispielhaft für ganz Deutschland

Am 7. Februar wurden die ersten 55 Bodensensoren auf einem Parkplatz in der Flensburger Innenstadt installiert. Der Ausbau der weiteren Standorte ist für die kommenden Monate geplant. Neben der Stadt Flensburg werden in der Region an fünf weiteren Orten mit touristischen Hotspots Sensoren installiert. „Wir bringen mit der Maßnahme die Digitalisierung auch in kleine Kommunen und eröffnen ihnen mit den erhobenen Daten und der dahinterstehenden Datenplattform, die wir parallel dazu aufbauen, neue Nutzungsmöglichkeiten. Gleichzeitig bildet das Projekt die Basis, um Herausforderungen im Bereich Tourismus zu begegnen und Lösungen zu entwickeln“, sagt Malte Zinke, Geschäftsführer der Digitalagentur Smarte Grenzregion, die für die Umsetzung des Modellprojekts steht. Das Parkraumsensorikprojekt sei darüber hinaus für ganz Deutschland interessant und schon allein durch seine Größe ein Referenzprojekt, sagt Matin Sekandari, Abteilungsleiter Smart City beim Unternehmen EBERO FAB, das den Ausbau in Flensburg verantwortet. Dessen Auswirkungen gingen zudem weit über die reine Parkraumüberwachung hinaus und umfassen auch Aspekte wie verbesserte städtische Mobilität und eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Datenplattform und Dashboard geplant

Die Parkplatzsensoren werden am Boden der Parkplätze verklebt, die Belegung wird dann mittels Magnetfelderkennung gemessen. Dabei findet keinerlei Identifikation der Fahrzeuge statt. Die optischen Sensoren erfassen Bewegungen über ein Kamerasystem. Auch hier ist sichergestellt, dass keinerlei Möglichkeit zur Identifikation gegeben ist. Der Prozess ist zu 100 Prozent DSGVO-konform. Die Daten sollen über ein Gateway über Mobilfunk an eine Datenplattform zur Weiterverarbeitung der Daten übermittelt werden. Ein Dashboard soll die Daten dann für alle zugänglich machen. Das Projekt läuft noch bis Ende 2026. (sib)

https://www.smarte-grenzregion.de

Stichwörter: Smart City, Schleswig-Holstein, MPSC, Parkraumüberwachung

Bildquelle: Smarte Grenzregion

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City
Frankfurt am Main: Noch Platz vor dem Big Screen?
[19.6.2024] Lohnt es sich, sich auf den Weg zum Public Viewing in der Fan Zone Mainufer zu machen, um ein Spiel der UEFA EURO 2024 auf dem Big Screen zu sehen, oder ist es dort bereits zu voll? Darüber informiert jetzt ein neuer Use Case auf der Urbanen Datenplattform der Stadt Frankfurt am Main. mehr...
Frankfurt am Main: Neuer Use Case auf der Urbanen Datenplattform zeigt, ob der Weg zum Big Screen am Mainufer lohnt.
BMWSB: Stufenplan für „Smarte Städte und Regionen“
[18.6.2024] Einen Stufenplan für „Smarte Städte und Regionen“ hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) verabschiedet. Er soll ein Rahmenwerk für die Digitalisierung der Stadt- und Regionalentwicklung schaffen. Vorgeschlagen wird unter anderem die Einrichtung eines Marktplatzes für digitale Lösungen. mehr...
Stufenplan für „Smarte Städte und Regionen“ soll Digitalisierungskultur auf allen Ebenen stärken.
Wolters Kluwer: Erster Prompt-a-thon war erfolgreich
[14.6.2024] 
Beim ersten GovTech Prompt-a-thon von Wolters Kluwer erarbeiteten mehr als 30 Teilnehmende einen Tag lang mithilfe von generativer KI innovative Lösungen für die öffentliche Verwaltung. Besonders überzeugen konnte die Fachjury am Ende eine KI-Lösung für den Meldedatenabgleich bei Verkehrsverstößen. mehr...
URBAN.KI: Innovationsinitiative geht an den Start
[11.6.2024] Die Innovationsinitiative des Deutschen KI-Instituts für Kommunen – URBAN.KI will gemeinsam mit Kommunen wegweisende Projekte umsetzen, die durch den KI-Einsatz Herausforderungen der Stadt- und Regionalentwicklung lösen. Das Pilotprojekt wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. mehr...
Darmstadt/Frankfurt am Main/Wiesbaden: Vision für ein Smartes Rhein Main 2030
[6.6.2024] Als Vorreiter einer neuen, digitalen Arbeitskultur in der Verwaltung sehen sich die Städte Darmstadt, Frankfurt am Main und Wiesbaden. Ihre Vision eines „Smarten Rhein Main 2030“ haben sie jetzt in einem gemeinsamen Papier zusammengefasst. mehr...
Die Stadt Frankfurt am Main will sich gemeinsam mit Darmstadt und Wiesbaden bis 2030 zum volldigitalen Leistungsanbieter entwickeln.
Weitere FirmennewsAnzeige

Besuchersteuerung: Das neue Einbürgerungsgesetz stellt Behörden vor zusätzliche Herausforderungen
[12.6.2024] Am 27. Juni 2024 tritt das neue deutsche Einbürgerungsgesetz in Kraft. Damit verkürzt sich die Mindestaufenthaltsdauer für eine Einbürgerung von derzeit acht auf fünf Jahre, bei besonderen Integrationsleistungen sogar auf bis zu drei Jahre. Demzufolge werden Ausländerbehörden künftig mehr Anträge auf Einbürgerung bearbeiten müssen. Allerdings stoßen bereits heute viele Ausländerbehörden an ihre Kapazitätsgrenzen. Magdalene Rottstegge, zuständig für das Business Development bei der SMART CJM GmbH, erläutert, wie Ämter das erhöhte Arbeitsaufkommen besser bewältigen können. mehr...

E-Rechnung: Für den Ansturm rüsten
[31.5.2024] Die E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich kommt. Kommunen sollten jetzt ihre IT darauf ausrichten. Ein Sechs-Stufen-Plan, der als roter Faden Wege und technologische Lösungsmöglichkeiten aufzeigt, kann dabei helfen. mehr...
Suchen...

 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
TSA Public Service GmbH
06108 Halle (Saale)
TSA Public Service GmbH
Barthauer Software GmbH
38126 Braunschweig
Barthauer Software GmbH
beyond SSL GmbH
90619 Trautskirchen
beyond SSL GmbH
LogoData ERFURT GmbH
99084 Erfurt
LogoData ERFURT GmbH
Aktuelle Meldungen